Montagnac-d’Auberoche (, ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda (bis 2017 Arrondissement Périgueux) und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Einwohner werden Montagnacois und Montagnacoises genannt.

Geografie

Montagnac-d’Auberoche liegt etwa 19 Kilometer östlich von Périgueux, etwa 39 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 53 Kilometer nordöstlich von Bergerac in der Landschaft des Périgord central, im Teil des touristisch benannten Périgord blanc. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne, aber es sind keine permanenten Fließgewässer verzeichnet.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Montagnac-d’Auberoche liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat. Das Gemeindegebiet befindet sich sowohl im Causse de Cubjac als auch im Causse de Savignac, die zusammen mit dem Causse de Thenon eine Gruppe verkarsteter Hügel mit Kalkstein aus dem Unterjura östlich von Périgueux bis Excideuil und Thenon bilden, die sich etwa über ein Gebiet von etwa 30 Kilometern von Nord nach Süd und etwa 15 Kilometern von West nach Ost erstreckt, durchschnitten von den Tälern der Isle, der Auvézère und der Loue. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und einigen Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum, andere aus dem Mesozoikum.

Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich über eine hügelige, bewaldete Landschaft, deren Erhebungen zur Mitte hin ansteigen und Höhen über betragen. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit nordwestlich des Zentrums beim Lieu-dit Balaurand. Der tiefste Punkt mit ist im äußersten Nordwesten an der Grenze zu den Nachbargemeinden Cubjac-Auvézère-Val d’Ans und Bassillac et Auberoche anzutreffen. Das Zentrum liegt auf einem Höhenzug auf etwa Höhe.

Rund 70 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 30 % werden landwirtschaftlich heterogen genutzt (Stand: 2018).

Montagnac-d’Auberoche wird von folgenden vier Gemeinden umgeben:

Klima Die klimatischen Bedingungen in Montagnac-d’Auberoche werden als mild und gemäßigt eingestuft. Die Niederschlagsmengen in Montagnac-d’Auberoche sind bemerkenswert, da selbst im Juli, der typischerweise trocken ist, erhebliche Niederschläge fallen. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in dieser Region als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Montagnac-d’Auberoche beträgt 12,8 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,1 °C, die höchste im Juli mit 21 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen 980 mm.

Natürliche Risiken mini|Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Montagnac-d’Auberoche Natürliche Risiken manifestieren sich in Montagnac-d’Auberoche neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als Waldbrände Bodensetzungen Bodenbewegungen

Da das Gemeindegebiet zum größten Teil mit Wald bedeckt ist, besteht im nahezu gesamten Gemeindegebiet zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.

Wie die Risikokarte zeigt, ist über die Hälfte des Gemeindegebiets von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1992 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr wird als niedrig eingestuft. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Montagnac-d’Auberoche besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürzen anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.

Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes ist im 13. Jahrhundert erstmals in der latinisierten Form Montanhacum belegt, bei der die Buchstabenkombination -nh- der Kombination -gn- phonetisch entspricht. Er stammt von einem gallorömischen Personennamen, Montanius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Montaniacum, Landgut des Montanius). Dieser Name ist aus dem lateinischen mons () abgeleitet, das zahlreiche Montagnac im okzitanischen Sprachraum lieferte, ebenso wie die Variante Montignac im Périgord. Auberoche ist dem Namen der Gemeinde 1801 hinzugefügt worden, um sich vom Homonym Montagnac-la-Crempse zu unterscheiden. Der Name von Auberoche erschien im 12. Jahrhundert in der Form Alba Rocha, dann Alba Roca im Jahr 1169 und im 13. Jahrhundert in einer anderen latinisierten Form Albarupe vom lateinischen rupes (). Auberoche ist eine Gruppierung aus der okzitanischen Sprache. Aube steht für das Adjektiv im Femininum auba (), die Weiterführung vom lateinischen albus bzw. alba. Roche ist die Französisierung des nordokzitanischen ròcha (neben ròca) und bezeichnet neben „Felsen“ auch eine Burg aufgrund der Position der mittelalterlichen Festungen auf einem Berg. Ròcha stammt vom spätlateinischen rocca (13. Jahrhundert) und selbst aus dem Vorkeltischen.Siehe Tanet, Hordé, Seiten 33–34, 230 Montagnac gehörte im 12. Jahrhundert mit 13 weiteren Pfarrgemeinden zur Kastellanei Auberoche.

Das Langhaus der romanischen Dorfkirche wurde im 15. Jahrhundert neu gebaut, im 17. Jahrhundert der Glockengiebel. Im Weiler La Vayssière gab es eine weitere romanische Kirche, die im 13. Jahrhundert erwähnt wurde.

Eine im Jahr 2018 erwogene Fusion mit der Nachbargemeinde Bassillac und Auberoche kam nicht zustande.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Marc aus dem 12. Jahrhundert, Umbauten aus dem 14./15. Jahrhundert, seit 1981 als Monument historique eingeschrieben Schloss Balaurand Das Schloss Bouilhen aus dem 19. Jahrhundert ersetzte den früheren Adelssitz der Familien Rochemorin und Lestrade de la Cousse, der während der Hugenottenkriege unter Heinrich IV. zerstört worden war. Im Dorf wurden in den Gebäuden aus dieser Zeit Materialien verwendet, die aus den Ruinen dieses Bauwerks geborgen wurden: Steine, Sprossenfenster und Kamine. Der Bau aus dem 19. Jahrhundert respektiert die lokalen Architekturtraditionen. Schloss Ceyliac aus dem 16. Jahrhundert

Wirtschaft Erwerbstätigkeit Im Jahre 2023 waren 63 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Montagnac-d’Auberoche erwerbstätig, entsprechend 79,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (78,9 %) etwas höher war als bei den Frauen (80,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit fünf Personen im Jahr 2023 höher als im Jahr 2017 (3). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 5,5 % (2017) auf 7,9 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen stieg in diesem Zeitraum von 0 % auf 25,0 %.

Landwirtschaft Montagnac-d’Auberoche liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 9 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 5 im Jahr 2000 und im Jahr 2010 und stieg auf 7 im Jahr 2020, ein Rückgang von 22,2 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 215 Hektar im Jahre 1988 auf 388 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg deutlich von 23,9 Hektar auf 55,5 Hektar.

Verkehr Montagnac-d’Auberoche liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert