Die Liste von zum UNESCO-Welterbe zählenden Kirchengebäuden in Rom (Altstadt) enthält die Kirchengebäude innerhalb der 1980 zum UNESCO-Welterbe ernannten Centro Storico (Altstadt) von Rom.(Nicht aufgelistet sind hier die zum Heiligen Stuhl (Vatikan) gehörenden Kirchengebäude, die bereits unter → Heiliger Stuhl aufgeführt sind.)

Die Reihung der Einträge folgt dem Alphabet für die Spalte Name. Die Bezeichnungen folgen auch bei Lemmas mit deutschen Überschriften dem italienischen Original. Ihnen üblicherweise vorangestellte Gebäudetypenbezeichnungen wie chiesa, basilica etc. werden durchgängig nicht aufgeführt. Im Versuch, deutschsprachige Lesegewohnheiten aufzunehmen, sind hierbei ebenfalls nicht die Variationen von „San“, „Sant’“, „Santa“ u.ä. sondern erst der nachfolgende Name des Patroziniums bestimmend, und bei gleichen Namen werden wiederum Präpositionen wie „al“, „del“ etc. vernachlässigt und der Anfangsbuchstabe des folgenden Wortes sind bestimmend für die Reihenfolge (z.B. „Sant’Andrea delle Fratte“ deshalb vor „Sant’Andrea della Valle“).

Alphabetisch sortierte Liste __NOTOC__

A Name Bild Baujahr Bemerkung Sant’Agata dei Goti 100px|links ca. 4. Jahrhundert Sant’Agata dei Goti (, auch Sant’Agata in Subura genannt) ist Titelkirche eines Kardinaldiakons und steht am Osthang des Viminal im antiken Stadtteil Subura, heute Rione Monti, wo die Via Mazarino und die Via Panisperna sich kreuzen. Sant’Agnese in Agone 100px|links 1672 Sant’Agnese in Agone (ital.; dt.: hl. Agnes in Agone – von der früheren Bezeichnung der Piazza Navona als Piazza in Agone, lat.: Ecclesia Sanctae Agnetis in Agone) im Stadtteil Parione, dem Rione VI ist eine Rektoratskirche der Pfarrei San Lorenzo in Damaso und Titelkirche des Kardinaldiakons von Sant’Agnese in Agone. (Titelinhaber ist seit 22. Februar 2014 Gerhard Ludwig Müller (bis Juli 2017 Präfekt der Glaubenskongregation).) Sant’Agostino in Campo Marzio 100px|links 1479 seit 1587 Titelkirche der Stadt Rom und seit 1999 Basilica minor Santi Ambrogio e Carlo 100px|links 1684 Santi Ambrogio e Carlo, auch San Carlo al Corso, Titelkirche und Basilica minor, liegt an der Via del Corso. Gestiftet von der Erzbruderschaft der Lombarden (Arciconfraternita dei Lombardi), war Anlass für den Bau der Kirche die im Jahr 1610 erfolgte Heiligsprechung von Karl Borromäus. Die Kirche stellt mit ihrer Größe, ihrem lichtdurchfluteten Inneren, dem polychromen Marmor, vergoldetem Stuck und den zahlreichen allegorischen Fresken eines der herausragenden barocken Bauwerke Roms dar und erstrahlt, nachdem aufwendige Restaurierungsarbeiten vor einigen Jahren abgeschlossen wurden, in neuem Glanz. Sant’Ambrogio della Massima 100px|links 1634 Sant’Ambrogio della Massima (lat.: Sancti Ambrosi de maxima), kleine Klosterkirche und Sitz der Generalkurie der Benediktinerkongregation von Subiaco. In ihrer heutigen Gestalt stammt sie aus dem frühen 17. Jahrhundert, steht aber auf antiken Gebäuderesten. Sie enthält einige bedeutende Kunstwerke. Sant’Anastasia al Palatino 100px|links 4. Jahrhundert Titelkirche der römisch-katholischen Kirche im Rang einer Basilica minor Santi Andrea e Bartolomeo al Laterano 100px|links um 1642 Santi Andrea e Bartolomeo al Laterano, in Rom auch Sant’Andrea in Laterano, kleine Kirche, die über einem oder mehreren Vorgängerbauten im 17. Jahrhundert errichtet wurde und ein sehr altes Marienbild enthält. Sant’Andrea al Quirinale 100px|links 1678 Titelkirche von Odilo Pedro Kardinal Scherer und Rektoratskirche der Pfarrei San Vitale Sant’Andrea delle Fratte 100px|links 17. Jahrhundert Titelkirche u. a. mit den Gräbern Rudolf Schadows und Angelika Kauffmanns sowie zwei Marmorstatuen Gian Lorenzo Berninis Santi Andrea e Gregorio al Monte Celio 100px|links um 1000 Titelkirche, Klosterkirche der Kamaldulenser, in der 1130 die Wahl von Innozenz II. stattfand Sant’Andrea degli Scozzesi 100px|links um 1592 Sant’Andrea degli Scozzesi, kleine – heute entweihte – Kirche, war schottische Nationalkirche und Kirche des schottischen Priesterseminars. Sie entstand im ausgehenden 16. Jahrhundert, erhielt im 17. Jahrhundert ihr jetziges Aussehen und ist heute im Besitz der Fondazione Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde. Sant’Andrea della Valle 100px|links 1622 Mutterkirche des Theatinerordens und Titelkirche; nach dem Petersdom hat sie die zweitgrößte Vierungskuppel Sant’Angelo in Pescheria 100px|links 755 oder 770 Sant’Angelo in Pescheria (lat. Santi Angeli in Foro Piscario) steht teilweise auf antiken Überresten, der Rest der Portikus der Octavia dient ihr als offener Vorraum. Klosterkirche der Caraccioliner und Titelkirche, enthält zahlreiche Reliquien. Bekannt ist sie daneben noch für ihre Ausstattung mit Kunstwerken verschiedener Jahrhunderte. Sant’Anselmo all’Aventino 100px|links 1900 Benediktiner ließen die Kirche nach Plänen von Hildebrand de Hemptinne und Francesco Vespignani in den Jahren 1892 bis 1896 errichten, am 11. November 1900 die Weihe durch Kardinalstaatssekretär Mariano Rampolla del Tindaro. Die schlichte, dreischiffige Basilika, die von grauen ionischen Säulen getragen wird, ist lediglich in der Apsis mit Mosaiken verziert. Die Kirche liegt im Stadtteil XII (Ripa) an der Piazza di Sant’Anselmo. Sant’Antonio dei Portoghesi 100px|links 1676 Sant’Antonio dei Portoghesi, in Rom häufiger Sant’Antonio in Campo Marzio (lat.: Sancti Antonii in Campo Martio) ist Nationalkirche der Portugiesen und wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Bekannt ist sie vor allem für ihre Fassadengestaltung. Sant’Apollinare alle Terme Neroniane-Alessandrine 100px|links Anfang 8. Jahrhundert Die Titelkirche und Basilica minor war früher Pfarrkirche und zudem Kollegiumskirche des benachbarten Collegium Germanicum et Hungaricum sowie des Pontificio Seminario Romano Minore. Seit 1990 ist sie Universitätskirche der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz. Santi XII Apostoli 100px|links um 560 Santi Apostoli, auch Santi XII Apostoli (), Basilica minor, im 6. Jahrhundert gegründet und bis 1827 mehrfach erneuert und ergänzt. Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrgemeinde sowie Titelkirche, enthält u. a. die Grabstätten von Papst Clemens XIV., vier Kardinälen und des Komponisten Girolamo Frescobaldi. Die Kirche war die Familienkirche der römischen Familie Colonna und gilt als . Sant’Atanasio dei Greci 100px|links 1583 Sant’Atanasio dei Greci wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet und unterstand im Lauf der Zeit verschiedenen Orden. Sie ist Kirche des Pontificio Collegio Greco und Titelkirche.

B Name Bild Baujahr Bemerkung Bambin Gesù 100px|links erste Hälfte 18. Jahrhundert Klosterkirche der Congregazione delle Suore Oblate del Bambino Gesù, einer Oblatinnenkongregation nach augustinischer Regel Santa Barbara alla Regola 100px|links 11. Jahrhundert Santa Barbara alla Regola, in Rom allgemein Santa Barbara dei Librai genannt, hat ihre heutige Gestalt seit dem späten 17. Jahrhundert. Zunftkirche der Buchhändler (ital.: Librai) und war im 16. Jahrhundert für einige Jahrzehnte Titelkirche. Santi Bartolomeo ed Alessandro dei Bergamaschi 100px|links 1591 Santi Bartolomeo ed Alessandro dei Bergamaschi an der Piazza Colonna, neben dem Palazzo Ferrajoli ist den Heiligen Bartholomäus und Alexander von Bergamo geweiht und die Nationalkirche der Bergamasken in Rom. Ursprünglich trug sie den Namen Santa Maria della Pietà, der sich auf das Relief oberhalb des Portals bezog. San Bartolomeo all’Isola 100px|links um das Jahr 1000 Kirche ist seit 2002 Gedenkstätte der Märtyrer des 20. Jahrhunderts San Benedetto in Piscinula 100px|links 11. Jahrhundert seit 2003 der geistlichen Gemeinschaft der Herolde des Evangeliums (Evangelii Praecones; EP), einer Vereinigung päpstlichen Rechts, zur Nutzung anvertraut San Benedetto della Ciambella 100px|links erste Hälfte 17. Jahrhundert Die kleine Kirche ist nicht als eigenes Gebäude errichtet, sondern in das umgebende Haus integriert. San Bernardino da Siena 100px|links Anfang 17. Jahrhundert seit 2003 offizielle Gemeindekirche in Rom ansässiger Chinesen römisch-katholischen Glaubens, steht auf Resten antiker Bebauung, bekannt für ihre Ausstattung mit Fresken San Bernardo alle Terme 100px|links 1594 Klosterkirche der Zisterzienser, Titelkirche und ehemalige Pfarrkirche Santa Bibiana 100px|links 1220 Santa Bibiana gilt in mehrfacher Hinsicht als bemerkenswert: Die Fassade war der erste größere Architekturauftrag für Gian Lorenzo Bernini; von ihm stammt auch der Hochaltar mit der Skulptur der Titelheiligen; und hier hat Pietro da Cortona den frühesten Freskenzyklus in seinem neuen Stil ausgeführt. San Bonaventura al Palatino 100px|links ab 17. Jahrhundert auch San Bonaventura alla polveria, im 19. Jahrhundert renoviert und leicht verändert, kleine Klosterkirche der Franziskaner, verwahrt eine Reihe an Reliquien. Santi Bonifacio e Alessio 100px|links etwa ab 7. Jahrhundert Santi Bonifacio e Alessio (lat. Sancti Bonifatii et Alexii), kurz meist Sant’Alessio, ist eine Basilika und eine Titelkirche, die den hll. Bonifatius von Tarsus und Alexius von Edessa geweiht ist und auf dem Aventin steht, dem südlichsten der sieben Hügel Roms, der heute zum Stadtteil Ripa gehört. Dieser XII. Stadtteil zeigt im Wappen ein weißes Schiffssteuerrad als Reminiszenz an den alten Tiberhafen. Santa Brigida 100px|links Beginn des 15. Jahrhunderts Santa Brigida, die Kirche war Nationalkirche der Schweden und ist heute Klosterkirche des sog. Schwedischen Zweiges des Erlöserordens. Bufalini-Kapelle 100px|links frühe 1480er Bufalini-Kapelle oder auch Kapelle des heiligen Bernhardin von Siena in der Basilika Santa Maria in Aracoeli in Rom ist wegen des Freskenzyklus von Pinturicchio berühmt. Sie zählt zu den bedeutendsten Kapellen, die in der Zeit der Frührenaissance in Rom gestaltet wurden. Die Kapelle, die erste im rechten Seitenschiff, ist dem heiligen Bernhardin von Siena geweiht und wird auch nach ihrem ersten Stifter Nicolò di Manno Bufalini Bufalini-Kapelle genannt.

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