Ensembles Haidhausen. Der Bereich von Haidhausen in seiner Ausdehnung zwischen Kirchenstraße, Preysingstraße, Steinstraße bis hin zum Maximilianeum ist ein Ensemble. Er ist anschauliches Beispiel für die sukzessive Umwandlung einer ursprünglichen Dorf- und Vorstadtsituation in ein städtisches Quartier, wobei das frühe und mittlere 19. Jahrhundert neue bauliche Strukturen schafft, das späte 19. Jahrhundert alte Linien in der Bebauung belässt, aber überformt und städtebaulich erst pointiert. (E-1-62-000-22)
Ostbahnhofviertel. Das ab 1870 angelegte Ostbahnhofviertel ist das bedeutendste Beispiel des geometrischen Städtebaus der Gründerzeit in München. Als einheitlich geplantes und bebautes Stadterweiterungsgebiet und als deutlich nach außen begrenztes und in sich geschlossenes Quartier mit den Merkmalen starker räumlicher und architektonischer Homogenität bildet es ein Ensemble. Über die historischen und ästhetischen Qualitäten hinaus zeichnet sich der satellitenartige Stadtteil durch ausgeprägte urbane Eigenschaften aus, Faktoren, deren Entstehen zwar nicht ursächlich, aber doch in entscheidender Mitwirkung durch die strukturell vorgegebenen architektonischen Bezugsfunktionen und die deutlichen Orientierungsqualitäten der Raum- und Architekturphysiognomie erklärbar sein dürften. Auf dem Hintergrund gleichzeitiger und in etwa flächengleicher Stadterweiterungsprojekte in Deutschland nimmt das Ostbahnhofviertel eine einmalige Stelle ein. Mit seinen Straßen- und Platznamen erinnert das Ostbahnhofviertel an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, was ihm auch die Bezeichnung „Franzosenviertel“ eingebracht hat. (E-1-62-000-48)
Prinzregentenstraße links und rechts der Isar. Die Prinzregentenstraße in ihrem Verlauf zwischen Prinz-Carl-Palais im Westen und Richard-Strauss-Straße/Leuchtenbergring im Osten ist ein Ensemble von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Es ist anschauliches Beispiel einer großstädtischen Hauptstraße, in der eine Monumentalstraße vom Typus barocker Prospektstraßen mit den Prinzipien des malerischen Städtebaus und seinen wechselvollen Bild-Situationen verbunden ist, wobei auch in vorbildlicher Weise eine künstlerische Beziehung zwischen Stadt und Fluss gewonnen werden konnte. Die besondere städtebauliche Leistung erschließt sich in den wechselnden Bildern einer Art Straßen-Landschaft von beträchtlicher Längenausdehnung vor allem im Bewegungsablauf durch den gesamten Straßenzug links und rechts der Isar, wobei das Friedensdenkmal oberhalb der Luitpoldterrasse eine Gelenkfunktion einnimmt. (E-1-62-000-54)
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Einzelnachweise
! Haidhausen