mini|hochkant=1.3|Derek Bell im Ferrari Dino 166 F2 beim Training zum Eifelrennen 1969 am Nürburgring
Der Ferrari Dino 166 F2 war ein Formel-2-Rennwagen der späten 1960er Jahre.
Entstehung und Renneinsätze Die Aktivitäten der Scuderia in der Formel 2 blieben begrenzt. Ferrari hatte schon Monopostos nach Formel-2-Reglement gebaut, dies aber nur dann, wenn die Formel-1-Weltmeisterschaft (teilweise in den 1950er Jahren) auf Basis der Formel 2 ihre Rennen austrug.
1967 wurde die Formel-2-Europameisterschaft als eigene Rennserie eingeführt. Für diese Serie wurde der Ferrari Dino 166 F2 entwickelt. Der Wagen hatte einen 6-Zylinder-Motor, dessen Basis der Dino-V-6 aus dem Straßenfahrzeug war. Das Chassis bestand aus Rohren und Blechen. Die Scuderia brachte den Dino 1967 nur ein einziges Mal an den Start eines Rennens. 1968 wurden die Bemühungen ernsthafter. Der Motor wurde mit 24 Ventilen bestückt, der Wagen überarbeitet. Ernesto Brambilla und Derek Bell wurden Dritter und Vierter in der Meisterschaft.
Ende 1969 lief das Formel-2-Programm aus. Bell wurde Fünfter und Brambilla Achter in der Meisterschaft. Der Wagen fand allerdings noch kurze Zeit Verwendung. Andrea de Adamich fuhr damit zum Jahreswechsel 1969/1970 die argentinische Temporada, eine Serie für Monoposto-Fahrzeuge, allerdings ohne großen Erfolg. Dass der Wagen grundsätzlich konkurrenzfähig war, zeigte Chris Amon mit seinem Gesamtsieg bei der Tasman-Serie im Frühjahr 1969.
Technische Daten mini|Ein Ferrari Dino 166 F2 auf der Retromobile 2024 (Paris) ! Kenngrößen Ferrari Dino 166 F2Ferrari.com. Abgerufen am 1. Mai 2020. Motor Ferrari-V-Sechszylinder (65°),Mittelmotor (längs hinter dem Fahrer) Hubraum (Bohrung × Hub) 1596,25 cm³ (86 × 45,8 mm) Verdichtung 11,0 : 1 Höchstleistung 200 PS (147 kW) bei 10.000/minDie Webseite ultimatecarpage.com/spec/895/Ferrari-Dino-166-F2, der auch die Maße entnommen sind, nennt eine Höchstleistung von 210 PS (157 kW) bei 10.500/min. Ventilsteuerung 2 obenliegende Nockenwellen je Zylinderbank, 3 Ventile je Zylinder Gemischaufbereitung Lucas indirekt Schmierung Trockensumpf Kraftübertragung 5-Gang-Getriebe, Hinterradantrieb Chassis und Karosserie Semimonocoque und Stahlrohrrahmen mit aufgenieteten Aluminiumplatten Radaufhängung vorn und hinten doppelte Querlenker (unterschiedlich lang), innenliegende Schraubenfedern und Stoßdämpfer, Stabilisator Lenkung Zahnstangenlenkung Bremse Scheibenbremsen Radstand 2220 mm Spurweite vorn/hinten 1405 mm/1425 mm Länge des Fahrzeugs 3449 mm Reifengröße vorn – hinten 550/950 ×13 – 600/1200 × 13 Tankinhalt 110 Liter Leergewicht (ohne Fahrer) 425 kg
Anmerkung
Weblinks
Einzelnachweis
Kategorie:Formel-2-Rennwagen Kategorie:Historischer Rennwagen Dino 166F2