Bachmühle (fränkisch: Booch-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 44. Dort folgendermaßen transkribiert: „bōchmìl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bachmühle liegt in der Gemarkung Schlauersbach.

Geografie Die Einöde liegt am Ziegendorfer Bach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Der Ort ist eingebettet zwischen Hackerleite und Sandleite, in der Nähe befindet sich der Neuendettelsauer Wald mit seiner höchsten Erhebung von (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ziegendorf (1,3 km nördlich) bzw. nach Schlauersbach zur Staatsstraße 2223 (0,8 km südlich).

Geschichte Um 1710/15 wurde Bachmühle gegründet. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1718 als „die neue Mühl hinter dem Dorf“.J. G. Vetter zitiert nach M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 326. 1741 hieß sie „Hinder-Mühl“ und seit 1820 „Bachmühle“.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Bachmühle zur Realgemeinde Schlauersbach. Die Mühle hatte das brandenburgisch-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Bachmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 17 des Ortes Schlauersbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 908. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bachmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Immeldorf und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Immeldorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Bachmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Schlauersbach umgemeindet. Am 1. April 1971 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Lichtenau eingegliedert.

Die ursprüngliche Mühle ist nicht erhalten geblieben.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 9 5 7 5 7 9 12 5 4 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Bachmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter (Petersaurach) gepfarrt, seit 1812 ist die Pfarrei St. Georg (Immeldorf) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.

Bilder

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1718