Hammerschmiede (fränkisch: Hamma-schmidnE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 91. Dort folgendermaßen transkribiert: „haməʳschmidn“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hammerschmiede liegt in der Gemarkung Aich.

Geografie Die Einöde Hammerschmiede ist die erste an der Aurach gelegenen Mühle. Im Nordosten befindet sich der Hirtenbuck (). An der Hammerschmiede führt die Staatsstraße 2410 vorbei, die zur Anschlussstelle 54 der Bundesautobahn 6 bzw. zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 14 führt. Durch eine Gemeindeverbindungsstraße gelangt man nach Geichsenhof (0,6 km südlich) bzw. nach Aich (0,3 km nordwestlich).

Geschichte mini|270px|Hammerschmiede 1842 Der Ort wurde im Salbuch des Heilsbronner Klosters von 1402 als „molendium“ erstmals urkundlich erwähnt.M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 369. 1708 wurde sie von Johannes Schäff aus Wallersdorf erworben, der sie zur Hammerschmiede ausbaute. Bis 1799 blieb sie im Besitz der Familie Schäff. Zu diesem Zeitpunkt war Margarete Schäff zur Witwe geworden und heiratete den Schmiedegesellen Johann Adam Dörflein.H. Rößler (Hrsg.): Unter Stroh- und Ziegeldächern, S. 126 ff.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hammerschmiede zur Realgemeinde Aich. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hammerschmiede bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 26 des Ortes Aich.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 827. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 975.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hammerschmiede dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Aich und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Aich zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

1904 wurde das Anwesen versteigert, weil sich der damalige Besitzer Johann Georg Dörflein übernommen hatte. Der neue Besitzer Friedrich Wäger legte die Hammerschmiede still und nutzte die Mühle nur noch als Schrotmühle. Konrad Rottler, der Enkelsohn des Friedrich Wäger, willigte 1976 in die Stilllegung der Mühle ein, damit ein Straßendamm für die Staatsstraße 2410 errichtet werden konnte.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Neuendettelsau eingemeindet. Der Ort besteht heute aus einem Bauernhof und der ehemaligen Mühle.

Bau- und Bodendenkmäler Hier gab es eine Siedlung der Jungsteinzeit. Hammerschmiede 3: Scheune

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2007 2013Einwohner 12 14 6 10 3 12 18 8 6 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1840 werden diese als Häuser und in den Jahren 1836 und von 1885 bis 1961 als Wohngebäude bezeichnet. 1 2 2 1 2 2 2 Quelle auf: neuendettelsau.eu Gemeindeverwaltung Neuendettelsau (Hrsg.): Neuendettelsau. Informationen, Behördenwegweiser. Neuendettelsau 2014, S. 7.

Religion Hammerschmiede ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt, später war die Pfarrei Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) zuständig, seit 1992 ist es die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Neuendettelsau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1402 Kategorie:Ort an der Aurach (Rednitz)