mini|New-Yorker-Zentrale in Braunschweig mini|New-Yorker-Filiale in Braunschweig

Die New Yorker SE (Eigenschreibweise: NEW YORKER) ist die Konzernobergesellschaft eines Textileinzelhändlers mit Hauptsitz in Braunschweig.

Der Konzern befand sich bis zu seinem Tod im November 2024 vollständig im Besitz von Friedrich Knapp. Gesellschafter sind nunmehr seine Töchter Sophie Olga Rantzau Knapp (* 1995), Flora Knapp (* 2002) und Lola Knapp (* 2009) zu jeweils einem Drittel. Die Anteile werden indirekt über eine österreichische Beteiligungsgesellschaft gehalten.

Geschichte Im Jahr 1971 eröffneten Tilmar Hansen und Michael Simson die erste New-Yorker-Filiale als Jeansgeschäft in der Flensburger Innenstadt. Später kam Friedrich Knapp dazu, der in Braunschweig ein Jeansgeschäft („Jeans Fritz“) hatte. Von da an hieß die Firma SHK-Jeans GmbH. Im Jahr 1990 verließ Simson das Unternehmen wieder und war nur noch als Eigentümer einiger Immobilien, in denen sich New-Yorker-Filialen befanden, mit dem Unternehmen in Kontakt. 1992 wurde die Marke „Fishbone“ eingeführt, die aus einer Damen- und einer Herrenlinie besteht. Zwei Jahre später, 1994, wurde in Linz in Österreich die erste ausländische Filiale eröffnet. Am 1. September 2001 ließ sich der Gründer Tilmar Hansen auszahlen und verließ das Unternehmen.

Für die große Filiale in Braunschweigs Innenstadt im Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Adolf Frank wurde im Jahr 2007 eine LED-Wand mit einer Fläche von 85 Quadratmetern an die Fassade montiert, auf der neben Eigenwerbung des Unternehmens auch Kulturereignisse, Sport- und Musikveranstaltungen, Nachrichten u. ä. gezeigt werden. Das Projekt umfasste außerdem eine Sanierung des Gebäudes selbst, welches nach dem Umbau ein „Geschäftshaus für junge Mode“ sein soll. In: newsclick.de, 12. September 2007.

New Yorker ist seit November 2011 Eigentümer der FFC Sportmanagement GmbH & Co. KG, die die American-Football-Mannschaft New Yorker Lions betreibt. In: newyorker-lions.de, 26. November 2011.

Diese wurde schrittweise nach seinem Tod und dem Rückzug aufgelöst, die New Yorker Lions wurden wieder in Braunschweig Lions umbenannt und in den 1. FFC Braunschweig e.V. zurückgeführt.

2014 wurden nahezu ⅔ des Umsatzes im Ausland erzielt. Stand 2025 besaß das Unternehmen über 1300 Filialen in über 45 Ländern.

Das Sortiment besteht aus den Eigenmarken fishbone (oder auch FSBN), smog, ICONO und Black Squad (Männerbekleidung) sowie fishbone sister und amisu (Damenbekleidung) und censored (Unterwäsche und Schwimmbekleidung).

Kritik Im Februar 2015 wurde das Unternehmen mit dem Vorwurf konfrontiert, gezielt gegen die Gründung von Betriebsräten vorzugehen. Die Frankfurter Rundschau berichtete diesbezüglich in Verbindung mit der Schließung der Filiale in Offenbach am Main. So soll die dortige Filiale kurz nach Gründung eines Betriebsrates in eine externe Gesellschaft (New Yorker Outlet GmbH) ausgegliedert und schließlich liquidiert worden sein.Silvia Bielert: New-Yorker: Betriebsrat unerwünscht? In: fr-online.de, 25. Februar 2015, abgerufen am 7. August 2016. Auch die Filiale in Hannover ist 2019 im Zusammenhang mit der Gründung eines Betriebsrats geschlossen worden, um kurz darauf wieder zu eröffnen.

Im November 2017 wurden Offshore-Aktivitäten des Unternehmens im Rahmen der „Paradise Papers“-Recherchen bekannt. Demnach wurde versucht, die Flugzeuge des Unternehmens über Mittelsmänner steuerlich auf den Kaiman-Inseln zu betreiben.

Weblinks

Website von New Yorker

Belege

Kategorie:Unternehmen (Braunschweig) Kategorie:Handelsunternehmen (Textilbekleidung) Kategorie:Unternehmensgründung 1971