Lolland Kommune ist eine Kommune in Dänemark. Sie befindet sich auf der gleichnamigen Insel Lolland in der Region Sjælland im Süden des Landes und wurde im Jahre 2007 im Zuge einer Verwaltungsreform gegründet. Bis 1970 umfasste das Gebiet die Harden Fuglse Herred, Lollands Nørre Herred und Lollands Sønder Herred im damaligen Maribo Amt, aus denen danach die Kommunen Holeby Kommune, Højreby Kommune, Maribo Kommune, Rødby Kommune, Nakskov Kommune, Rudbjerg Kommune und Ravnsborg Kommune im Storstrøms Amt gebildet wurden, die im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der neuen Kommune in der Region Sjælland aufgegangen ist.

Daten und Fakten Die Fläche der Gemeinde beträgt  km². Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortschaft Maribo. Die Einwohnerzahl ist rückläufig: Von fast 49.000 zum Zeitpunkt der Gebietsreform ging sie auf knapp 41.000 im Jahr 2018 zurück.Städtestatistik Dänemark. Abgerufen am 4. November 2018

Zu beachten ist, dass die Gemeinde nur den mittleren und westlichen Teil der Insel Lolland (etwa 1300 km²) umfasst, während der östliche Teil (die alten Kommunen Sakskøbing und Nysted sowie Toreby Sogn als Teil der alten Kommune Nykøbing Falster) zusammen mit der Insel Falster die neue Großgemeinde Guldborgsund Kommune bilden.

Ortschaften Die bevölkerungsreichste Ortschaft ist Nakskov mit 12.661 Einwohnern (Stand 2018). Weitere Ortschaften der Kommune Lolland sind Holeby, Langø, Maribo, Nørreballe, Rødby und der Fährhafen Rødbyhavn.

Verkehr Durch das Gemeindegebiet führt im Verlauf der Vogelfluglinie die international bedeutende Eisenbahn- und Straßenverbindung von Hamburg nach Kopenhagen.Reisebericht Vogelfluglinie bei Geo-Community. Abgerufen am 4. November 2018 Durch die Privatbahn Lokaltog sind auf der Bahnstrecke Nykøbing F–Nakskov mehrere Gemeindeteile im Norden (unter anderem Nakskov und Maribo) an die Vogelfluglinie angeschlossen. Eine halbstündig fahrende Fähre verbindet den deutschen Ort Puttgarden in Schleswig-Holstein mit Rødbyhavn.Fährverbindung Puttgarden - Rødbyhavn. Abgerufen am 4. November 2018

Politik und Kultur Bei den Kommunal- und Regionalratswahlen am 21. November 2017 konnten aufgrund der gesunkenen Bevölkerungszahl nur noch 25 Ratsmitglieder (anstelle von 31 bei den Wahlen 2005, 2009 und 2013) in den Stadtrat gewählt. Die Sitzverteilung beträgt 11 Sitze für die Sozialdemokraten, 5 für die konservativ-liberale Venstre und 3 für die Dansk Folkeparti. Die übrigen 6 Sitze gingen an kleinere Gruppierungen. mini|Fundstätte des Männergrabs von Hoby Bürgermeister ist Holger Schou Rasmussen von den Sozialdemokraten, stellvertretenden Bürgermeister Henrik Høegh von den Konservativ-Liberalen Venstre.. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch) Henrik Høegh war Minister in der Regierung Lars Løkke Rasmussen I.

Die Kommune koordiniert mit einer eigenen Stabsstelle die öffentlichen Bibliotheken und die beiden Musikschulen im Gemeindegebiet und entwickelt und unterstützt kulturelle Initiativen und Freizeitangebote.. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch)

Archäologie Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die archäologische Fundstätte des eisenzeitlichen Männergrabs von Hoby.Pressemitteilung des Nationalmuseums Kopenhagen vom 4. September 2012. Abgerufen am 4. November 2018 (dänisch) Seite 6. Abgerufen am 4. November 2018

Kirchspielsgemeinden und Ortschaften Auf dem Gemeindegebiet liegen die folgenden Kirchspielgemeinden (dän.: Sogn) und Ortschaften mit über 200 Einwohnern (byer nach Definition der dänischen Statistikbehörde), bei einer eingetragenen Einwohnerzahl von Null hatte der Ort in der Vergangenheit mehr als 200 Einwohner.

Nr.KirchspielEinwohner Ortschaft Einwohner 28 Arninge Sogn 12 Askø Sogn 20 Avnede Sogn 18 Bandholm Sogn Bandholm 11 Birket Sogn Birket<ref name=" 13 Branderslev Sogn Branderslev<ref name=" 36 Bursø Sogn 39 Dannemare Sogn Dannemare 52 Errindlev Sogn 1. Juli 2022:477 Errindlev 48, 51, 52 Errindlev-Olstrup-Tågerup Sogn Errindlev 5 Fejø Sogn Vesterby 6 Femø Sogn 45 Fuglse Sogn 1. Oktober 2025: 423 37/45/49 Fuglse-Krønge-Torslunde Sogn 40 Gloslunde Sogn 29 Græshave Sogn 21 Gurreby Sogn 1. Oktober 2016: 62 16 Halsted Sogn 8 Herredskirke Sogn 1. Juli 2016: 134 34 Hillested Sogn Hillested 44 Holeby Sogn Holeby 4/15/54 Horslunde Sogn Horslunde 25 Hunseby Sogn Anderstrup 1. Januar 2006: 371 Hunseby 26 Kappel Sogn 37 Krønge Sogn 1. Oktober 2025: 83 1 Købelev Sogn 1. Oktober 2020: 249 1/2 Købelev-Vindeby Sogn 30Landet Sogn 53 Langø Sogn Langø 9 Løjtofte Sogn 1. Juli 2016: 128 35 Maribo Domsogn Maribo 42 Nebbelunde Sogn 1. Oktober 2024: 137 15 Nordlunde Sogn 1. Oktober 2024: 88 54 Nøbbet Sogn 1. Oktober 2024: 288 51 Olstrup Sogn 1. Juli 2022: 150 47 Ringsebølle Sogn 1. Oktober 2024: 229 31 Ryde Sogn 42/43/46/47 Rødby Sogn Rødby 50 Rødbyhavn Sogn Rødbyhavn 7 Sandby Sogn Sandby 19 Sankt Nikolai Sogn Nakskov 22 Skovlænge Sogn 1. Oktober 2016: 193 33 Skørringe Sogn 17 Stokkemarke Sogn Stokkemarke 14 Stormarks Sogn Nakskov 43 Sædinge Sogn 1. Oktober 2024: 375 23 Søllested Sogn 1. Oktober 2016: 1.485 21/22/23 Søllested-Skovlænge-Gurreby Sogn Søllested 38 Tillitse Sogn 41 Tirsted Sogn 49 Torslunde Sogn 1. Oktober 2025: 151 48 Tågerup Sogn 1. Juli 2022: 150 3 Utterslev Sogn 1. Juli 2016: 504 3/8/9 Utterslev-Herredskirke-Løjtofte Sogn Utterslev 32 Vejleby Sogn 27 Vestenskov Sogn 10 Vesterborg Sogn 2 Vindeby Sogn 1. Oktober 2020: 184 24 Østofte Sogn Nørreballe Birket hatte 2015 erstmals weniger als 200 Einwohner, Branderslev erstmals 2023. Mit der Ausweitung der Besiedlungsflächen wurde die Ortschaft Anderstrup vom Amt für Statistik seit der Kommunalreform 2007 zur Stadt Maribo gerechnet. Die Ortschaft Vesterby auf der Insel Fejø hatte 2004 noch 247 Einwohner, seit 2006 wird die Einwohnerzahl von Danmarks Statistik nicht mehr ausgewiesen. Am 27. November 2016 gingen Gurreby Sogn, Skovlænge Sogn und Søllested Sogn im Søllested-Skovlænge-Gurreby Sogn auf. Am 1. August 2016 gingen Herredskirke Sogn, Løjtofte Sogn und Utterslev Sogn im Utterslev-Herredskirke-Løjtofte Sogn auf. Am 29. November 2020 gingen Købelev Sogn und Vindeby Sogn im Købelev-Vindeby Sogn auf. Die Einwohnerzahl von Utterslev lag 2022 erstmals unter 200 Die Gemeinden Errindlev Sogn, Olstrup Sogn und Tågerup Sogn wurden am 1. Juli 2022 zum Errindlev-Olstrup-Tågerup Sogn zusammengelegt. Die Gemeinden Fuglse Sogn, Krønge Sogn und Torslunde Sogn (Lolland Kommune) wurden am 1. Januar 2026 zum Fuglse-Krønge-Torslunde Sogn zusammengelegt. Rødby Sogn wurden am 1. Dezember 2024 um die ehemals selbständigen Kirchspiele Ringsebølle Sogn, Nebbelunde Sogn und Sædinge Sogn erweitert. Horslunde Sogn wurden am 1. Dezember 2024 um die ehemals selbständigen Kirchspiele Nøbbet Sogn und Nordlunde Sogn erweitert.

Soweit Sogne zusammengelegt wurden, bezieht sich das nur auf die kirchlichen Belange. In ihrer Eigenschaft als Matrikelsogne, also als Grundbuchbezirke der Katasterbehörde Geodatastyrelsen, wirken sich seit Abschaffung der Hardenstruktur 1970 solche Änderungen nicht mehr aus.

Einzelnachweise

Weblinks

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