mini|Sridevi, 2013. Sridevi (* 13. August 1963 in Sivakasi, Madras; † 24. Februar 2018 in Dubai) war eine indische Filmschauspielerin. Sie trat in etwa 300 Filmen in verschiedenen indischen Filmindustrien auf und war eine der erfolgreichsten indischen Schauspielerinnen des kommerziellen Hindi-Films der 1980er und 1990er Jahre.

Leben mini|Sridevi, 2012. Sie wurde als Shree Amma Yangerhttps://web.archive.org/web/20130905112940/http://zeenews.india.com/entertainment/celebrity-profile/Sridevi-.htm im damaligen südindischen Bundesstaat Madras (heute Tamil Nadu) geboren. Die Muttersprache des Vaters Ayyappan war Tamil und die der Mutter RajeswariSon of Cancer Patient Says Family Sought the Best Care in The New York Times vom 16. November 1995 Telugu. Sridevis engere Muttersprache war Tamil, jedoch wuchs sie quasi zweisprachig auf.

Sie begann ihre Karriere als Kinderdarstellerin in südindischen Regionalproduktionen. Ihr erster Film war A. P. Nagarajans Kandan Karunai (1967); eine tamilische Produktion mit Sivaji Ganesan, Gemini Ganesan und J. Jayalalithaa, in der sie die Gottheit Murugan als Kind darstellte. Bereits 1976 in K. Balachanders Moondru Mudichu und 1977 in dem Debütfilm des Regisseurs Bharathiraja Pathinaru Vayathinile spielte sie neben den Darstellern Kamal Haasan und Rajnikanth. Im Telugu-Film machte sie insbesondere durch ihre Hauptrolle in K. Raghavendra Raos Vetagadu (1979) an der Seite N. T. Rama Raos, eines der bedeutendsten Schauspieler der Filmindustrie in Andhra Pradesh, auf sich aufmerksam.

Mit Kamal Haasan bildete sie in 23 Filmen eines der erfolgreichsten Leinwandpaare des südindischen Kinos, darunter in Balu Mahendras Moondram Pirai (1982). Der tamilische Film um einen Lehrer, der eine geistig verwirrte Frau aus einem Bordell rettet, wurde 1983 vom selben Regisseur mit denselben Darstellern unter dem Titel Sadma als Hindi-Remake neu gefilmt. Der ebenfalls 1983 entstandene Film Himmatwala von K. Raghavendra Rao markiert Sridevis Durchbruch im Hindi-Film. Sie spielte in diesem Gesellschaftsdrama zusammen mit Jeetendra, der noch häufig ihr Filmpartner wurde. Fortan prägten überwiegend Hindi-Produktionen das Filmschaffen Sridevis.

Mit der weiblichen Hauptrolle einer Journalistin in Shekhar Kapurs Mr. India (1987) erlangte sie einen Solo-Erfolg; der von ihr dargestellte Filmsong Hawa Hawaii wurde in Mira Nairs Salaam Bombay! zitiert. An der Seite von Chiranjeevi in K. Raghavendra Raos Jagadeka Veerudu Atiloka Sundari (1990) und neben Venkatesh Daggubati in Ram Gopal Varmas Kshana Kshanam (1991) trat Sridevi noch einmal in bemerkenswerten Telugu-Filmen auf. Ein Karrierehöhepunkt war 1991 auch ihre Hauptrolle in dem Hindi-Drama Lamhe von Yash Chopra, für die sie unter anderem einen Filmfare Award als beste Hauptdarstellerin bekam. Sridevi war in den 1980er und 1990er Jahren die höchstbezahlte Schauspielerin im indischen Film bis Madhuri Dixit sie darin übertraf. 1992 spielte sie mit Amitabh Bachchan in Khuda Gawah von Mukul Anand und mit Anil Kapoor in dem bis dato teuersten indischen Film Roop Ki Rani Choron Ka Raja von Satish Kaushik, der jedoch ein kommerzieller Flop wurde.

Nach ihrer Heirat mit dem Filmproduzenten Boney Kapoor, einem Bruder der Schauspieler Sanjay und Anil Kapoor, und der Geburt zweier Töchter zog sie sich 1997 von der Filmarbeit zurück. Sie moderierte eine 14-täglich ausgestrahlte Fernsehshow und trat in Fernsehwerbungen auf. 2012 gelang ihr ein erfolgreiches Comeback mit dem Film Englisch für Anfänger. Sie wurde dafür 2013 mit dem Stardust Award ausgezeichnet.

Sridevi war Mitglied des Board of Director der Asian Academy of Film and Television.

Sie starb im Februar 2018 im Alter von 54 Jahren, als sie mit ihrer Familie zum Besuch einer Hochzeit in Dubai weilte und dort im Hotel in einer Badewanne alkoholisiert das Bewusstsein verlor und ertrank., deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 26. Februar 2018

Filmografie (Auswahl) mini|hochkant|Sridevi bei der Lakme Fashion Week 2010. 1967: Kandan Karunai 1969: Nam Naadu 1969: Kumara Sambhavam 1970: Swapnangal 1971: Poombatta 1972: Teerthayatra 1973: Jaise Ko Taisa 1975: Julie 1976: Moondru Mudichu 1977: Pathinaru Vayathinile 1978: Solva Sawan 1979: Vetagadu 1981: Meendum Kokila 1982: Moondram Pirai 1983: Himmatwala 1983: Justice Chowdhary 1983: Jaani Dost 1983: Kalakaar 1983: Sadma 1984: Akalmand 1984: Inquilaab 1984: Jaag Utha Insaan 1984: Naya Kadam 1984: Maqsad 1984: Tohfa 1985: Balidaan 1985: Masterji 1985: Sarfarosh 1986: Aakhri Raasta 1986: Bhagwan Dada 1986: Dharam Adhikari 1986: Ghar Sansar 1986: Nagina 1986: Karma 1986: Suhaagan 1986: Sultanat 1987: Aulaad 1987: Himmat Aur Mehnat 1987: Nazrana 1987: Majaal 1987: Joshilay 1987: Jawab Hum Denge 1987: Mr. India 1987: Watan Ke Rakhwale 1988: Sherni 1988: Ram Avtaar 1988: Waqt Ki Awaaz 1988: Sone Pe Suhagaa 1989: Chaalbaaz 1989: Chandni 1989: Guru 1989: Gair Kanooni 1989: Nigahein 1990: Jagadeka Veerudu Atiloka Sundari 1991: Kshana Kshanam 1991: Banjaran 1991: Farishtay 1991: Pathar Ke Insaan 1991: Lamhe 1992: Khuda Gawah 1992: Heer Ranjha 1993: Chandra Mukhi 1993: Gumrah 1993: Gurudev 1993: Roop Ki Rani Choron Ka Raja 1994: Chaand Kaa Tukdaa 1994: Laadla 1996: Im Auftrag der Liebe (Army) 1996: Mr Bechara 1997: Judaai 1997: Kaun Sacha Kaun Jhootha 1999: Devaraagam 2004: Meri Biwi Ka Jawab Nahin 2012: Englisch für Anfänger (English Vinglish) 2016: Mom – Der Ruf nach Vergeltung

Auszeichnungen 1990 Filmfare Award/Beste Hauptdarstellerin für Chaalbaaz 1992 Filmfare Award/Beste Hauptdarstellerin für Lamhe 2013 Stardust Award/Beste Hauptdarstellerin für Englisch für Anfänger

Literatur Sridevi. In Ashish Rajadhyaksha, Paul Willemen: Encyclopaedia of Indian Cinema, S. 219 f.

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Einzelnachweise

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