Martin Wilke (* 2. Juli 1956 in Groß Schönebeck) ist ein deutscher Bildhauer und Grafiker.

Leben und Werk Wilke machte 1975 das Abitur und leistet danach Wehrdienst in der NVA. Von 1978 bis 1984 studierte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1982 entwarf er ein Plakat für die Großplakataktion „Frieden der Welt“ auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz.Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 7/1982, 2. Umschlagseite

Seit dem Studienabschluss ist Wilke in Berlin freischaffend als Bildhauer und Grafiker tätig. Er hatte u. a. einen Werkvertrag mit dem Magistrat von Berlin zur Erarbeitung einer lebensgroßen Skulptur Tänzerin und Pferd. Derartige Verträge erhielten in der DDR viele freischaffende Künstler.Günter Feist (Hrsg.): Kunstdokumentation SBZ/DDR. 1945–1990. DuMont, Köln, 1996; ISBN 3-7701-3846-5, S. 594

Wilke arbeitet mit Vorliebe mit Holz und Sandstein. „Seine grobbehauenen Holzskulpturen sind expressiv in der Form und erinnern in ihrer Ausdrucksstärke an afrikanische Plastik“.Eckhart Gillen, Rainer Haarmann (Hrsg.): Kunst in der DDR. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1990, ISBN 3-462-02068-4, S. 166

Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Bilder Wilkes befinden sich u. a. in der Kunstsammlung Pankow.Wilke, Martin (1956-), auf berlin.museum-digital.de

Werkbeispiele Bildhauerei Vor dir ist Freude die Fülle / Wider alle Folter (vor 1990; abstrakte Freiskulptur, Sandstein, Höhe 1,45 m; Berlin-Weißensee, Grünfläche Wigandstaler Straße 39 a) Sich umarmendes Paar (1987; abstrakte Freiskulptur, Sandstein, Höhe 1,66 m; Berlin-Weißensee, Grünfläche hinter dem Haus Buschallee 96) Sich Sonnende (1987; abstrakte Freiskulptur, Sandstein, 1,65 × 1,15 × 0,80 m; Berlin-Weißensee, Grünfläche hinter dem Haus Buschallee 96) Es gibt keine Geheimnisse? (1987/1991; Eisenguss nach verlorener Form. Höhe 2,20 m)Abbildung im Katalog der Ausstellung Berliner Bildhauer Das Schiff zur Rettung der Unschuld der Kunst (1989; verschiedene Materialien; künstlerischer Entwurf mit Thomas J. Richter; Berlin, vor dem Amtsgebäude Fröbelstraße 17)

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen 1989: Berlin, Galerie Mitte (Holzskulpturen) 1994: Berlin, Galerie im Prater

Gruppenausstellungen 1973: Berlin, Werkstatt-Studio Grafik in der Galerie am Prater 1986: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Erste Ausstellung Berliner Junger Künstler“) 1987: Paris, Kulturzentrum der DDR („Tempéraments - jeunes artists de Berlin“) 1987/1988: Bonn, Rheinisches Landesmuseum; München, Staatsgalerie Moderne Kunst; Mannheim, Kunsthalle Mannheim („Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik“) 1988: Plüschow („Junge Künstler DDR-Ungarn“) 1989: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Zweite Ausstellung Berliner Junger Künstler“) 1992: Berlin, Berliner Kunstverein Weißensee („Eisenplastik“) 1993: Berlin, Brecht-Haus Weißensee („Berliner Bildhauer“)

Literatur Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1031

Einzelnachweise

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