Der Rosie-Effekt (Originaltitel The Rosie Effect) ist ein Roman des australischen Autors Graeme Simsion, veröffentlicht von Text Publishing in Melbourne im Jahr 2014. Es ist der zweite Teil seiner Rosie-Trilogie zwischen Das Rosie-Projekt aus dem Jahr 2013 und Das Rosie-Resultat aus dem Jahr 2019. Die deutsche Ausgabe wurde von Fischer Taschenbuch in Frankfurt am Main im Jahr 2016 veröffentlicht. Die Übersetzung stammt von Annette Hahn.
Handlung Genetik-Professor Don Tillmann ist inzwischen an der Columbia University in New York City angestellt, als sein bisher ruhiges Leben vor zusätzliche Herausforderungen gestellt wird: Seine Ehefrau Rosie Jarman wird in den nächsten Monaten ihre Doktorarbeit in Psychologie beenden und überlegt, danach noch ihren Doktor in Medizin zu machen. Außerdem erwartet Rosie inzwischen ihren gemeinsamen Sohn, provisorisch BUD für Baby-Urform-Design genannt, weshalb Don bemüht ist, ihr Stressniveau möglichst niedrig zu halten. Sein Autismus sorgt jedoch für Komplikationen; etwa studiert Don das Verhalten von Kindern auf einem Spielplatz und wird daraufhin von der Polizei festgenommen sowie der ihm bereits bekannten und nicht wohlgestimmten Sozialarbeiterin Lydia zugeordnet, welche gemeinsame Gespräche mit Rosie plant. Um Rosie nicht dem Stress auszusetzen, lässt Don sie dabei lieber von einer guten Freundin spielen. Zusätzlich wird die Situation erschwert, als Gene, Dons bester Freund und Rosies Doktorvater, vorübergehend bei ihnen wohnen muss. Rosie verachtet sein Ziel, mit Frauen aus jedem Land der Welt zu schlafen, als frauenfeindlich, stellt jedoch ihre Doktorarbeit noch unter ihm fertig. Bei einem Besuch von Lydia fliegt das falsche Spiel mit Rosie jedoch auf und Don erfährt anschließend, dass Rosie wieder den Kontakt zu einem alten Schulfreund in Australien sucht und sogar die Trennung plant. In einer letzten verzweifelten Aktion kauft sich Don ebenfalls ein Flugticket neben Rosie, macht sich jedoch durch sein seltsames Verhalten und vor allem den Wunsch, das Flugzeug noch vor dem Start wieder zu verlassen, als Terrorist verdächtig. Rosie schafft es anschließend jedoch, die Geschichte vor den Medien mit ihrer Schwangerschaft zu verdrehen. Umgestimmt, dass Don doch Liebe für sie empfindet, will Rosie nun doch bei ihm bleiben. Bei der gemeinsamen Suche nach einem endgültigen Vornamen für ihren Sohn kommen beide über die Kombination aus HUD für Humanoides Urform-Design und SON für Sohn auf Hudson als ihre endgültige Wahl.
Kritik Bill Gates, der den Vorgänger Das Rosie-Projekt als sein neues Lieblingsbuch bezeichnete und daher vor Veröffentlichung um eine Fassung von Der Rosie-Effekt erhielt, fand diese genauso schlau, lustig und liebenswert („just as smart, funny, and sweet as his first“). Trotz ähnlicher Situationen wirke und fühle sich alles total neu an („everything look and feel totally new“).
Alfred Hickling schrieb für The Guardian, dass der Roman mehr so so sei („so-so sequel“). Es gebe viele lustige Momente zum Lachen in diesem umfangreichen neuen Eintrag („this hefty new instalment offers plenty more laugh-out-loud moments“). Es werde aber wie bei vielen Fortsetzungen auch eine Formel abgearbeitet, welche diese doppelt so lang und halb so gut mache („it fulfils a formula familiar to many sequels of bestelling novels in that it is twice as long and only half as good“).
Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Science-Fiction-Literatur Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch)