Los Sitios war eine spanische Regionalzeitung, die von 1943 bis 1988 in Girona (Katalonien) erschien. Während der Franco-Diktatur fungierte sie als offizielles Organ der Staatspartei FET y de las JONS. Nach dem Übergang Spaniens zur Demokratie wurde sie privatisiert und ging schließlich im heutigen Diari de Girona auf.

Geschichte Gründung und Rolle im Franco Regime (1943–1975) Die Zeitung wurde 1943 gegründet und entstand in der Nachfolge von El Pirineo, einer direkt nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs von den franquistischen Behörden installierten Publikation. Los Sitios war der Bewegung (Falange) unterstellt und besaß ein Monopol für die gedruckte Berichterstattung in der Provinz Girona, da andere, insbesondere katalanischsprachige Medien, verboten waren. Die Inhalte waren dahere stark zensiert von staatlicher Seite.

Transicion und Privatisierung (1975–1988) Mit dem Tod Francos 1975 und der anschließenden Demokratisierung Spaniens änderte sich die Linie und Rahmenbedingungen des Blattes. Die Zeitung ging in den Besitz des staatlichen Medienunternehmens Medios de Communicacion del Estado (MSCE) über. Da die Zeitschrift defizitär war, beschloss die Regierung unter Felipe Gonzalez in den frühen 1980er Jahren die Versteigerung der staatlichen Regionalzeitungen, wodurch die soeben beschriebene Übernahme zustande kam.

Im Jahr 1984 wurden Los Sitios von der privaten Verlagsgruppe Editorial Gironina erworben. Unter der neuen Leitung wurde die Zeitung schrittweise modernisiert, öffnete sich der katalanischen Sprache und Kultur und wurde schließlich am 23. Oktober 1988 in Diari de Girona umbenannt, um die tiefere Verwurzelung in der Region zu demonstrieren.

Einzelnachweise

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