mini|hochkant=1.4|Puertito de la Cruz vor dem Hintergrund der Jandía-Berge mini|Ansicht von Südwesten, im Vordergrund „Steinherzen“ (2013) Puertito de la Cruz (kurz El Puertito, auch Puerto de la Cruz) ist ein Fischerort in der Gemeinde Pájara an der Südküste der kanarischen Atlantikinsel Fuerteventura. Die lediglich über eine Erdstraße erreichbare Siedlung ist Ausflugsort und Anlaufpunkt von Jeepsafaris. Viele Besucher schätzen den ursprünglichen Charakter des Dorfes, es gibt weder eine Strandpromenade noch ein Souvenirgeschäft.

El Puertito wird mitunter mit der gleichnamigen Stadt Puerto de la Cruz an der Nordküste von Teneriffa verwechselt.

Lage und Naturraum Der Ort befindet sich auf einem Küstenplateau im kaum besiedelten äußersten Südwesten der Halbinsel Jandía. Nächster Ort ist 15 Kilometer nordöstlich der Weiler Cofete; im Osten liegt das 21 Kilometer entfernte Touristenzentrum Morro Jable, zum Gemeindesitz Pájara sind es 73 Kilometer. Das Küsteplateau geht flach abfallend in einen überwiegend steinigen Strand über.

Die kleine Küstensiedlung liegt in einer der trockensten Regionen der Kanarischen Inseln. Das Umland gleicht einer Halbwüste, in der nur wenige trockenresistente Arten ein Auskommen finden, etwa der Strauch-Dornlattich (Launea arborescens) und die endemische Jandía-Wolfsmilch (Euphorbia handiensis). Das Gebiet ist Teil des Parque Natural de Jandía (dt. Naturpark Jandía), in dem mit dem 807 m Pico de la Zarza der höchste Gipfel Fuerteventuras steht.

Beschreibung mini|Dorfstraße (2012) Der Ort besteht aus zwei Straßenzügen mit maximal einstöckigen, architektonisch schlicht gehaltenen kubischen Häusern, die im 20. Jahrhundert von Fischern erbaut wurden. Angesichts der abgeschiedenen Lage werden sie heute fast ausschließlich als Wochenenddomizil genutzt. Der Ort ist nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen, den Energiebedarf decken Dieselgeneratoren ab. Am Ortseingang steht ein Windrotor, die Anlage wurde jedoch nie fertiggestellt.

Die einzige Infrastruktur stellen drei gastronomische Betriebe. Auf dem kleinen Dorfplatz zeigt die Skulptur Pulpador (2004) des kanarischen Bildhauers Juan Miguel Cubas Sánchez einen Fischer beim Tintenfischfang.

mini|Playa el Puertito Die Playa el Puertito, der kleine Ortsstrand, ist überwiegend steinig, er hat nur wenige sandige Abschnitte und eignet sich für den Badebetrieb nur bedingt.

Punta de Jandía mini|Faro de Punta Jandía An der 1,2 Kilometer entfernten Punta de Jandía, der südwestlichsten Landspitze von Fuerteventura, befindet sich der Faro de Punta Jandía. Von dem 1864 erbauten Leuchtturm kann bei guten Sichtverhältnissen die Nachbarinsel Gran Canaria ausgemacht werden. Die Punta de Jandía ist Endpunkt des GR 131, einem Fernwanderweg, der vom Faro de Tostón bei El Cotillo Fuerteventura der Länge nach durchquert.

Zugang mini|Wellblechpiste zur Punta de Jandía Vom westlichen Ortsrand von Morro Jable verbindet eine 18 Kilometer lange Wellblechpiste mit Puertito de la Cruz. Diese wird neben Fahrzeugen mit Allradantrieb auch von normalen Kleinwagen befahren; Mietwagen haben keinen Vollkasko-Versicherungsschutz.

Sofern es die Straßenverhältnisse erlauben, verkehrt vom Busbahnhof in Morro Jable zweimal täglich ein öffentlicher Allradbus nach Puertito de la Cruz und zur Punta de Jandía.

Rundwanderweg mini|Wanderweg zur Caleta de la Madera Puertito der la Cruz ist Ausgangspunkt für einen etwa dreistündigen Rundwanderweg über die Halbinsel Jandía, der vorbei an der Playa de Ojos (dt. Strand der Augen) nach Agua Cabras (dt. Ziegenwasser) oberhalb von der Caleta de la Madera (dt. Holzbucht) führt und von dort die Halbinsel nach Süden quert.Rolf Goetz: Rother Wanderführer Fuerteventura. München 2024, ISBN 978-3-7633-4740-7, S. 164–166

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort auf Fuerteventura Kategorie:Pájara Kategorie:Ort in Afrika