Die Insel Länggrien, oder auch Aareinsel oder einfach Inseli genannt, ist eine Flussinsel in der Aare, ca. 6 km oberhalb von Solothurn am Jurasüdfuss. Die einzige bewohnte und natürliche Insel im Kanton Solothurn liegt auf dem Gemeindegebiet von Selzach, der Zugang ist von der Ortschaft Nennigkofen via einer Flussfähre oder einem Boot möglich. Das ca. 100'000 m² grosse Eiland liegt in der kantonalen Witischutzzone.

Entstehung, Name und Nutzung Entstanden ist die Insel vermutlich im 15. Jahrhundert, als die Aare noch willkürlich floss und sich zeitweise ein See zwischen Biel und Solothurn bildete. Auf einer langgezogenen Kiesbank (Grien = mundartlich für Kies), die sich verfestigte und mit Vegetation überwuchs, konnte mit der Zeit Landwirtschaft betrieben werden. Erstmals erwähnt wird Länggrien 1532 in einem Vertrag über Pachtabgaben an die Stadt Solothurn. Seit dieser Zeit ist die Insel dauernd bewohnt und bewirtschaftet. 1832 wurde die Insel verkauft und seither wird sie privat genutzt. Immer wieder wurde sie aber vom Hochwasser der Aare bedroht, durch die Juragewässerkorrektion verbesserte sich ihre Lage. Letztmals überschwemmt wurde Länggrien 1944, seit der zweiten Juragewässerkorrektion 1962–1974 ist die Lage stabil. Auf der Insel steht ein dauerhaft bewohntes Bauernhaus mit Wirtschaftsgebäude, sieben der zehn Hektaren grossen Insel können landwirtschaftlich genutzt werden. mini|Die Aareinsel Länggrien 2011 vom Weissenstein aus gesehen

Literatur Erika Schumacher, Georg Stark: Schweizer Inseln, Mondo-Verlag, ISBN 2-8320-0085-1

Einzelnachweise

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