mini|200px|Lino Gutierrez (2001) Lino Gutierrez (* 26. März 1951 in Havanna; † 3. Mai 2025 in Alexandria, Virginia) war ein US-amerikanischer Diplomat, der unter anderem 1993 Geschäftsträger und kommissarischer Botschafter auf den Bahamas, zwischen 1996 und 1999 Botschafter in Nicaragua sowie von 2003 bis 2006 Botschafter in Argentinien war.

Leben Lino Gutierrez begann nach dem Schulbesuch ein Studium der Politikwissenschaften an der University of Miami, das er 1972 mit einem Bachelor of Arts (B.A. Political Science) beendete. Nachdem er von 1973 bis 1975 als Lehrer für Sozialwissenschaften in Miami unterrichtet hatte, absolvierte er ein Studium im Fach Lateinamerikawissenschaften an der University of Alabama und schloss dieses 1976 mit einem Master of Arts (M.A. Latin American Studies) ab. 1977 trat er als „Career Foreign Service Officer“ in den diplomatischen Dienst des US-Außenministeriums und war zunächst zwischen 1977 und 1979 Vizekonsul in Santo Domingo sowie daraufhin von 1979 bis 1981 Mitarbeiter der Politischen Abteilung der Botschaft in Portugal. Nach seiner Rückkehr war er im Außenministerium von 1981 bis 1983 Referent für Nicaragua sowie im Anschluss zwischen 1983 und 1985 Politischer Referent an der Botschaft in Haiti. Daraufhin war er von 1985 bis 1987 Referent für Portugal im Außenministerium sowie zwischen 1987 und 1990 Mitarbeiter des Sachgebiets für Innenpolitik an der Botschaft in Frankreich.

Zwischen 1990 und 1993 fungierte Gutierrez als Geschäftsträger und stellvertretender Botschafter auf den Bahamas, war nach der Abberufung von Botschafter Chic Hecht von März bis Juli 1993 kommissarischer Botschafter auf den Bahamas und wurde daraufhin von John S. Ford als Geschäftsträger abgelöst. Nachdem er zwischen 1994 und 1996 Leiter des Sachgebiets für politische Planung der Unterabteilung für interamerikanischer Angelegenheiten (Bureau of Inter-American Affairs) war, wurde er am 2. Juli 1996 zum Botschafter in Nicaragua ernannt und überreichte dort am 5. Dezember 1996 als Nachfolger von John F. Maisto seine Akkreditierung. Er verblieb auf diesem Posten in Managua bis zum 21. Juli 1999, woraufhin Oliver P. Garza seine Nachfolge antrat. Danach fungierte er zwischen 1999 und 2002 als Erster stellvertretender Leiter der Unterabteilung für interamerikanischer Angelegenheiten (Principal Deputy Assistant Secretary of State for Western Hemisphere Affairs) und war von 2001 bis 2002 als Vertreter des Assistant Secretary of State for Western Hemisphere Affairs, Peter F. Romero, zeitweilig als Acting Assistant Secretary of State auch kommissarischer Leiter dieser Unterabteilung.

Lino Gutierrez, der zwischen 2002 und 2003 zugleich Berater für internationale Angelegenheiten am National War College (NWC) in Fort Lesley J. McNair war, wurde am 16. April 2003 zum Botschafter in Argentinien berufen und übergab am 15. Oktober 2003 als Nachfolger von James Donald Walsh sein Beglaubigungsschreiben. Er behielt diese diplomatische Funktion in Buenos Aires bis zum 8. April 2006 und wurde daraufhin von Earl Anthony Wayne abgelöst. Nach seinem anschließenden Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst wurde er 2007 Chief Executive Officer (CEO) der Beratungsfirma Gutierrez Global LLC, die auf strategische Beratung für Unternehmen spezialisiert ist, die an Investitionen in Lateinamerika und Europa interessiert sind. Danach fungierte er von 2007 bis 2009 als Leitender Berater von Handelsminister Carlos Gutiérrez für die Themen Kubas Übergangsprozess und Lateinamerika. Im Dezember 2010 wurde er zum Geschäftsführenden Direktor der Una Chapman Cox Foundation ernannt, die sich für einen starken und professionellen Auswärtigen Dienst einsetzt. Zudem war er als Lehrbeauftragter (Adjunct Professor) an der Johns Hopkins University sowie der George Washington University tätig und gehörte dem Vorstand des Instituts für Diplomatiestudien der Georgetown University an. 2016 berief Außenminister John Kerry ihn in den Beschwerdeausschuss des Auswärtigen Dienstes (Foreign Service Grievance Board). Für seine Verdienste wurde er mit dem Distinguished Honor Award ausgezeichnet.

Aus seiner am 12. November 1979 geschlossenen Ehe mit Miriam Messina gingen die drei Töchter Alicia, Diana und Susana hervor.

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Einzelnachweise

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