Niederreichenthal ist eine Ortschaft der oberösterreichischen Gemeinde Reichenthal. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Geographie Niederreichenthal ist Teil der Katastralgemeinde Reichenthal sowie des Zählsprengels Reichenthal und umfasst Adressen (Stand: ).
Die Ortschaft Niederreichenthal liegt östlich und nordöstlich des Ortszentrums von Reichenthal in der Niederung zu beiden Seiten des Kettenbaches.
Geschichte Obwohl die Bezeichnung „Obern Reichentall“ (Oberreichenthal) bereits im Jahr 1584 belegt ist, ist Niederreichenthal erst um 1775 in der Josephinischen Landesaufnahme schriftlich nachweisbar. Der Ortsname grenzt sich vom Zentralort Reichenthal ab, dessen Bezeichnung als „ertragreiches Tales“ zu verstehen ist.
Im Jahr 1938 waren in der Ortschaft Niederreichenthal eine Mühle samt Sägewerk und zwei Landwirte verzeichnet.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 693 (findbuch.at [PDF]).
Freizeit mini|Infotafel zur Hammermühle am 10-Mühlenweg Die Teilstrecke Sterngartl-Nord des Radweges Sterngartl-Runde führt unter anderem durch die drei Reichenthaler Ortschaften Niederreichenthal, Schwarzenbach, Stiftung, Allhut und Böhmdorf. Der 10-Mühlen-Wanderweg, der beim Freilichtmuseum in Hayrl beginnt, führt unter anderem durch das Gebiet der Ortschaft Niederreichenthal, in der sich die Hammermühle befindet. Die Hammermühle ist bis ins Jahr 1639 zurück nachweisbar. Wie der Name besagt, wurde früher eine Hammerschmiede damit betrieben. Die Venezianersäge wurde 1941 stillgelegt. Der Mühlenbetrieb wurde 1960 eingestellt. Mühle, Säge und Hammerschmiede waren mit je einem eigenen Wasserrad betrieben worden. 1963 wurde eine Turbine zur Stromerzeugung eingebaut. Auf das im Wasserbuch verankerte Wasserrecht aus dem Wehrgraben wurde 1986 verzichtet, um den Bau der Kläranlage Reichenthal zu ermöglichen.
Literatur Johann Pammer: Chronik der Gemeinde & Pfarre Reichenthal. Verlag Easy Media, Linz 2022, ISBN 978-3-902773-50-0, 389 S. Darin mit Bezug zur Ortschaft „Niederreichenthal“: Reichenthaler Exulanten. S. 54–56.Johann Pammer nach Walter Lehnert, Georg Barth: Die oberösterreichischen Exulanten im ehemaligen Brandenburg-Ansbachischen Oberamt Stauf-Landeck. Verzeichnis der Exulanten im Bezirk des evang.-luth. Dekanats Thalmässing (= Freie Schriftenfolge der Gesellschaft für Familienforschung in Franken. Band 14). Verlag Degener und Co., Neustadt/Aisch 1962. Franz Sailer – ein Sprössling aus dem „Machtlbauerngut“. S. 67–68. Gewerbeanmeldungen ab 1860 der KG Stiftung und Reichenthal, BH Freistadt. S. 83. Knechte und Mägde – Lebensgeschichten aus dem 20. Jahrhundert. S. 188–194 Volkszählung Juni 1920, S. 218. Handels- und Gewerbetreibende in der Gemeinde Reichenthal. S. 284–285 (in den Jahren 1930–1950).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Reichenthal Kategorie:Ort im Bezirk Urfahr-Umgebung Kategorie:Ersterwähnung 1775