mini|Margaret Sekaggya (2016)

Margaret Sekaggya (geboren am 23. Oktober 1949 in Kampala) ist eine ugandische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin. Sie war von 2008 bis 2014 UN-Sonderberichterstatterin zur Lage von Menschenrechtsverteidigern beim UN-Menschenrechtsrat.

Biographie Margaret Sekaggya kam 1949 als sechstes von 9 Kindern in Kampala zur Welt. 1970 begann sie ein Jurastudium an der Makerere University, das sie erfolgreich mit einem Bachelor of laws abschloss. Anschließend besuchte sie das Law Development Center, wo sie ihre Diplomprüfung in legal practice ablegte.

Sie arbeitete in der Folge kurz in der ugandischen Verwaltung und dann als Dozentin am Law Development Center, unterbrochen von einem Studienaufenthalt an der Oxford University mit einem Stipendium der Ford Foundation. Sie lebte einige Zeit mit ihrem Ehemann und drei Kindern in Nairobi und war anschließend von 1978 bis 1982 Richterin in Lusaka. In den 1980er Jahren war sie größtenteils am Institut der Vereinten Nationen für Namibia tätig und bereitete die namibischen Institutionen auf den Übergang in die Unabhängigkeit ab 1990 vor. Im Jahr 1990 erwarb sie einen Master of laws (LL.M.) an der University of Zambia in Lusaka. 1995 wurde sie zur Richterin am High Court of Uganda berufen, der dritthöchsten ugandischen Rechtsinstanz nach dem Supreme Court of Uganda und dem Appellationsgericht. In dieser Zeit wurde sie zur Leiterin der ugandischen Übergangswahlkommission ernannt. Sie wirkte außerdem an der Verkündung der vierten Verfassung Ugandas im selben Jahr mit. 1996 wurde sie zur Vorsitzenden der ugandischen Menschenrechtskommission berufen, ein Amt, das sie bis 2009 bekleidete.

2008 wurde sie vom UN-Menschenrechtsrat zur Nachfolgerin der Pakistanerin Hina Jilani als UN-Sonderberichterstatterin zur Situation von Menschenrechtsverteidigern in aller Welt ernannt. Sie besuchte in ihrer Amtszeit 45 Länder und verfasste jeweils Berichte zur Menschenrechtssituation. 2014 wurde sie vom Franzosen Michel Forst abgelöst.

Sie war Mitbegründerin und langjährige Exekutivdirektorin des ugandischen Menschenrechtszentrums. In ihrer Amtszeit erreichte sie, dass das Verbot von Folter gesetzlich verankert und die rechtliche Situation von Menschenrechtsverteidigern in Uganda gesichert wurde.

2023 wurde Margaret Sekaggy von der US-Botschaft in Uganda mit dem Dorothy Ngalombi Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

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Einzelnachweise

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