mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet des Waigeo-Nacktrückenflughundes in dunkel moosgrün Der Waigeo-Nacktrückenflughund (Dobsonia beauforti) ist ein im westlichen Teil der Halbinsel Vogelkop sowie auf umliegenden Inseln verbreitetes Fledertier in der Gattungsgruppe der Nacktrückenflughunde. Er ist vermutlich eng mit dem Grünen Nacktrückenflughund (Dobsonia viridis) verwandt. Das Typusexemplar stammt von der Insel Waigeo.
Merkmale Dieser eher kleine Vertreter der Gattung Dobsonia erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 120 bis 155 mm, eine Schwanzlänge von 20 bis 28 mm und ein Gewicht von 116 bis 163 g. Es sind 100 bis 114 mm lange Unterarme und Ohren von 23 bis 27 mm Länge vorhanden. Besonders in der Paarungszeit besteht ein deutlicher Dimorphismus zwischen Männchen und Weibchen. Männliche Exemplare wiegen im Durchschnitt 158 g, besitzen dann ein intensiv grün gefärbtes Fell, einen massiven Schädel, Drüsen an den Wangen, die von weißem Fell umgeben sind und ansonsten ein recht nacktes Gesicht. Das Durchschnittsgewicht der Weibchen liegt bei 133 g, das Fell ist mehr grünbraun, der Schädel ist weniger robust und es befinden sich Haare im Gesicht, wobei die Drüsen mit der weißen Stelle fehlen. Zu anderen Zeiten tragen das Haupt des Kopfes, der Nacken und Teile des Rückens olivbraunes Fell mit gelegentlich gelbgrünen Stellen am Kopf bei einzelnen Populationen. Da sich die Flügel auf dem Rücken treffen, erscheinen diese Bereiche nackt. Auf Kinn und Kehle sind wenige schwarzbraune Haare vorhanden und die zentralen Teile der Brust sind nackt mit heller Haut. Die Haut der Ohren und Flügel ist schwarzbraun mit Haaren an verschiedenen Stellen der Unterseite. Die Krallen der Füße werden von einem dunklen Beginn zur Spitze hin gelblich. Wie bei den anderen Gattungsmitgliedern fehlt die Putzkralle am zweiten Finger.
Verbreitung und Lebensweise Der Flughund bewohnt die Inselgruppe Raja Ampat, wobei das Vorkommen auf Misool einer weiteren Bestätigung bedarf, sowie auf den Inseln Biak und Supiori. Er hält sich in tropischen Regenwäldern auf und besucht Plantagen mit Kokospalmen, Kakaobäumen und Schraubenbäumen sowie Gärten. Die nachtaktiven Tiere ruhen am Tage in Höhlen an der Küste oder im inneren Bereich der Inseln. Dort können sich große Kolonien mit mehreren tausend Mitgliedern aufhalten. Es sind auch kleinere Gruppen im Blattwerk der Bäume bekannt. Laut einer Studie von 1995 tritt der Biak-Nacktrückenflughund (Dobsonia emersa) gegenüber dieser Art dominant auf.
Die Nahrung besteht aus Früchten, wobei Feigen und die Früchte der eingeführten Pflanze Piper aduncum häufig gefressen werden. In Gärten zählen oft Sternfrüchte zur Nahrung. Von 14 Weibchen die im Dezember 1909 gefunden wurden und später zur Erstbeschreibung der Art dienten, waren 7 trächtig oder sie hatten aktive Zitzen. Auf anderen Inseln wurden trächtige Weibchen in den Monaten September und Oktober gefunden.
Gefährdung Aufgrund der geringen Größe findet vermutlich keine Jagd zur Fleischgewinnung statt. Die Gesamtpopulation wird als groß eingeschätzt und es gibt verschiedene Schutzgebiete. Die IUCN listet den Waigeo-Nacktrückenflughund als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Flughunde Kategorie:Endemisches Tier Indonesiens