Leah Rosenfeld (* 25. Oktober 1908 in New Orleans; † 12. November 2006 in Oakhurst) war eine US‑amerikanische Gewerkschafterin.
In den 1960er-Jahren trug sie wesentlich dazu bei, die Diskriminierung von Frauen bei der amerikanischen Eisenbahn zu lindern und annähernde Chancengleichheit sowie gleiche Bezahlung für Frauen zu erreichen.
Leben Geboren als Tochter von William Olney Lentz und Mary Letitia Luce im US‑Bundesstaat Louisiana, ging sie bald nach Kalifornien, wo sie für den Rest ihres Lebens blieb. Sie arbeitete dort von 1925 bis 1942 als Rechtsanwaltsgehilfin. Im Jahr 1928 heiratete sie David Rosenfeld in Los Angeles. 1942 wechselte sie in den Beruf der Telegrafistin. Sie arbeitete nun für die Southern Pacific Railroad in Palm Springs, wo auch ihr Ehemann tätig war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sie nach Mecca. Im Jahr 1953 war sie für kurze Zeit Bahnhofsvorsteherin () der Southern Pacific in Saugus bei Santa Clarita. Dies war höchst ungewöhnlich, denn sie war damit die einzige Frau im Westen der Vereinigten Staaten, die solch eine Stellung bekleidete. Diese Tatsache erregte die Aufmerksamkeit der Los Angeles Times, die einen wohlmeinenden Artikel über ihren Erfolg veröffentlichte. Die ungewollte Reaktion kam prompt – sie wurde entlassen. Zu jener Zeit war nämlich in Kalifornien, wie in den meisten US‑Bundesstaaten, Frauen generell verboten, länger als acht Stunden täglich zu arbeiten. Im Jahr 1969 erlangte sie landesweite Bekanntheit, als sie in einem wegweisenden Prozess wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz gegen die Southern Pacific Railroad gewann. Dies hatte positive Auswirkungen auf die generellen Arbeitsbedingungen für Frauen in den Vereinigten Staaten und auch für sie selbst, die ihre Stelle als Bahnhofsvorsteherin wieder bekam.
Im Jahr 1973 ging sie in den Ruhestand und zog ins Mariposa County, wo sie von Gouverneur Jerry Brown zur staatlichen Tierschutzbeauftragten ernannt wurde. Leah Rosenfeld wurde 98 Jahre alt. Vor ihr starben ihr Ehemann David, ihre Söhne Morris und Nathan sowie ihre Töchter Martha und Ann. Ihre Lebensgeschichte wird im California State Railroad Museum durch eine Ausstellung gewürdigt.
Weblinks Foto (1973).
Einzelnachweise
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