mini|Verbreitungsgebiet der Mandarindrossel
Die Mandarindrossel, auch Mandarinamsel genannt, (Turdus mandarinus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel brütet in Ostchina, überwintert als Teilzieher in Südchina, auf den Hainan-Inseln, in Hongkong und im Norden Indochinas.
Die Art wurde früher als konspezifisch mit der Tibetamsel (Turdus maximus) betrachtet und als Turdus maximus mandarinus bezeichnet, auch als konspezifisch mit der Indienamsel (Turdus simillimus) angesehen und bis vor kurzem als konspezifisch mit der Amsel (T. merula) und als Turdus merula mandarinus bezeichnet.J. A. A. Nylander, U. Olsson, P. Alström und I. Sanmartín: Accounting for phylogenetic uncertainty in biogeography: a Bayesian approach to dispersal-vicariance analysis of the thrushes (Aves: Turdus). In: Systematic Biology, Band 57, S. 257–268, 2008, JSTORJ. del Hoyo, N. Collar und D. A. Christie: Chinese Blackbird (Turdus mandarinus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus mandarinus
Der Lebensraum umfasst offene Landschaften, Ränder von Parks, Gärten, Plantagen, auch buschbestandene Grasflächen bis 4000 m. ü. M.
Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Der Vogel misst 28–29 cm. Diese große Drossel ist durchgehend dunkel gefiedert. Das Männchen ist an der Oberseite rußschwarz und bräunlich schwarz an der Unterseite mit einem schmalen orangegelben Augenring. Die Iris ist dunkel, der Schnabel orangefarben bis hell gelb, die Beine sind schwärzlich bis dunkelbraun. Das Weibchen ist etwas bräunlicher, an Kinn und Kehle blasser mit breiten dunkleren Streifen, der Augenring ist weniger deutlich, der Schnabel braun. Jungvögel sind dunkelbraun mit heller gelbbrauner Schuppung und Flecken.
Die Art unterscheidet sich durch blasseres Gefieder des Männchens, dunkleres Gefieder des Weibchens, wesentlich breitere Strichelung der Kehle beim Weibchen, auch sind die Lautäußerungen deutlich verschieden.P. Boesman: Notes on the vocalizations of Common Blackbird (Turdus merula). HBW Alive Ornithological Note 304. In: Handbook of the Birds of the World Alive, 2016, Lynx Edicions, Barcelona.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.1 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 T. m. mandarinus , 1850, Nominatform T. m. sowerbyi , 1951H. Deignan: Turdus merula sowerbyi. In: Proceedings of the Biological Society of Washington, Band 64, Nummer 24, S. 135, 1951, Biodiversity Library – Brutgebiet östliches Sichuan bis Guizhou, Teilzieher nach Südchina und Nordindochina, kleiner und an der Unterseite dunkler
Stimme Der Gesang des Männchens wird von einer Singwarte vorgetragen als melodiöse Folge wiederholter Flötentöne wie „piew-piew“ und „tiew-quoit“, jeweils auf gleicher Tonhöhe ohne den höheren Endlaut wie bei der Amsel (Turdus merula) typisch. Der Ruf ist ein kurzes „sri“ und längeres „s’r’r’r’r“ im Fluge, bei Revierdiskussionen ein hartnäckiges nasales lautes „twink twink twink twink…“, als Warnruf ein sehr hohes langgezogenes, leicht abfallendes „siiiiiiiiii“.
Die Art imitiert gern auch Geräusche wie Mopeds.F. Changjian, P. Vishal Kumar, W. Xiaochun und L. Zhongqiu: Chinese Blackbirds (Turdus mandarinus) mimic electric moped sounds with lower consistency and frequencies. In: Avian Research, Band 16, Heft 2, S. 100231, 2025, Science direct
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen und Insekten, auch Pflanzensamen, Beerenobst und Früchten. Gesucht wird meist auf dem Erdboden, aber auch im Gebüsch und in Bäumen nach Früchten und Beeren.
Die Brutzeit liegt zwischen März und Juli, es kann 2–3 Bruten pro Jahr geben. Das Nest ist eine große Schale aus Gras und Zweigen mit Lehm in mindestens 0,5 m Höhe auf einem Busch oder Baum. Das Gelege besteht aus 2–6 blass grünlich blauen Eiern mit blassen rotbraunen Flecken, gebrütet wird über 10–19 Tage.
Gefährdungssituation Die Mandarindrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur C. L. J. L. Bonaparte: T[urdus] mandarinus. In: Conspectus generum avium, Band 1, S. 275, 1850, Biodiversity Library J. MacKinnon und K. Phillipps: A Field Guide to the Birds of China, 2000, Oxford University Press. Oxford, ISBN 0-19-854940-7 C. Robson: A Field Guide to the Birds of Thailand, 2004, New Holland Press, ISBN 1-84330-921-1. p228
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln