mini|Keith R. Yamamoto (2021) Keith Robert Yamamoto (* 4. Februar 1946 in Des Moines, Iowa) ist ein US-amerikanischer Professor für zelluläre und molekulare Pharmakologie und Vizekanzler für Wissenschaftspolitik an der University of California, San Francisco (UCSF).

Leben Yamamoto wurde in Des Moines, Iowa, geboren und schloss 1968 sein Studium an der Iowa State University mit einem Bachelor of Science in Biochemie und Biophysik ab. 1973 promovierte er an der Princeton University im Labor von Bruce Alberts mit einer Arbeit über den Estrogenrezeptor in Biochemie. Anschließend begann er als Postdoktorand bei Gordon Tomkins an der UCSF mit seiner Forschung zum Glucocorticoidrezeptor. 1976 trat Yamamoto als Assistenzprofessor in die Abteilung für Biochemie und Biophysik der UCSF an. 1978 wurde er zum außerordentlichen Professor und 1983 zum ordentlichen Professor ernannt. Im Jahr 2015 wurde Yamamoto der erste Vizekanzler für Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsstrategie der UCSF. Zuvor war er Vizekanzler für Forschung der Universität und Vizedekan für Forschung an der School of Medicine.

Wirken Yamamoto ist bekannt für seine molekularbiologischen und biochemischen Forschungen und für sein Engagement in der Wissenschaftspolitik und Präzisionsmedizin. Seine Forschung konzentriert sich auf die Signalübertragung und Transkriptionsregulation durch nukleäre Rezeptoren. Er nutzt mechanistische und systemische Ansätze, um diese Probleme an reinen Molekülen, Zellen und ganzen Organismen zu untersuchen. Er identifizierte die Genomsequenzen, an die der Glucocorticoidrezeptor bindet, um die Gentranskription zu steuern, die als „Glucocorticoid-Response-Elemente“ bezeichnet werden.

Im Bereich Wissenschaftspolitik war er Vorsitzender des Ausschusses für Biowissenschaften der National Academy of Sciences und Mitglied zahlreicher staatlicher und öffentlicher Beiräte, darunter des NIH Center for Scientific Review Advisory Council. Er ist neben Erkki Ruoslahti und David Botstein einer der Gründungsherausgeber der Fachzeitschrift Molecular Biology of the Cell.

Während seiner gesamten Karriere engagierte sich Yamamoto auch für die öffentliche und wissenschaftliche Politik. In den 1980er Jahren sprach er sich gegen die Entwicklung biologischer Waffen durch das US-Verteidigungsministerium aus. 1986 verfasste er gemeinsam mit Charles Piller das Buch „The Rebirth of American Biological Warfare: GENE WARS Military Control Over the New Genetic Technologies“ (Die Wiedergeburt der amerikanischen biologischen Kriegsführung: GEN-KRIEGE Militärische Kontrolle über die neuen Gentechnologien), in dem er die Geschichte des Einsatzes biologischer Waffen in den Vereinigten Staaten aufdeckte und davon abriet, diese Programme fortzusetzen.

Im Jahr 2008 wurde er als einer der 10 einflussreichsten Personen im Bereich der biomedizinischen Politik nominiert. Yamamoto wurde 1989 in die American Academy of Arts and Sciences und 1990 in die National Academy of Sciences gewählt. 2012 wurde er von der Endocrine Society mit dem Edwin B. Astwood Award für herausragende Leistungen in der Endokrinologie und von der American Society for Cell Biology (ASCB) für seine Verdienste um die öffentliche Wissenschaftsförderung mit dem Public Service Award ausgezeichnet. Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Molekularbiologe Kategorie:Biochemiker Kategorie:Hochschullehrer (University of California, San Francisco) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann