mini|hochkant|Wappen der Schiede im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schide (auch Schiede o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus Dortmund, wo sie zu den turnierfähigen, d. h. adeligen Patriziergeschlechtern gehörten.Spießen (1901–1903), S. 112. Johann von Schide war 1379–1390 Senator (Ratsherr) in Dortmund. Simon von Schide erscheint 1396 als Geistlicher in Dortmund unter den Zeugen, neben verschiedenen anderen Geistlichen, dem Grafen von Dortmund, Heinrich I. von Lindenhorst, und dem Dortmunder Bürgermeister Detmar Klepping.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 612u / Dominikanerkloster Warburg / Urkunden, Nr. 65, abgerufen am 8. Januar 2026. Wie der zuvor angesprochene Johann von Schide war 1391 auch Alvin von Schide Senator in Dortmund. Vermutlich demselben (Alvin von dem Schide) wurde 1403 vom Senat von Dortmund die Turnierfähigkeit bescheinigt. Er war mit einer Hilke verheiratet und hatte mit dieser zwei Söhne, Alvin und Tidemann. Alle vier hatten 1423 Leibrentenansprüche an Dortmund. Schon 1401 hatte der Senat dem mit einer Grete verheirateten Evert von Schide die Turnierfähigkeit bescheinigt. Sein Sohn Tidemann von Schide war mit einer Elisabeth (urkundlich 1434) verheiratet.Fahne (1858), S. 355. 1407 stiftete Alvin von Schide eine Seelenmesse beim Maria-Magdalenenaltar in der Marienkirche zu Dortmund.Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, 4.150 / Kirchengemeinde Dortmund - St. Petri-Nicolai, Nr. 60 (Standort: 10, 489), abgerufen am 8. Januar 2026. Ein Tidemann von Schide war 1401–1443 Dortmunder Bürgermeister.
Wappen Blasonierung: In Silber ein roter Balken mit drei gestümmelten silbernen Ästen beladend. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Helmdecken zwei gestümmelte nach außen geneigte silberne Äste.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 355 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 112 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 278 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Patriziergeschlecht (Dortmund) Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht