Hans Joachim Ahrens (* 15. Juli 1934 in Braunschweig) ist ein deutscher Psychologe und Hochschullehrer.Ahrens, Hans Joachim. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 3: 1933–1986. Springer, Heidelberg 2009, S. 75, ISBN 978-3-540-88834-5.

Leben und Wirken Hans Joachim Ahrens absolvierte von 1952 bis 1956 zunächst eine Lehre als Feinmechaniker. Ab 1958 studierte er dann Psychologie, Philosophie, Psychopathologie und Biologie an der Universität Hamburg. 1964 schloss er sein Studium mit der Prüfung zum Diplom-Psychologen ab und arbeitete bis 1965 als wissenschaftlicher Assistent am dortigen Psychologischen Institut. Anschließend wechselte er als Assistent an die Technische Universität Braunschweig und promovierte dort 1967 zum Dr. rer. nat. mit einer Dissertation über "Zur Optimalität von Gruppenentscheidungen". Von 1968 bis 1973 war er als wissenschaftlicher Assistent am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg tätig und habilitierte sich 1971 für das Fach Psychologie. Zunächst lehrte er als Wissenschaftlicher Rat, seit 1973 als Professor an der Heidelberger Universität und trat 1999 in den Ruhestand. Von 1980 bis 1999 leitete er den Arbeitsbereich Biopsychologie.

Seit 1993 ist Ahrens Mitglied des Konrad-Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung.

Veröffentlichungen (Auswahl)

(Mitautor): Theo Herrmann (Hrsg.): Psychologie der Erziehungsstile. Hogrefe, Göttingen 1966 (4. Aufl. 1974, ISBN 3-8017-0047-X). (Mitautor): Klaus-Eckart Ronge (Hrsg.): Steckbrief der Psychologie (= UTB, Bd. 37). Quelle & Meyer, Heidelberg 1971, ISBN 3-494-02007-8 (4. Aufl. 1983). Multidimensionale Skalierung. Methodik, Theorie und empirische Gültigkeit mit Anwendungen aus der differentiellen Psychologie und Sozialpsychologie. Beltz, Weinheim 1974, ISBN 3-407-54512-6 (= Habilitationsschrift Universität Heidelberg). (Mitautor): Manfred Amelang u. a.: Brennpunkte der Persönlichkeitsforschung. Hogrefe, Göttingen 1984, ISBN 3-8017-0203-0. (Hrsg., mit Manfred Amelang): Biologische Funktionen individueller Differenzierung (= Brennpunkte der Persönlichkeitsforschung, Bd. 2). Hogrefe, Göttingen 1989, ISBN 3-80170325-8. (Mithrsg.): Attraktion und Liebe. Formen und Grundlagen partnerschaftlicher Beziehungen (= Brennpunkte der Persönlichkeitsforschung, Bd. 3). Hogrefe, Göttingen 1991, ISBN 3-8017-0340-1 (2. Aufl. 1995). (Mithrsg.): Partnerwahl und Partnerschaft. Formen und Grundlagen partnerschaftlicher Beziehungen (= Brennpunkte der Persönlichkeitsforschung, Bd. 4). Hogrefe, Göttingen 1991, ISBN 3-8017-0455-6 (2. Aufl. 1995). (Mitautor): Jürgen Neuser (Hrsg.): Projektion. Grenzprobleme zwischen innerer und äußerer Realität. Hogrefe, Göttingen 1992, ISBN 3-8017-0402-5. Der wissenschaftliche Wert der EE für die Psychologie. In: Rupert Riedl/Manuela Delpos (Hrsg.): Die evolutionäre Erkenntnistheorie im Spiegel der Wissenschaften. WUV-Universitätsverlag, Wien 1996, S. 80–95, ISBN 3-85114-196-2. (mit Manfred Amelang): Ausmaß und Verteilung individueller Differenzen. In: Kurt Pawlik (Hrsg.): Grundlagen und Methoden der differentiellen Psychologie (= Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich C, Serie 8, Bd. 1). Hogrefe, Göttingen 1996, S. 31–81, ISBN 3-8017-0533-1. Vergleichende Biopsychologie. Evolution und Verhalten lebender Systeme. In: Eva Irle (Hrsg.): Vergleichende Psychobiologie (= Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich C, Serie 1, Bd. 7). Hogrefe, Göttingen 1998, S. 1–104, ISBN 3-8017-0548-X. Psychologie von A–Z. Die 60 wichtigsten Disziplinen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-1477-6.

Einzelnachweise

Kategorie:Psychologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Biopsychologe Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann