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Das Naturschutzgebiet Schachen und Reintal liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern an der Grenze zu Österreich. Es ist Teil des FFH-Gebietes „Wettersteingebirge“ (8532-371).

Beschreibung Das 39,63 km² große Gebiet beginnt im Westen am Zugspitzplatt, Brunntalkopf und der Inneren Höllentalspitze und endet im Osten im Ferchenseeraum, knapp 900 m nordöstlich der Unteren Wettersteinspitze. Nach Norden bildet – von Westen kommend – zunächst der Jubiläumsgrat die Grenze. Nach dem Hochblassen verläuft diese weiter auf oder etwas neben dem Grat über den Hohen Gaif, den Mauerschartenkopf und den Hohen Gaifkopf, bis sie etwa 1,5 km nach Norden ausgreift und anschließend in weitgehend ostwärtiger Richtung über den Keilschrofen Richtung Ferchensee verläuft. Nach Süden schließt das Naturschutzgebiet mit der Staatsgrenze ab.

Das Naturschutzgebiet umfasst somit das Reintal mit der Partnach von deren Ursprung bis zur Mitterklamm, das Oberreintal, den Schachen mit dem Schachensee und die Wettersteinalm. Gebäude in diesem Gebiet sind unter anderem die Reintalangerhütte, die Bockhütte, die Oberreintalhütte, die Meilerhütte, das Königshaus am Schachen, das Schachenhaus, die Wettersteinalm und die Jubiläumsgrathütte.

Geschichte Mit der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Schachen und Reintal“ erließ Innenminister Bruno Merk am 9. September 1970 die Grundlage für das heutige Naturschutzgebiet. Die Verordnung trat am 1. Oktober desselben Jahres in Kraft.

Zugleich wurden damit folgende frühere Schutzgebiete aufgehoben, die mindestens Teile des heutigen Gebiets umfassten: Naturschutzgebiet Schachen im Wettersteingebirge im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Verordnung des Regierungspräsidenten vom 20. Juli 1943) Landschaftsschutzgebiet „Wetterstein“ (Kreisverordnung des Landkreises Garmisch-Partenkirchen vom 30. Oktober 1961)

Ökologie Aus landschaftlicher Sicht umfasst das Naturschutzgebiet hauptsächlich alpine Rasen und naturnahe Kalkmagerrasen, Felslandschaften und Schuttfelder sowie Nadel-, Bergmisch-, Schlucht-, Hangmisch- und Auwälder.

Große Teile der Wälder im Naturschutzgebiet sind als Naturwald ausgewiesen.

Die Fauna weist mit dem Birkhuhn eine vom Aussterben bedrohte Art auf. Außerdem gibt es bedeutende Alpenschneehuhn-Bestände.

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Kategorie:Wettersteingebirge Kategorie:Geographie (Garmisch-Partenkirchen) Kategorie:Geographie (Mittenwald) Kategorie:Schutzgebietsgründung 1970