mini|hochkant|Manuel Sans Segarra (2024) Manuel Sans Segarra (* 25. April 1943) ist ein spanischer Chirurg und Nahtodforscher. Er war über viele Jahre mit dem Universitätsklinikum Bellvitge in Barcelona verbunden, wo er als Leiter der Viszeralchirurgie tätig war.
Nach Medienberichten wurde Sans Segarra als einer der frühen Anwender der laparoskopischen Chirurgie in Spanien bezeichnet.
Seine Ansichten zu Bewusstsein und Nahtoderfahrungen fanden in den vergangenen Jahren verstärkte mediale Aufmerksamkeit, sind jedoch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft umstritten und gelten nicht als gesicherter wissenschaftlicher Konsens.
Ausbildung und berufliche Laufbahn Sans Segarra studierte Medizin und Chirurgie an der Universität Barcelona und promovierte dort mit Auszeichnung (cum laude) mit einer Arbeit zum Thema Ösophaguskarzinom.
Während seiner beruflichen Laufbahn war er am Universitätsklinikum Bellvitge tätig und übernahm dort leitende Aufgaben in der chirurgischen Abteilung. Zudem war er in ärztlichen Standesorganisationen in Barcelona aktiv und arbeitete als Hochschullehrer an der Universität Barcelona.
Im Mai 2025 wurde Sans Segarra in die Real Academia Europea de Doctores (RAED) aufgenommen.
Forschung zu Nahtoderfahrungen Laut eigenen Aussagen und Medienberichten begann Sans Segarra sich mit Nahtoderfahrungen zu befassen, nachdem ein Patient nach einem klinischen Todeszustand erfolgreich reanimiert worden war.
In Interviews vertritt er nach eigenen Angaben die Hypothese einer sogenannten „nicht-lokalen Bewusstseinsform“. Diese Annahmen beruhen auf seiner Interpretation klinischer Fallberichte und werden vor allem in populärwissenschaftlichen und medialen Kontexten thematisiert.
Rezeption und Kritik Die öffentliche Rezeption seiner Thesen erfolgt überwiegend in populärwissenschaftlichen und medialen Kontexten. Seine Aussagen zu Bewusstseinsforschung und Nahtoderfahrungen wurden unter anderem in internationalen Medien aufgegriffen, darunter auch in britischen Tageszeitungen.
Aus Teilen der wissenschaftlichen Gemeinschaft wird kritisiert, dass bei der Verwendung von Begriffen aus der Quantenmechanik im Zusammenhang mit Bewusstseinsphänomenen keine ausreichende empirische Grundlage bestehe. Solche Ansätze werden teilweise dem sogenannten „Quantenmystizismus“ zugeordnet.
Veröffentlichungen Manuel Sans Segarra: Diagnóstico y tratamiento quirúrgico del cáncer de páncreas exocrino. Spanisch, Editorial Científico-Médica, Barcelona 1988, ISBN 978-84-22-40826-0. Manuel Sans Segarra, Juan Carlos Cebrián: La supraconciencia existe: vida después de la vida. Spanisch, Editorial Planeta, Barcelona, 2024, ISBN 978-84-08-29128-2. Manuel Sans Segarra, Juan Carlos Cebrián, Josep Maria Clopés: Ego y supraconciencia. Buscando el sentido de la vida. Spanisch, Editorial Planeta, Barcelona, 2025, ISBN 978-84-08-30741-9.
Weblinks Website von Manuel Sans Segarra
Einzelnachweise
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