Latisha McCrudden ist eine irische Aktivistin aus Lisacul im County Roscommon. Sie ist gemeinsam mit Emma Ward eine der Gastgeberinnen des von Spunout produzierten Podcasts Mincéirs: Paving the Way über Themen des fahrenden Volkes der Pavee (Irish traveller).

Leben McCrudden wuchs in Lisacul (West Roscommon) auf und begann 2023 ein Jurastudium an der University of Galway. Sie schilderte eine schwierige Jugendphase mit Depressionen und Suizidgedanken im Alter von 14 Jahren und suchte Hilfe bei Pieta House. Im Alter von zehn Jahren wurde bei ihr nach der Entfernung eines gutartigen Schädeltumors eine fibröse Dysplasie festgestellt, die sie als „zweite Chance“ begriff. Sie gehört der Pavee-Gemeinschaft an und setzt sich seit Jugendjahren gesellschaftlich ein.

Wirken McCrudden ist seit ihrer Schulzeit in Organisationen wie dem Irish Traveller Movement Youth Forum und Minceirs Whiden tätig, hielt Vorträge und setzte sich insbesondere für Bildungsfragen der Pavee-Gemeinschaft ein. Im Jahr 2024 wurde sie als eine von 21 Personen für die Alice Academy for Activists ausgewählt. Gemeinsam mit Emma Ward moderiert sie den Podcast Mincéirs: Paving the Way, der Beiträge junger Pavees präsentiert und im Drei-Wochen-Rhythmus erscheint. Die erste Folge thematisierte McCruddens Erfahrungen mit Rassismus im Karate-Sport. 2024 wurde McCrudden in eine vom Irish Examiner kuratierte Liste von „100 women changing Ireland“ aufgenommen. Für ihren Einsatz erhielt sie zudem den Catalyst Award bei den Tatler Women of the Year Awards in Irland.

Einzelnachweise

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