Wellerthal ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Wellerthal liegt in der Gemarkung Silberbach.

Geographie Die Einöde liegt an der Eger und ist allseits von Wald umgeben; im Norden ist es die Selber Forst und im Süden die Kaiserhammer Forst-Ost. Das gesamte Gebiet des dortigen Egertales steht unter Naturschutz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Blumenthal (0,7 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2178 (1,3 km nördlich).

Geschichte In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kaufte der sächsische Handelsmann Johann Christoph Weller die beutnerschen Hütten- und Hammerwerke in Arzberg und verlegte sie wegen der besseren Lage im Jahr 1689 ins Egertal. Er betrieb einen Hochofen, zwei Blechhammer und ein Zinnhaus. Es kamen ein Herrenhaus und Wohnhäuser für die Arbeiter hinzu, außerdem eine Mühle, eine Schneidsäge, ein Brauhaus und ein Gasthaus.D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 762f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Wellerthal dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Wellerthal dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Silberbach zugewiesen. Nach mehrfachen Besitzerwechsel verfiel das Hammerwerk; 1853 kaufte es der Staat auf und ließ das Gebiet aufforsten.

Am 1. Januar 1978 wurde Wellerthal im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 40 5 27 17 27 17 15 10 6 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 3 3 2 3 1Quelle

Religion Wellerthal ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ortsteil von Selb Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren