Carl Greis (* 8. Oktober 1861 in Frankfurt am Main; † 15. Februar 1950 in Braunschweig) war ein deutscher Sänger (Bariton) und Opernspielleiter.
Leben Sein Vater war Chorsänger (Tenor) am Theater. Carl Greis ließ sich nach unbefriedigender Lehre als Kaufmann bei Friedrich Rübsam zum Sänger (Bariton) ausbilden und debütierte in der Spielzeit 1885/86 an der Oper Frankfurt. Ab 1886 war er als Sänger am Stadttheater Straßburg engagiert. Dort bekam er 1888 ein Angebot aus Braunschweig vom dortigen herzoglichen Hoftheater. Er wurde Hofopernsänger und war nach dem Ende seiner Sängerkarriere 1922 noch bis 1928 Opern-Spielleiter. Greis war beliebt und konnte „mit Befriedigung auf meine 40-jährige Tätigkeit zurückblicken“ (eigener Lebenslauf). Sein Repertoire als Spiel- und Heldenbariton umfasste unter anderem die Hauptrollen des Figaro (Le nozze di Figaro), Wolfram (Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg), Papageno (Die Zauberflöte), des Grafen Luna (Il trovatore), des Zaren (Zar und Zimmermann) und des Barbiers von Sevilla (Il barbiere di Siviglia) sowie die Nebenrollen des Masetto (Don Giovanni) und des Heerrufers (Lohengrin).
Er heiratete eine Kaufmannstochter aus Wolfenbüttel und bekam drei Kinder (Hermine, Maximilian und August, der sich später Ulrich nannte). Er blieb bis zu seinem Tod 1950 in Braunschweig und war zuletzt Ehrenmitglied im Ensemble des Staatstheaters.
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Einzelnachweise
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