Antonio Rivero Taravillo (geboren 10. Mai 1963 in Melilla; gestorben 19. September 2025 in Sevilla) war ein spanischer Schriftsteller, Dichter, Übersetzer und Essayist.

Biografie Als er ein Jahr alt war, zog die Familie nach Sevilla um. Dort entfaltete sich seine akademische Karriere.

Er studierte englische Philologie an der Universität Sevilla. Als Mitglied des Poesie-Zirkels der Fakultät leitete er die Zeitschrift Claros del Bosque des literarischen Kreises María Zambrano der Universität. Ein Studium in englischer und schottischer Literatur an der Universität Edinburgh ergänzte seine akademische Ausbildung. Im Selbststudium lernte er Gälisch und beherrschte es mit der Zeit so gut, dass er die Werke bekannter Autoren übersetzen konnte, die in dieser Sprache schrieben. Zudem lernte er Irisch und Walisisch.

1989 erhielt er ein Stipendium der Universität Edinburgh für englische und schottische Literatur im Rahmen des Programms SUISS (Scottish Universities International Summer School). 1989 wurde er Leiter der englischen Buchhandlung in Sevilla. 2000 wurde er, ebenfalls in Sevilla, der erste Direktor der neu eröffneten Niederlassung der Buchhandelskette Casa del Libro.

Von 2006 bis 2007 leitete er die literarischen Zeitschriften Mercurio – Panorama de Libros und El Libro Andaluz. Seine Beiträge erschienen auf den Kulturseiten zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften, darunter die Beilagen La Mirada des Correo de Andalucía, Culturas des Diario de Sevilla, El Viajero von El País. Für El Mundo schrieb er regelmäßig als Kolumnist. Er leitete die literarische Zeitschrift Claros del Bosque, gründete und leitete zudem die Zeitschrift Estación Poesía, beide herausgegeben von der Universität Sevilla. Er leitete den Verlag Parentésis, in Spanien ein Vorreiter für elektronische Bücher. Von 2008 bis 2020 unterhielt er den literarischen Blog Fuego con Nieve. Von 2017 bis 2023 war er literarischer Beisitzer und Koordinator der Buchmesse von Sevilla.

Er schrieb mehrere Reisebücher, sechzehn Gedichtbände sowie zahlreiche Übersetzungen, Essays, Artikel und Rezensionen. Er schrieb preisgekrönte Biografien von Luis Cernuda und Juan Eduardo Cirlot. Seine große Biografie von Álvaro Cunqueiro erschien kurz nach seinem Tod.

Werk (Quelle: ) Dichtung

Aphorismen

Romane

Kurzgeschichte Los Muchos, mit einem Prolog von Juan Bonilla, Pedro Tabernero Editor, 2019.

Reisebücher

Essays und Biografien

Memoiren Un hogar en el libro, Newcastle Ediciones, 2022.

Herausgeber und Übersetzer Neben den genannten Werken leistete Antonio Rivero eine kaum überschaubare Vielzahl von Übersetzungen und Herausgaben.

Auszeichnungen

2005 Premio Archivo Hispalense. 2005 oder 2006 Premio Andaluz a la Traducción Literariaandalusischer Preis für literarische Übersetzung für seine Übersetzungen von John Keats. 2008 Premio Comillas für seine Biografie von Luis Cernuda. 2011 Preis der Buchmesse von Sevilla. 2016 Premio de Biografía Antonio Domínguez Ortiz für Cirlot. Ser y no ser de un poeta único.Cirlot. Sein und Nichtsein eines einzigartigen Dichters. 2017 Premio de Aforismos Rafael Pérez Estrada für die Sammlung Especulaciones ciegas.blinde Spekulationen 2022 Premio Nacional de Poesía Lara Cantizani der Stadt Lucena für sein Buch Los hilos rotos.Die zerrissenen Fäden 2023 Premio de Poesía der Stadt Alcalá de Henares für Ahora. 2025 Premio de Poesía Paul Beckett für Un invierno en otoño.Ein Winter im Herbst

Einzelnachweise

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