Franz Huth (geboren 24. Juni 1906 in Strasburg (Uckermark); gestorben 22. März 1933 in Berlin)Widerstand in Berlin gegen das NS-Regime 1933 bis 1945: ein biographisches Lexikon, Band 3, Trafo Verlag, 2002, S. 154. war ein deutscher Widerstandskämpfer der KPD.
Leben Huth entstammte einer politisch aktiven Familie. Er war Leiter der Parteischule der KPD in Röntgental und Funktionär der Roten Jungfront, der Jugendorganisation des paramilitärischen Roten Frontkämpferbunds der KPD. Anfang 1933 wurde er Kampfverbandleiter der KPD.Hans-Rainer Sandvoss: Widerstand in Prenzlauer Berg und Weißensee, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 2000, S. 112.
Huth lebte in der Rykestraße 3 in Berlin-Prenzlauer Berg. Am 22. März 1933 wurde er verhaftet. Die SA kam zunächst in die Wohnung seiner Mutter, wo sie seinen Bruder Fritz Huth verhafteten. Er selbst wurde bei seiner Schwester Johanna Frisch in der Rykestraße 21 verhaftet. Im SA-Quartier in der Hedemannstraße in Berlin-Kreuzberg wurde er am gleichen Tag ermordet. Da sein Bruder Fritz Huth den Aufenthaltsort seines Bruders nicht verraten wollte, wurde er so schwer misshandelt, dass er, obwohl er freigelassen wurde, wenige Tage später ebenfalls verstarb. Vor seinem eigenen Tod musste Fritz Huth noch mit ansehen, wie die SA seinen Bruder totprügelte. Fritz Huth ist ebenfalls in der KPD und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv gewesen.
Gedenken mini|hochkant|Gedenktafel in der Rykestraße 3 Für Huth hatte die VVN im Jahr 1957 an seinem Wohnhaus eine Gedenktafel anbringen lassen. Diese wurde 1977 restauriert.Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Dokumentation, Band II. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999. Nach dem Mauerfall 1989 wurde sie entfernt, aber später, nach der deutschen Wiedervereinigung kam eine neu gestaltete Tafel an das Haus, wenn auch mit einem veränderten Text (siehe Bild).
Auf der Vorgängertafel aus Sandstein war zu lesen: Hier wohnte der antifaschistische Widerstandskämpfer Franz Huth geb. am 24.6.1906 Als Funktionär der KPD wurde er am 22. März 1933 von der SA ermordet
Die jetzige Tafel trägt unter dem Dreieckssymbol der Verfolgten des Naziregimes die Inschrift: Hier wohnte der antifaschistische Widerstandskämpfer Franz Huth geb. 24.6.1906 ermordet 22.3.1933
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Gedenktafeln in Berlin
Einzelnachweise
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