Werner Krumbein (* 7. März 1917; † 6. März 1996 in BerlinNeues Deutschland, Berlin, 14. März 1996.) war ein deutscher Dirigent.
Leben und Werk Krumbein absolvierte bis 1934 in Weimar das Realgymnasium und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Weimar. Er leitete dann das Radio-, Tanz- und Unterhaltungsorchesters Leipzig, das auch nach dem Ende des NS-Staats weiter existierteGünter Lucks: Ich war Hitlers letztes Aufgebot. Weltbild, 2010 (ohne Seitenangabe).
Von 1950 bis 1958 war Krumbein Chefdirigent des neu gegründeten Rundfunk-Blasorchesters Leipzig. Es bestand aus 30 Bläsern. Eine solche Gründung war europaweit einzigartig. Krumbein prägte entscheidend dessen Profil.Gerd Dietrich: Kulturgeschichte der DDR. Vandenhoeck + Ruprecht, 2019, S. 528. Ab 1958 war Krumbein Leiter des gleichfalls neu gegründeten Estradenorchesters des Deutschlandsenders in Berlin und von 1961 bis 1983 musikalischer Direktor des Berliner Metropol-Theaters. Dort dirigierte er u. a. 1964 die Uraufführung des Musicals Mein Freund Bunbury von Gerd Natschinski.
Aufnahmen mit Krumbein als Dirigent wurden vom DDR-Schallplattenlabel Amiga veröffentlicht.Werner Krumbein. Discogs.
Ehrungen 1960: Erich-Weinert-MedailleNeues Deutschland, Berlin, 11. November 1960, S. 4. 1964: Ehrenbürgerschaft der Stadt Crimmitschau 1968: Goethe-Preis der Stadt Berlin 1969: Verdienstmedaille der Deutschen Demokratischen Republik
Einzelnachweise
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