Hildegarde Beatrice Hinde, geb. Ginsburg, (* 1871 in Binfield, Grafschaft Berkshire; † 20. Februar 1959 in Le Bouveret, Schweiz) war eine britische Autorin, Linguistin und Anthropologin. Sie schrieb zwei Bücher über ostafrikanische Sprachen und arbeitete mit ihrem Ehemann Sidney Langford Hinde an einem Buch über das Volk der Massai. Sie lieh ihren Namen auch drei afrikanischen Säugetieren.

Familie Hinde war eine Tochter des Bibelwissenschaftlers Christian David Ginsburg und seiner zweiten Frau Emilie Hausburg.Artikel: Dr. Ginsburg. In: The Times. Ausgabe Nr. 40466. London. 9. März 1914. Ihre ältere Schwester Emilie Catherine heiratete 1889 den Geographen Halford Mackinder. 1897 heiratete Hildegarde Sidney Langford Hinde (1863–1930), einen Kolonialverwalter in Britisch-Ostafrika,Gerry Kearnes: Geopolitics and Empire: The Legacy of Halford Mackinder. Oxford University Press. ISBN 978-0-19-923011-2. S. 116. Resident des Massai-Oberhaupts.Sidney Langford Hinde; Hildegarde Beatrice Hinde: The last of the Masai. London, W. Heinemann. London. 1901. Seite XI. Link.

Tätigkeit als Autorin Hildegarde und Sidney Hinde waren gemeinsame Autoren von The Last of the Massai, einem Buch, das 1901 von William Heinemann veröffentlicht wurde. Es enthält Feldnotizen, die einige ostafrikanische Tiere und Vögel beschreiben, sowie Fotos, darunter eines, das einen „von Frau S.L. Hinde geschossenen Löwen“ zeigt.Sidney Langford Hinde; Hildegarde Beatrice Hinde: The last of the Masai. London, W. Heinemann. London. 1901. Seite 157. Link.

Im Jahr 1901 veröffentlichte Cambridge University Press Hildegarde Hindes Buch The Masai language: grammatical notes together with a vocabulary. In einem Vorwort gab sie an, dass sie „keine besonderen philologischen Qualifikationen“ habe, sondern dass sie die Sprache „direkt von den Massai“ gelernt habe. Eine Rezension in der anthropologischen Zeitschrift des Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland Man von Robert Needham Cust beschrieb es als:

Ebenfalls Cambridge University Press veröffentlichte 1904 ihre Vocabularies of the Kamba and Kikuyu languages of East Africa. Eine Rezension in der Man bemerkte, dass dieses „bewundernswerte“ Buch „in den Händen aller sein sollte, die in die Regionen reisen oder sich dort niederlassen, wo diese Dialekte vorkommen.“R. W. F.: Vocabularies of the Kamba and Kikuyu languages of East Africa. By Hildegarde Hinde. In: Man. Band 4. S. 189.

Im Jahr 1907 veröffentlichte die Zeitschrift Empire Review Hindes Artikel mit dem Titel „Empire in the making“, in dem sie die Schwierigkeiten für Kolonialverwalter in Ostafrika beschrieb:

Auch Hindes Artikel Magic among certain East African Tribes wurde 1906 in der Empire Review veröffentlicht.Hildegarde Hinde: Magic among certain East African tribes. In: The Empire Review. Band XII. Ausgabe: 68. S. 150–154. Link. Abgerufen am 19. März 2024.

1926 veröffentlichte das schottische Verlagshaus Williams & Norgate Some Problems of East Africa,Hildegarde Hinde: Some Problems of East Africa. Williams and Norgate. London. 1926. Link. Abgerufen am 19. März 2024. eine Schrift, in der sich Hinde zum Ziel gesetzt hatte, „eine anscheinend mögliche Lösung für die schwerwiegenden politischen Schwierigkeiten vorzuschlagen, die in den letzten Jahren aufgetreten sind“, letztlich aber zu dem Schluss kam:

Naturforscherin und Sammlerin Hinde war ebenso als autodidaktische Naturforscherin tätig, die den Sammlungen von Fledermäusen und Nagetieren des British Museum Exemplare neuer Gattungen zur Verfügung stellte.Thomas, Oldfield: New bats from British East Africa collected by Mrs. Hinde, and from the Cameroons by Mr. G . L. Bates. In: Annals and Magazine of Natural History. XIII (LXXV). 1904. S. 206–210. Drei Arten kleiner afrikanischer Säugetiere wurden von dem britischen Zoologen Oldfield Thomas nach ihr benannt. Dies waren: Taphozous hildegardeae (: Hildegarde's tomb bat) aus der Gattung der Grabfledermäuse Zelotomys hildegardeae (: Hildegarde's broad-headed mouse; : Hildegarde-Breitkopfmaus) aus der Gattung der Breitkopfmäuse und Crocidura hildegardeae (: Hildegarde's shrew) aus der Gattung der Weißzahnspitzmäuse.Bo Beolens, Michael Watkins, Michael Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. JHU Press. 2009. S. 189. ISBN 978-0-8018-9533-3.

Späteres Leben Von 1914 bis 1940 lebte sie mit ihrer verwitweten Mutter und ihrer Schwester Emilie Mackinder auf Capri. Sie zogen 1940 in die Schweiz.Gerry Kearnes: Geopolitics and Empire: The Legacy of Halford Mackinder. Oxford University Press. ISBN 978-0-19-923011-2. S. 122. Sie starb dort am 2. Februar 1959.Eintrag: HINDE, Hildegarde Beatrice, Mrs. Auf der Homepage: Europeans in East Africa. Link. Abgerufen am 19. März 2024.

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