alternativtext=Kreuzkirche im Stadtteil St. Jürgen am 19. August 2022|mini|Kreuzkirche Die evangelisch-lutherische Kreuzkirche ist ein Kirchengebäude im Stadtteil St. Jürgen in Lübeck. Die Kirche wurde in den Jahren 1969 bis 1971 errichtet. 2022 beschloss die Kirchengemeinde St. Jürgen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wegen Mitgliederschwund die Profanierung und den Verkauf des Gebäudes.

Geschichte Um die Kreuzkapelle, aus der die Kreuzkirchengemeinde 1956 hervorging, hatte sich im westlichen Teil von St. Jürgen ein eigenes Gemeindezentrum entwickelt. Weil die bestehende Kapelle den Bedarf nicht mehr decken konnte, wurde zwischen 1969 und 1971 an der Billrothstraße nach Plänen des Hamburger Architekten Friedhelm Grundmann das heutige Kirchengebäude mit neuem Gemeindezentrum, Gemeindehaus, Pastorat und Küsterwohnung errichtet. Die Einweihung erfolgte am 16. Mai 1971.

Der Innenraum wirkt nüchtern, die Gemeinde sitzt im Halbrund vor Kanzel und Altar. Für die Arbeit mit jungen und alten Menschen bietet das von Anfang an behindertengerecht gebaute Gemeindezentrum gute Möglichkeiten. 1983 wurde der Turm mit einem plastisch gestalteten Kreuz aus Aluminium bekrönt, dessen Entwurf wurde von dem Bildhauer Hans Kock

Fusion mit der Kirchengemeinde St. Jürgen Aufgrund von rückläufigen Kirchenmitgliederzahlen in den Kirchengemeinden des Stadtteils fusionierte die Kirchengemeinde St. Jürgen im Jahr 2002 mit der Gemeinde St. Augustinus zur Kirchengemeinde St. Jürgen. Im Jahr 2005 schloss sich die Kreuzkirchengemeinde mit der Kirchengemeinde St. Martin mit dieser zusammen. Nach zweijähriger Planungszeit stellte der Kirchengemeinderat im Oktober 2022 ein neues Gebäudekonzept vor, das vorsieht, die Kreuzkirche und die St.-Augustinus-Kirche zu profanieren und die Immobilien (Gemeindehaus, Küsterwohnung und Pastorat) in der Billrothstraße zu verkaufen.Lübeck live: St. Jürgen: Kreuzkirche und St. Augustinus werden verkauft. Abgerufen am 2. Oktober 2022.Neues Gebäudekonzept der St.-Jürgen-Gemeinde. Abgerufen am 2. Oktober 2022.

Entwidmung Der letzte Gottesdienst in der Kreuzkirche findet am 6. September 2026 statt. Dann wird die Kirche auf Abriss verkauft. An ihrer Stelle soll in den kommenden Jahren neuer Wohnraum entstehen.Kreuzkirche Lübeck wird entwidmet und geschlossen. In: ndr.de. 1. September 2026, abgerufen am 2. September 2026.

Orgel alternativtext=Orgel der Kreuzkirche|mini|hochkant|Orgel Die Orgel ist ein Werk der Orgelbaufirma Klaus Becker aus Kupfermühle aus dem Jahr 1974 mit 14 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Sie befindet sich auf einer für den Chor vorgesehenen Erhöhung vorn auf der rechten Seite. Standort und Äußeres wurden vom Architekten Friedhelm Grundmann entworfen. Die Disposition lautet:

I Hauptwerk C–g3 1. Spitzflöte 8′ 2. Prinzipal 4′ 3. Quinte ′ 4. Gemshorn 2′ 5. Terz ′ 6. Mixtur IV Tremulant II Brustwerk (schwellbar) C–g3 7. Gedackt 8′ 8. Rohrflöte 4′ 9. Principal 2′ 10. Quinte ′ 11. Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 12. Subbaß 16′ 13. Gemshorn 8′ 14. Schalmei 4′ Koppeln: II/I, I/P, II/P Traktur: Schleifladen, vollmechanisch schwarze Unter-, weiße Obertasten

Glocke Im Betonturm hängt eine Glocke, die von dem Glockengießer Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen wurde. +Nr.SchlagtonGewicht (kg)Gießer, GussortGussjahr1b1562F. W. Schiling, Heidelberg1971

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Einzelnachweise

Kreuzkirche Kategorie:Kreuzkirche Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kreuzkirche Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren Kategorie:Geläut Kategorie:Disposition einer Orgel