Die Liste der Äbte des Klosters Murbach führt die Äbte des Klosters Murbach auf, unabhängig von den unterschiedlichen Formen und Bezeichnungen der Einrichtung in den mehr als 1000 Jahren ihres Bestehens.Ab 727 Kloster (Benediktinerkloster) oder Abtei, ab 1228 Fürstabtei (Müller: Die Klosterkirche, S. 5) und ab 1764 war die Einrichtung ein adeliges Ritterstift (Hotz: Handbuch, S. 141).
Liste mini|hochkant|Abt Adalbert von Hornbach übergibt seinen Codex an St. Pirminius (rechts)Buchmalerei, Hornbacher Sakramentar, um 983. mini|hochkant|Karl der Große auf einem Denar mini|hochkant|Fürstabt Wolf Dietrich von Raitenau, von Kaspar Memberger mini|hochkant|Fürstabt Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich mini|hochkant|Fürstabt Franz Egon von Fürstenberg-Heiligenberg mini|hochkant|Fürstabt Kasimir Friedrich von Rathsamhausen 1698–1786 mini|hochkant|Fürstabt Benedikt Anton Friedrich von Andlau-Homburg
Pirminius 727 (Organisator der Gründung) Romanus 727–751 Baldobertus 751–762, auch Bischof von Basel Herbert 762–774 Amicho 774–786 Sintpert 786–792 – ob er mit Bischof Simpert von Augsburg identisch istSo: Legin: Die Abtei Murbach, S. 4., ist umstritten.Lothar Bily: Simpert (auch: Simbert, Sintpert), Bischof von Augsburg. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Bd. 10. Bautz, Herzberg 1995. ISBN 3-88309-062-X, Sp. 478–480. Karl der Große, Laienabt 792–793Legin: Die Abtei Murbach, S. 4, nennt die Jahre 782–783. Agilmar 793 Geroch, Bischof von Eichstätt, 793–808(?) Guntram, beglaubigt 811 Sigismar (Sigismundus), beglaubigt 829 Iskar (Isker), beglaubigt 870 Friedrich, beglaubigt 876 Nandbert, beglaubigt 910 Vakanz von 936Bei dem Einfall der Ungarn im Elsass wurde im Juli 936 auch das Kloster Murbach geplündert, sieben Mönche wurden ermordet und das Klosterleben kam für zwei Jahrzehnte zum Erliegen (Legin: Die Abtei Murbach, S. 5).–959 Landelous 959–977?, 961 Bischof von Basel Beringer 977–988? Helmerich 988–? Werner ?–994 (cluniazensischer Reformator)Müller: Die Klosterkirche, S. 4. Degenhard beglaubigt 1012–1025 Eberhard 1026–? Wolfrad, beglaubigt 1049 Ulrich von Lorsch, 1073–1075 Samuel von Weißenburg 1080–1097 Erlolf von Bergholz (ca. 1110–1122), auch Abt des Klosters Fulda (1114–1122) Bertold 1122–1149 Egilolf von Erlach 1150–1162 Konrad von EschenbachWolfgang Friedrich von Mülinen: Der Oberaargau. Beiträge zur Heimatkunde des Kantons Bern, Deutschen Theils, Heft 5, Verlag von Nydegger & Baumgart, Bern, 1890, S. 80. beglaubigt von 1173 bis 1186 Widerolph 1187–1188 Simbert II. ? –1149 Arnold von Frohburg 1194–31. März 1216 Hugo von Rothenburg, 1216–1236Xavier Mossmann: Cartulaire de Mulhouse, Band 1, S. 3., Erbauer der Burg Hugstein Albrecht von Frohburg, Verwalter 1237–1244 Theobald von Faucolgney, 1244–1260 Berthold von Steinbronn, 1260–1285 Berchtold von FalkensteinAmbros Kocher: Solothurner Urkundenbuch. Erster Band 762–1245, Staatskanzlei des Kantons Solothurn, Solothurn, 1952. Stammtafel 2. 1286–1299 Albrecht / Albert von Liebenstein, 1299Durch den Propst des Domkapitels Basel ernannt, nachdem sich wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage des Klosters niemand fand, der sich wählen lassen wollte (Bischoff, S. 32).–1303Bischoff, S. 32. Interregnum nach einer Doppelwahl 1303–1305. Eine von Papst Benedikt XI. eingesetzte Kommission ernannte schließlichBischoff, S. 32f.: Konrad von Widergrün aus Stauffenberg 1305–1334Bischoff, S. 32. Konrad Werner von Murnhard, 1334–1343Bischoff, S. 32. Heinrich von Schauenburg 1343–1353Bischoff, S. 32. Johann Schultheiss 1354–1376Bischoff, S. 32. Wilhelm Stoer von Stoerenburg 1377–1387 (abgesetztBischoff, S. 32.) Rudolf von Wattweiler 1387–1393, eingesetzt durch den Bischof von BaselBischoff, S. 33. Wilhelm von WasselnheimHeute: Wasselonne. 1393–1428Bischoff, S. 32. Peter von Ostein 1428–1434Bischoff, S. 32. Dietrich von Hus 1434–1447 Bartholomäus von Andlau 1447–1476Vgl.: Achatius von Griessen 1476–1489Bischoff, S. 32. Walter Mönch von Wilsberg 1489–1513Bischoff, S. 32. Georg von MasmünsterHeute: Masevaux. 1513–1542. Bei seiner Wahl zum Abt von Murbach war er bereits Abt des Klosters LureBischoff, S. 34., zusätzlich wurde er auch noch Administrator des Klosters Marmoutier.Bischoff, S. 62.Ein Wappen-Glasgemälde von ihm nach einem Riss von Hans Holbein dem Jüngeren befindet sich im Historischen Museum Basel (). Johann Rudolf Stoer von Stoerenberg 1542–1570 Johann Ulrich von Raitenau 1570–1587 Wolf Dietrich von Raitenau 1587 Gabriel Giel von Giersberg 1587 (Wahl für nicht rechtsgültig erklärt) Kardinal Andreas von Österreich 1587–1600 (auch Bischof von Konstanz und von Brixen), von Kaiser Rudolf II. eingesetzt Johann-Georg von KalkenriedArthur Engel, Ernest Lehr: Numismatique de l'Alsace. Paris, Leroux, 1887, S. 130–138. 1600–1614 Leopold von Österreich Verwalter 1614–1625 (auch Bischof von Passau und von Straßburg) Leopold Wilhelm von Österreich 1626–1662 (auch Bischof von Straßburg und von Passau) Kolumban von Andlau 1662 (Wahl für nicht rechtsgültig erklärt) Karl Joseph von Österreich 1662–1664 Franz Egon von Fürstenberg-Heiligenberg 1664–1682 (auch Bischof von Straßburg) Felix Egon von Fürstenberg-Heiligenberg 1682–1686 (auch Domherr zu Köln) Kolumban von Andlau 1686 (Wahl nicht für rechtsgültig erklärt) Philipp Eberhard von Löwenstein-Wertheim-Rochefort 1686–1720 Célestinus von Beroldingen-Gündelhard 1720–1737 Franz Armand von Rohan-Soubise 1737–1756 (auch Bischof von Straßburg) Kasimir Friedrich von Rathsamhausen 1756–1786 Benedikt Anton Friedrich von Andlau-Homburg 1786–1790, starb 1839 als Domherr in Eichstätt.Hotz: Handbuch, S. 141.
Literatur Georges Bischoff: Recherches sur la puissance temporelle de l’abbaye de Murbach (1229–1525) = Publications de la Société Savant d’Alsace et des Régions de l’Est. Série recherches et documents XXII. Libraire Istra, Strasbourg 1975. Walter Hotz: Handbuch der Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1965. Philippe Legin: Die Abtei Murbach. Übersetzt von Eve Gissinger. Savoir Decouvrir, St. Ouen o. J. Joachim Müller: Die Klosterkirche Murbach im Elsaß = Günther Binding (Hg.): 44. Veröffentlichung der Abteilung Architekturgeschichte des Kunsthistorischen Instituts der Universität Köln. Köln 1992. ISSN 0940-7812
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