Tomești [] (veraltet Sântămaș oder Ciuc-Sântamaș; oder Szenttamás) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Tomești im Kreis Harghita Tomești liegt östlich des Siebenbürgischen Beckens zwischen dem Harghita- und dem Ciuc-Gebirge – Teilgebirge der Ostkarpaten – in der historischen Region Szeklerland. Tomești liegt an der Mündung des Baches Lunca in den Oberlauf des Olt (Alt), an der Bahnstrecke Siculeni–Gheorgheni und der Nationalstraße (Drum național) DN12, 27 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg) entfernt.
Geschichte Der fast ausschließlich von römisch-katholischen Szeklern bewohnte Ort Tomești wurde im Jahr 1333 erstmals urkundlich erwähnt.
Das archäologische Verzeichnis Repertoriul Arheologic Național vermerkt im OrtszentrumInstitutul Național al Patrimoniului – Tomești - Alsó Azádakut, abgerufen am 4. Juli 2022 (rumänisch). und bei Pârâul Cetății eine Siedlung der Jungsteinzeit,Institutul Național al Patrimoniului – Tomești - Pârâul Cetății, abgerufen am 4. Juli 2022 (rumänisch). sowie mehrere archäologische Funde der Hallstattzeit bei Izvorul Köd.Institutul Național al Patrimoniului – Tomești - Izvorul Köd, abgerufen am 4. Juli 2022 (rumänisch). Mehrere Siedlungen bei Valea Bábaszó, Fântâna Szákádut, Déllo, Grădina Scurtă und bei Fundul Fântânii werden der Latènezeit zugeordnet.
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Tomești verwaltungstechnisch zum Stuhlbezirk Felcsík im Komitat Csík (), anschließend zum historischen Kreis Ciuc und seit 1950 zum heutigen Kreis Harghita.
Tomești gehörte bis 2003 zur heutigen Gemeinde Cârța (ungarisch Karcfalva), seither ist der Ort eine eigenständige Gemeinde.
Bevölkerung Die Bevölkerung von Tomești entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Magyaren Deutsche andere 1850 1632 240 1343 - 49 1920 2317 814 1503 - - 1941 3492 64 3394 4 30 1977 2929 31 2897 1 - 2002 2644 6 2637 - 1 2011 2563 6 2528 - 29 2021 2430 15 2358 2 55 (2 Roma) Seit 1850 wurde in Tomești die höchste Einwohnerzahl, sowie die der Magyaren und der Rumäniendeutschen 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1920 und die der Roma (49) wurde 1850 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Die denkmalgeschützte Ruine eines mittelalterlichen Kirchturms (ungarisch Csonkatorony) aus dem 15. Jahrhundert liegt etwa einen Kilometer westlich von Tomești ().Institutul Național al Patrimoniului – Tomești - Ruinele turnului bisericii medievale „Csonkatorony“, abgerufen am 4. Juli 2022 (rumänisch). In der Ortsmitte befinden sich die denkmalgeschützten Fundamente des ehemaligen Landsitzes der ungarischen Adelsfamilie Apaffy, der nach unterschiedlichen Angaben entweder im 14. Jahrhundert errichtet und im 18. umgebautListe historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 749 kB; rumänisch). oder im 17. Jahrhundert errichtet wurde.Institutul Național al Patrimoniului – Tomești - Carina, abgerufen am 4. Juli 2022 (rumänisch). Beide stehen unter Denkmalschutz. Der ehemalige Landsitz war einst auch Sitz eines landwirtschaftlichen Betriebs. Unter Denkmalschutz steht auch das Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete Anwesen der Familie Sándor (Hausnummer 737). Nicht unter Denkmalschutz steht die 1777 wieder aufgebaute römisch-katholische Ortskirche. In der Kirche steht die fürstliche Madonna von Csíkszenttamási, etwa im 15. Jahrhundert aus Holz geschnitzt. Diese stand in der 1725 verfallenen alten Kirche.Ferenc Léstyán: 19. Csíkszenttamás. In: mek.oszk.hu (ungarisch)
Städtepartnerschaft Die Gemeinde Tomești pflegt Partnerschaften mit den ungarischen Gemeinden Forráskút und Gyenesdiás und der Kleinstadt Tét (Tietzing).Angaben auf der Website der Gemeinde Tomești, abgerufen am 18. Juni 2022 (rumänisch, ungarisch).
Weblinks
Die Gemeinde Tomești bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1333