Amesiella ist eine Pflanzengattung aus der Tribus Vandeae innerhalb der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Von den nur drei Arten sind zwei Arten Endemiten auf Luzon und eine kommt zusätzlich auf der auch zu den Philippinen Insel Mindoro vor.

Beschreibung mini|Habitus, Wurzeln und Laubblätter von Amesiella minor mini|Zygomorphe Blüte von Amesiella minor mini|Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Amesiella monticola, gut zu erkennen ist der weiße Sporn der Blüte

Vegetative Merkmale Die Amesiella-Arten sind sehr kleine Epiphyten mit kurzen Sprossachsen und Luftwurzeln. Die zweizeilig an der Sprossachse angeordnete Laubblätter sind ledrig und elliptisch.

Generative Merkmale In den Blattachseln bedinden sich traubige Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph sowie dreizählig und weise einen langen Sporn auf. Die Blütenhüllblätter sind weiß.

Ökologie Die Blüten-Merkmale weisen auf die Bestäubung durch Nachtfalter hin.

Vorkommen und Gefährdung Die drei Arten der Gattung Amesiella sind in ihrer Verbreitung auf die beiden zu den Philippinen gehörenden Inseln Luzon sowie Mindoro begrenzt.

Eine Art, Amesiella monticola, wurde in der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN als CR = „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Systematik Taxonomie Die Gattung Amesiella wurde 1972 durch Rudolf Schlechter in Leslie Andrew Garay: On the Systematics of Monopodial Orchids I. in Botanical Museum Leaflets, Volume 23, Seite 159–160 aufgestellt. Typusart ist Amesiella philippinensis . Der Gattungsname Amesiella ehrt den Gründer des Orchideenherbarium der Harvard University Oakes Ames (1874–1950).

Äußere Systematik Die Gattung Amesiella gehört zur Sibtribus Aeridinae aus der Tribus Vandeae in der Unterfamilie Epidendroideae innerhalb der Familie Orchidaceae.

Arten und ihre Verbreitung In der Gattung Amesiella gibt es drei Arten: Amesiella minor : Sie wurde 1999 erstbeschrieben. Amesiella monticola : Es ist nur eine Population auf der Insel Luzon bekannt. Dieser Bestand ist durch menschlichen Einfluss, besonders durch Entnahme von Exemplaren aus dem Bestand fortlaufend gefährdet. Sie gedeiht in Primär- sowie Sekundärwäldern in niedrigen Höhenlagen. Amesiella philippinensis (Syn.: Angraecum philippinense ): Sie kommt auf den beiden Inseln Luzon sowie Mindoro vor. Auf Luzon gibt es je eine Hochland- und Tiefland-Population. Die Bestände sind fortlaufend gefährdet durch menschliche Einflüsse. In der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN ist sie als EN = „Endangered“ = „stark gefährdet“ eingestuft.

Literatur E. S. Teoh, 2021: Amesiella Schltr. ex Garay. In: Orchid Species from Himalaya and Southeast Asia, Volume 1 (A - E). Springer, Cham. doi:10.1007/978-3-030-58872-4_9

Einzelnachweise durch Rudolf Schlechter ex Leslie Andrew Garay: On the Systematics of Monopodial Orchids I. in Botanical Museum Leaflets, Volume 23, 1972, S. 149–212. S. 159 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. Alec M. Pridgeon, Phillip J. Cribb, Mark W. Chase, Finn N. Rasmussen: Genera Orchidacearum. Volume 6: Epidendroideae (Part three), OUP Oxford 2014, ISBN 978-0-19-964651-7.

Weblinks

Kategorie:Orchideen Kategorie:Orchidaceae