mini|Pithalkhora-Höhlen Die von ausländischen Touristen nur selten besuchten Pitalkhora-Höhlen () im indischen Bundesstaat Maharashtra bilden ein frühes Ensemble buddhistischer Höhlenarchitektur; sie sind jedoch in einem schlechten Zustand.
Lage mini|hochkant|Wächterfigur (dvarapala) und Elefanten Die 14 ca. hoch gelegenen Pitalkhora-Höhlen lagen ehemals an einem Handelsweg; heute liegen sie abseits aller größeren Städte: Die Millionenstädte Aurangabad und Nashik sind ca. 82 km bzw. gut 180 km in nordwestlicher bzw. in westlicher Richtung entfernt. Nächstgelegene Stadt ist Kannad (ca. 18 km östlich); in der näheren Umgebung der Höhlen befinden sich nur kleinere Dörfer.
Geschichte Stifter oder Auftraggeber der Höhlen sind unbekannt; Inschriften, architektonische Details und der insgesamt eher schlechte Erhaltungszustand lassen auf eine Entstehungszeit vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. schließen. Im 19. Jahrhundert wurden sie von den Briten „wiederentdeckt“.
Architektur Kultzentrum der Anlage ist eine ca. 15 m tiefe dreischiffige Chaitya-Halle (Nr. 3). Um diese herum gruppieren sich mehrere Wohnhöhlen (viharas). Knapp 100 m südwestlich des Hauptkomplexes befinden sich vier kleinere Höhlen (Nrn. 10–13), davon drei mit Votivstupas.
Skulpturen und Malereien Einmalig für die frühbuddhistischen Höhlenklöster ist eine Reihe von (inzwischen kopflosen) ca. 3 m großen Elefanten sowie zwei Wächterfiguren an einer Mönchszelle. An mehreren Stützen der Chaitya-Halle finden sich Reste von Malereien, die allerdings erst ins 4. Jahrhundert datiert werden.
Literatur James Fergusson und James Burgess: The Cave Temples Of India. London 1880, S. 242ff (Reprint 2010, ISBN 978-1161974065) M.N. Deshpande: The Rock-cut Caves of Pitalkhora in The Deccan. 1959
Weblinks
Pitalkhora-Höhlen – Fotos, Zeichnungen + Infos (englisch)
Kategorie:Buddhistischer Tempel in Indien Kategorie:Tempel in Maharashtra Kategorie:Höhlentempel Kategorie:Buddhistischer Tempel in Asien Kategorie:Distrikt Aurangabad (Maharashtra)