Eva Frieberger (* 22. April 1892 in Berlin; † 10. Mai 1950 in Friedberg (Hessen)) war eine deutsche Modedesignerin, Kunsthandwerkerin und Keramikerin.

Leben und Werk Eva Friebergers Mutter war Anna Johanna Frieberger geb. Reinhold; ihr Vater, der Schriftsteller und Journalist Gustav Frieberger (1858–1933), war unter anderem Redakteur beim Neuen Wiener Tagblatt. Ihr Bruder war der Dramatiker und Schriftsteller Kurt Frieberger, ihre Schwägerin Maria Vera Brunner, Pianistin, Kunsthandwerkerin, Textilkünstlerin und Gebrauchsgrafikerin.anno.onb.ac.at, abgerufen am 20. Februar 2022.

In den Jahren 1908/1909 war sie an der Kunstgewerbeschule Wien Hospitantin für Ornamentales Zeichnen bei Johann Schlechta und in der Modellierabteilung bei Josef Breitner. In den Jahren 1909 bis 1913 studierte sie bei Franz Čižek, Oskar Strnad, Rudolf von Larisch und Adolf Boehm sowie in der Keramikwerkstätte bei Michael Powolny. Eva Frieberger entwarf nachgewiesenermaßen eine Originalkeramik für die Wiener Werkstätte. Sie stellte auf der von Josef Hoffmann und Dagobert Peche initiierten Modeausstellung 1915/15 des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie aus.

Frieberger setzte sich aktiv für das Frauenwahlrecht ein. Im Jahr 1913 beteiligte sie sich an den künstlerischen Vorbereitungen zur Internationalen Frauenstimmrechtskonferenz in Wien.

Stephan Hlawa malte ein Porträt in Öl von Eva Frieberger.digitale-bibliothek.belvedere.at LXIX. Ausstellung der Wiener Secession - Winterausstellung 1923, Katalog, S. 14. Es war auf der 69. Secessionsausstellung 1923 zu sehen.

Bis 1934 war die Künstlerin noch in Wien tätig. Aber in der Todesanzeige ihres Vaters wird der Wohnort Berlin schon im Jahr 1933 genannt.anno.onb.ac.at Todesanzeige Gustav Frieberger vom 23. Dezember 1933, abgerufen am 27. Februar 2022. Im Amtlichen Fernsprechbuch für Berlin und Umgebung für 1932 ist sie als „Frieberger, Eva, Frau, Modische Kunstwertst. u. Modeschriftst. in der Charlottenstraße 59“ verzeichnet.Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgebung für 1932 1934 lautet der Eintrag „Frieberger, Eva, u. W. von Oppel, Wiener Strickmodelle, Blus., Kleid., Modeart., Stresemannstr. 127“.Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend, 1934. Im Einwohnerbuch Stadt und Landkreis Kassel sind „Frieberger Eva Modestriftstellerin Heideweg 19 E“ und „v. Oppel Wolfg. Betriebsf. Heideweg 19 E“ verzeichnet.Einwohnerbuch der Stadt und Landkreis Kassel 1940. Im Jahr 1940 heiratete sie den Kaufmann Wolfgang von Oppel in Kassel.Standesamt Kassel, Nr. 1708/1940 vom 22. August 1940.

Eva Frieberger starb 1950 mit 58 Jahren in Friedberg.Standesamt Friedberg (Hessen), Nr. 82/1950 vom 10. Mai 1950.

Werke (Auswahl) Vase mit Blättermotivufdc.ufl.edu, The Wolfsonian–Florida International University, Miami Beach, Florida, The Mitchell Wolfson, Jr. Collection, online, abgerufen am 20. Februar 2022.

Ausstellungen 1915/1916: Modeausstellung, Österreichisches Museum für Kunst und Industriehauspublikationen.mak.at, Hauskataloge: Mode-Ausstellung 1915/16 im K. K. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, S. 25/21, 43/11, Österreichisches Museum für angewandte Kunst online, abgerufen am 27. Februar 2022. Posthum 2021: „Die Frauen der Wiener Werkstätte“, MAK Wienbasis-wien.at, Eva Frieberger Kunst- und Forschungsdatenbank – basis wien, abgerufen am 27. Februar 2022.

Mitgliedschaften Österreichischer Werkbunddigi.ub.uni-heidelberg.de, Handbuch des Kunstmarktes: Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich, Antiqua Verl.-Ges. Kalkoff, Berlin, 1926, S. 746, abgerufen am 27. Februar 2022.

Literatur Deutsches Adelsarchiv, Genealogisches Handbuch des Adels, Limburg an der Lahn, 1981, S. 420.Christoph Thun-Hohenstein, Anne-Katrin Rossberg, Elisabeth Schmuttermeier (Hrsg.): Die Frauen der Wiener Werkstätte. MAK, Wien und Birkhäuser Verlag, Basel 2020, S. 218. Kunst in Österreich. Österreichischer Almanach und Künstler-Adressbuch, Loeben, 1934, S. 234. Werner J. Schweiger: Wiener Werkstätte: Design in Vienna 1903-1932, New York, NY, Abbeville Press, 1984, S. 253.archive.org Werner J. Schweiger: Wiener Werkstätte: Design in Vienna 1903-1932, New York, NY, Abbeville Press, 1984, S. 253. Christoph Thun-Hohenstein, Anne-Katrin Rossberg, Elisabeth Schmuttermeier (Hrsg.): Die Frauen der Wiener Werkstätte. MAK, Wien und Birkhäuser Verlag, Basel 2020, ISBN 978-3-0356-2211-9, S. 218.

Weblinks sammlung.mak.at Biografie Eva Frieberger, MAK Sammlung online, abgerufen am 20. Februar 2022. Frieberger Eva. Kunstgewerblerin und Keramikerin, biografiA, abgerufen am 27. Februar 2022.

Einzelnachweise

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