Triebenreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Stadtsteinach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Triebenreuth liegt in der Gemarkung Triebenreuth.
Geografie Das Dorf liegt in Tallage des Matzengrabens, der dort entspringt und etwas weiter nördlich als linker Zufluss in den Großen Rehbach mündet. Im Süden steigt das Gelände zum Torkel () an und im Nordwesten zum Teufelsstein (), beides Anhöhen des Frankenwaldes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Seifersreuth (2 km nordöstlich) bzw. nach Maierhof zur Kreisstraße KU 13 (2 km südöstlich), eine weitere verbindet mit Bergleshof (1,5 km südwestlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Triebenreuth aus 21 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Stadtsteinach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Stadtsteinach und das Burggericht Stadtsteinach gemeinsam. Grundherren waren das Kastenamt Stadtsteinach (2 Halbhöfe, 1 Söldengut, 1 Schmiede), der Bürgermeister und Rat zu Stadtsteinach (2 Halbhöfe), das Burggericht Guttenberg (Wall und Graben mit 1 Haus, 4 Höfe, 4 Sölden, 4 Häuser, 1 Häuslein).
1810 kam Triebenreuth zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem Steuerdistrikt Guttenberg zugewiesen. Zugleich entstand die Gemeinde Triebenreuth, zu der Kollerbachsmühle und Schwärzleinsdorf gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. Von 1819 bis 1848 übernahm das Herrschaftsgericht Guttenberg weitestgehend die Befugnisse, die das Landgericht hatte. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Stadtsteinach und an das Rentamt Stadtsteinach überwiesen (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Ab 1862 gehörte Triebenreuth zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 3,492 km². Am 1. April 1971 wurde Triebenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Stadtsteinach eingegliedert.
Kunstdenkmal Katholische Kapelle Christ-König, 1956/57 nach Plänen von Rudolf Heinle errichtet.K.-L. Lippert: Landkreis Stadtsteinach. S. 104.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Triebenreuth Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 184 237 236 247 237 247 230 224 230 215 196 201 174 190 169 171 181 166 151 216 198 171 139 135HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 34 33 32 31 32 29 29 Quelle Für die Gemeinde inklusive der Einwohner von Kollersbachmühl (S. 63) und Schwärzendorf (S. 112).
Ort Triebenreuth Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 163 207 201 189 155 162 177 127 115 89Häuser 28 30 28 28 27 26 24Quelle
Religion Triebenreuth ist katholisch geprägt und nach St. Michael in Stadtsteinach gepfarrt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es nur wenige Protestanten. Diese sind bis heute nach St. Georg in Guttenberg gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Stadtsteinach) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971