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] Kodjiméri (auch: Kodjéméri, Kojimairi, Kojiméri, Kojimiri) ist ein Dorf in der Landgemeinde Goudoumaria in Niger.
Geographie Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf liegt rund vier Kilometer nördlich der Staatsgrenze zu Nigeria. Es befindet sich rund 34 Kilometer südöstlich des Hauptorts Goudoumaria der gleichnamigen Landgemeinde und des gleichnamigen Departements Goudoumaria, das zur Region Diffa gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Kodjiméri zählt Karagou Mandaram im Nordwesten.
Kodjiméri befindet sich in der Zone der fruchtbaren Mulden von Maïné-Soroa und hat den Charakter einer Oase. Es gibt zwei Kautschukbaum-Haine beim Dorf, die 465 Hektar und 439 Hektar groß sind und von denen der erste als forêt classée (klassifizierter Wald) unter Naturschutz steht. Bei einer Erhebung der Nagetierarten Nigers 2002 wurden in und um Kodjiméri die Gambia-Riesenhamsterratte (Cricetomys gambianus), die Guinea-Vielzitzenmaus (Mastomys erythroleucus), Kemps Nacktsohlenrennmaus (Tatera gambiana) und ein neuer Cytotyp der Kleinen Nacktsohlen-Rennmäuse gefunden.
Geschichte Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Kodjiméri als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Kodjiméri 748 Einwohner, die in 122 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 565 in 109 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 326 in 88 Haushalten.
In ethnischer Hinsicht gehören etwa 90 % der Einwohner der Kanuri-Untergruppe Manga an, 5 % sind Fulbe und 3 % Tuareg.
Wirtschaft und Infrastruktur In Kodjiméri wird ein Markt abgehalten. Mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum vorhanden. Außerdem gibt es eine veterinärmedizinische Station und eine Schule im Ort. Das nigrische Unterrichtsministerium richtete 1996 gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Schulkantinen in von Ernährungsunsicherheit betroffenen Zonen ein, darunter eine für Kinder transhumanter Hirten in Kodjiméri. Die Niederschlagsmessstation im Dorf wurde 1981 in Betrieb genommen.
Siehe auch Liste von Oasen in Niger
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Goudoumaria Kategorie:Oase (Niger) Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika