Maximilian Adolf Otto Albert Freiherr von Troschke (* 16. Januar 1864 in Fürstenflagge, Kreis Naugard; † 9. Januar 1942 in Berlin) war ein preußischer Landrat des Landkreises Trier.
Leben M. von Troschke stammte aus der uradligen Familie von Troschke und gehörte dort innerhalb der Freiherrlichen Hauses zur zweiten Linie, zweiter Ast Fürstenflagge. Er war ein Sohn des Rittergutsbesitzers Emil Eduard Oskar Ludwig von Troschke (1818–1900) und dessen zweiter Ehefrau Ottilie, geb. von Ploetz (1839–1931) aus Stuchow. Die erste Ehe des Vaters mit Anna von Goertzke (1833–1853) war kinderlos geblieben. Sein älterer Bruder Ernst von Troschke (1859–1922) bewirtschaftete das Gut in Fürstenflagge,Vgl. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. II. Theils-Band V. 9 bis 14. Lieferung, Verlag von F. Riemenschneider, Berlin/Wriezen a/O. 1872, S. 885 f. dann dessen Sohn, der Neffe Otto von Troschke. Der Großvater Ernst von Troschke auf Fürstenflagge war zuletzt Generalleutnant, der Urgroßvater Ernst Freiherr von Troschke auf Fürstenflagge Generalmajor.
Nach dem Ende seiner gymnasialen Bildung studierte er in Lausanne und Berlin Rechts- und Finanzwissenschaften. Die Erste Juristische Prüfung legte er am 24. Juli 1885 ab, worauf er am 9. Oktober 1885 zum Gerichtsreferendar ernannt wurde. Nach der Vereidigung am 20. November 1885 setzte er seine Ausbildung im Bezirk des Kammergerichts fort. 1887/88 diente er als Einjährig-Freiwilliger im 2. Garde-Ulanen-Regiment in Berlin. Im Anschluss wurde er ab dem 20. November 1888 als Regierungsreferendar bei der Regierung Liegnitz eingesetzt, nach der zweiten juristischen Prüfung ab dem 19. Dezember 1891 als Regierungsassessor. Vom 4. Januar bis Juni 1892 wurde er vertretungsweise mit der Verwaltung des Landratsamtes Merzig betraut, bevor er ab dem 2. September 1892 als Hilfsarbeiter beim Landratsamt Trier Einsatz fand. Im September 1893 übernahm er vertretungsweise die Verwaltung des Landratsamtes Trier und am 31. Juli 1894 wurde er definitiv zum Landrat des Landkreises Trier ernannt.
Nach mehr als 26 Dienstjahren wurde der unverheiratet gebliebene von Troschke mit Erlass vom 21. Oktober 1920 zum 1. November 1920 in den Ruhestand versetzt. Seine letzter Wohnsitz war Berlin, sein letzter militärischer Dienstgrad Oberleutnant der G.-Landwehr.
Mitgliedschaften 1897 bis 1920 Mitglied der Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier, danach Ehrenmitglied.Jürgen Merten: Vor 100 Jahren: Die Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier 1901. (PDF), Trier 2001, S. 7. Innerhalb des Familienverbandes diente Troschke als Schatzmeister.Eine Jubelfeier (600 Jahre Familie v. Troschke), In: Ad. M. Hildebrandt: Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Nr. 7, XLII. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin 1910, S. 160 f.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1871. Jahrgang 21, Justus Perthes, Gotha 1870, S. 715. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). 1942. Jahrgang 92, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 528.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Preußischer Landrat (Landkreis Trier) Maximilian Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1864 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann