Tiefenthal (oberfränkisch: TifadohlJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 54. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „tifɒdōl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Tiefenthal liegt in der Gemarkung Neuhof.
Lage Das Dorf liegt im Norden der Fränkischen Alb. Tiefenthal liegt einen Kilometer nordöstlich der Nordspitze eines langgestreckten Höhenzuges, dessen höchste Erhebungen Kuhberg, Schloßberg und Funkenberg sind. Unmittelbar nordwestlich des Dorfes gibt es einen weiteren und etwas kleineren Höhenzug, der oberhalb des Ortes weitgehend bewaldet ist. Am südlichen Ortsrand mündet der von Westen kommende Altenkünsberger Bach in den Bieberswöhrbach, der das Dorf in Süd-Nord-Richtung durchfließt. Gemeindeverbindungsstraßen führebn nach Unterölschnitz zur Kreisstraße BT 17 (1,8 km nördlich), die BT 17 kreuzend nach Birk (2,5 km östlich), nach Seidwitz zur Staatsstraße 2184 und an Hagenreuth und Reichholdsweber vorbei und die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb unterquerend nach Creußen zur Bundesstraße 2 (3,5 km südwestlich). Eine Anliegerstraße führt nach Altenkünsberg (0,3 km westlich).
Geschichte Ortsname Urkundlichen Erwähnungen von Tiefenthal in historischen Dokumenten waren: 1320: „dacz Tieffental in dem dorfe“ 1376: „zu Tyffental“ 1537: „an aynem weyer zu Kyndßbergk bey Tiefental gelegen“
Der Ortsname bedeutet „Im tiefen Tal“, womit das Tal des Bieberwöhrbaches gemeint ist.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 54.
Ortsgeschichte In der Fraisch unterstand Tiefenthal dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen.G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 299. Von 1791/92 bis 1810 unterstand Tiefenthal dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Tiefenthal dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Birk und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Birk zugewiesen. Am 1. Oktober 1857 kam Tiefenthal zur neu gebildeten Gemeinde Neuhof. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Tiefenthal am 1. Januar 1977 in die Stadt Creußen eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 8: Ehemalige Wassermühle am südöstlichen Dorfrand und rechten Ufer des Bieberwöhrbaches
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 108 151 135 144 117 109 172 102 97 94HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 24 23 20 20 22Quelle
Religion Tiefenthal ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.
Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen Im östlichen Teil des Dorfes gibt es ein Gasthaus.
Verkehr Vom ÖPNV wird das Dorf an einer Haltestelle der Regionalbuslinie 374 des VGN bedient. Diese verbindet Tiefenthal mit dem Bayreuther Hauptbahnhof, obwohl der gut drei Kilometer entfernte Bahnhof Creußen(Oberfr) der nächstgelegenere Eisenbahnhaltepunkt ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Creußen) Kategorie:Ersterwähnung 1320