Johannserberg (slowenisch St. Janizkagora) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Brückl im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage Die Ortschaft liegt in der Katastralgemeinde Brückl, am Hang östlich des Gemeindehauptorts Brückl, an den südwestlichen Ausläufern der Saualpe.

Die Mehrzahl der Höfe ist von der von Brückl nach Diex führenden Landesstraße L113 Diexer Straße aus erreichbar: Gabernig (Nr. 1), Jaxe (Nr. 2), Kassolnig (Nr. 3), Ladinig (Nr. 4), Powaschnig (Nr. 5), Gallischnig (Nr. 8), Grimm (Nr. 9) und Gottschied (Nr. 10). Doch die südwestlichsten Höfe der Ortschaft sind nur von Süden her, von Reinegg bzw. der zur Stadtgemeinde Völkermarkt gehörenden Ortschaft Reisdorf her, erreichbar: Kuppe (Nr. 11), Prossnegger (Nr. 12), Trattebauer (Nr. 13) und Grötschnig (Nr. 21).KAGIS, Adressensuche auf https://gis.ktn.gv.at/

Geschichte mini|hochkant|Kirche St. Lorenzen Die Kirche St. Lorenzen wird schon 927 urkundlich erwähnt.Siegfried Hartwagner: St. Lorenzen am Johannserberg, Ort: Johannserberg, Gemeinde Brückl. In: Kärnten. Der Bezirk St. Veit an der Glan (= Österreichische Kunstmonographie. Band VIII). St. Peter, Salzburg 1977, S. 188–189.

Der heutige Gemeindehauptort Brückl hieß früher St. Johann am Brückl, der den Ort im Osten überragende Höhenzug wurde daher Johannserberg genannt. Entlang des Höhenzugs verläuft eine Katastralgemeindegrenze. Die Höfe am westlichen, nach Brückl abfallenden Hang liegen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Brückl und bilden die hier besprochene Ortschaft Johannserberg, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Osterwitz gehörte.

Ehemaliger Ortschaftsbestandteil Waldsiedlung Die ab den 1950er-Jahren oberhalb des Gemeindehauptorts Brückl entstandene Einfamilienhaussiedlung Waldsiedlung wurde zunächst als Bestandteil der Ortschaft Johannserberg geführt; 1961 wurden dafür 6 Häuser mit 27 Einwohnern gezählt. Heute wird diese Siedlung als Hangsiedlung bezeichnet und als zur Ortschaft Brückl gehörend betrachtet.

Abgrenzung zur Streusiedlung auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Johannserberg Die Höfe am östlichen, zum Michaelergraben abfallenden Hang des Höhenzugs Johannserberg liegen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Johannserberg. Sie wurden früher ebenfalls Johannserberg genannt und gehörten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Haimburg; seit dem 19. Jahrhundert trägt jene Streusiedlung den Namen St. Ulrich am Johannserberg und wird als eigene Ortschaft geführt.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1800: 22 HäuserChristian Crusius: Topgraphisches Post-Lexikon aller Ortschaften der k.k. Erbländer, 2. Teil, Wien 1800, S. 299. 1869: 16 Häuser, 120 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 61. 1880: 15 Häuser, 151 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 49. 1890: 17 Häuser, 143 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 49. 1900: 16 Häuser, 134 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 66. 1910: 19 Häuser, 151 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 31. 1923: 19 Häuser, 152 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 11. 1934: 159 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 11. 1961: 22 Häuser, 107 Einwohner (davon Rotte Johannserberg 15 Häuser, 80 Einwohner, Siedlung Waldsiedlung 6 Häuser, 27 Einwohner; Alm 1 Haus, 0 Einwohner)Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 253. 2001: 16 Gebäude (davon 12 mit Hauptwohnsitz) mit 14 Wohnungen; 59 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 15 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 12 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 94. 2011: 14 Gebäude, 47 Einwohner, 15 Haushalte, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt 2014. 2021: 14 Gebäude, 47 Einwohner, 15 Haushalte, 13 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt 2024, S. 32.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Brückl) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan