Asklipiio ( ) ist ein Dorf im Südosten der griechischen Insel Rhodos. Das Dorf gehört zum Gemeindebezirk Notia Rodos (Südliches Rhodos). Von der Stadt Rhodos ist es etwa 65 km entfernt.
Asklipiio liegt zwischen Gennadi und Lardos. Von der Südostküste bei Kiotari führt eine etwa vier Kilometer nach Nordwesten bergauf führende Straße ins Landesinnere.
Geschichte Der Name Asklipiio ist abgeleitet von Asklepios. Es soll der Geburtsort des Asklepios (Äskulap), Sohn des Apoll und Gott der Heilkunst sein. In der Antike war der Ort ein Zentrum der Heilkunst auf Rhodos.
Verwaltungsgliederung und Bevölkerungsentwicklung Unter der Bezeichnung Asclipió verzeichneten die statistischen Angaben während der Italienischen Zeit für den Ort 431 Einwohner im Jahr 1921, 627 Einwohner für 1931 und 605 Einwohner für das Jahr 1936.
Nach dem Anschluss des Dodekanes an Griechenland 1948 bildete Asklipiio die gleichnamige Landgemeinde Asklipiio (). Kiotari wurde 1991 als Siedlung anerkannt. (Hrsg.): Band 1, (), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 143. (griechisch) Mit der Gebietsreform 1997 erfolgte der Zusammenschluss mit neun weiteren Landgemeinden zur Gemeinde Notia Rodos.Gesetz 2539/1997, S. 8798. PDF Online (griechisch) Diese wiederum ging mit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2010 als Gemeindebezirk in der Gemeinde Rhodos auf, wo Asklipiio seither den Status einer Ortsgemeinschaft hat.Kallikratis-Programm, Gesetz 3852/2010, S. 1788. PDF Online (griechisch)
Einwohnerentwicklung von AsklipiioEinwohnerzahlen von Asklipiio 1947–2011 Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek; Census 2011 (griechisch)
Name griechischer Name Code 1947 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 Asklipiio Ασκληπιείο 6901090401 518 524 495 378 363 544 551 483 Kiotari Κιοτάρι 6901090402 106 122 163 Gesamt 69010904 518 524 495 378 363 650 673 646
Sehenswürdigkeiten mini|links|Kirche Kimisis tis Theotokou Bekannt ist Asklipios für seine Burg bzw. -ruine, sowie für seine alte griechisch-orthodoxe Kirche Entschlafung der allheiligen Gottesgebärerin (). Das Gotteshaus wurde im lateinischen Kreuzgrundriss aller Wahrscheinlichkeit nach im 13. oder 14. Jahrhundert erbaut und zu Ehren Marias Entschlafung geweiht. Die Kirche Kimisis tis Theotokou gehört zu den ältesten Kirchen der Insel. Über dem Westeingang ist eine Tafel mit der Jahreszahl 1060 zu sehen. Historiker gehen aber davon aus, dass die Kirche nicht aus diesem Jahr stammen kann. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche um zwei rechteckige Seitenschiffe, mit Kreuzrippengewölbe, erweitert. Die Wandmalereien (Fresken) stammen aus den Jahren 1646 und 1677.
Zur Kirche gehören auch zwei Museen, die in alten, traditionellen Häusern untergebracht sind. Gezeigt werden historische landwirtschaftliche Geräte, Trachten, Gewänder, Möbel, Ikonen, Bücher und andere Gegenstände des ländlichen Alltagslebens aus dem 17.–19. Jahrhundert.
mini|links|Burgruine Das Kastro Asklipiio liegt gut sichtbar oberhalb des Ortes auf 229 über dem Meer (36°04′24,0″ N, 27°55′58,3″ E). Vom Dorfplatz aus führt ein ausgeschilderter Weg hinauf zur Burgruine der Johanniter aus dem 15. Jahrhundert.
Quellen
Günter Spitzing: Rhodos (Richtig wandern). DuMont Buchverlag, Köln 1987, ISBN 3770119975. www.rhodos-travel.com www.rhodos-entdecker.com odysseus.culture.gr/castle of Asklipio Greek travel Information/Asklipio
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Gemeinde Rhodos