mini|hochkant=1.9| Der Hammerwurf der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 wurde am 6. und 8. August 2005 im Olympiastadion der finnischen Hauptstadt Helsinki ausgetragen.

Weltmeister wurde der Belarusse Wadsim Dsewjatouski. Silber ging an den polnischen Olympiasieger von 2000 und Weltmeister von 2001 Szymon Ziółkowski. Der Deutsche Markus Esser errang die Bronzemedaille.

Bestehende Rekorde Weltrekord 86,74 m EM 1986 in Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland 30. August 1986, sport-record.de, abgerufen am 13. Februar 2022 WM-Rekord 83,38 m WM 2001 in Edmonton, Kanada 5. August 2001 Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.

Doping Dieser Wettbewerb wurde von gleich drei Dopingfällen überschattet: Iwan Zichan, Belarus – zunächst Erster. Er wurde im Jahr 2013 des wiederholten Dopings überführt, unter anderem sein Resultat von diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, iaaf.org (englisch). Abgerufen am 4. Oktober 2020 Wladyslaw Piskunow, Ukraine – zunächst Zwölfter6 from 2005 worlds caught doping , espn.com (englisch). 8. März 2013, abgerufen am 4. Oktober 2020 Andrei Varantsou, Belarus – in der Qualifikation ausgeschiedenDoping Cases in Athletics. popflock.com (englisch), abgerufen am 4. Oktober 2020 Darüber hinaus wurde der ursprüngliche Silbermedaillengewinner Wadsim Dsewjatouski aus Belarus im Jahr 2013 des wiederholten Dopings überführt und zunächst disqualifiziert. Schon 2000 hatte er eine zweijährige dopingbedingte Sperre hinzunehmen.Drei Weltmeister nachträglich überführt. In: Der Tagesspiegel 8. März 2013, tagesspiegel.de, abgerufen am 4. Oktober 2020 Er konnte jedoch in einer dreijährigen juristischen Auseinandersetzung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) durchsetzen, dass die Probe nicht als positiv gewertet wurde und seine Disqualifikation damit rückgängig machen.IAAF verschärft Blick auf Hochrisiko-Länder. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 29. Juli 2018, faz.net, abgerufen am 4. Oktober 2020

Die erst zum Teil weit nach Austragung dieser Weltmeisterschaften erfolgten Disqualifikationen führten zu zahlreichen Benachteiligungen. Zwei Athleten erhielten ihre Medaillen erst mit mehrjähriger Verspätung: Szymon Ziółkowski, Polen – Silber Markus Esser, Deutschland – Bronze Einem Werfer hätten im Finale drei weitere Versuche zugestanden, weil er nach dem Vorkampf unter den ersten Acht positioniert war: Libor Charfreitag, Slowakei Zwei Athleten hätten über ihre Platzierung in der Qualifikation am Finale teilnehmen dürfen: Alexandros Papadimitriou, Griechenland Lukáš Melich, Tschechien

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired)

Qualifikation 31 Teilnehmer traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 77,50 m. Drei Athleten übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt). Das Finalfeld wurde mit den neun nächstplatzierten Sportlern auf zwölf Werfer aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So reichten für die Finalteilnahme schließlich 75,92 m.

Gruppe A mini| mini|hochkant=0.9| mini|hochkant=0.8| 6. August 2005, 11:30 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 1 Wadsim Dsewjatouski 81,20 76,86 81,20 – 2 Olli-Pekka Karjalainen 77,30 x 76,09 77,30 3 Holger Klose 76,47 76,47 74,34 72,24 4 Wadim Chersonzew 75,92 74,94 x 75,92 5 Chris Harmse 74,37 72,50 74,37 73,17 6 Alfred George Kruger 73,63 73,63 73,23 70,20 7 Dilschod Nasarow 73,38 73,34 73,38 69,63 8 András Haklits 73,26 73,26 71,51 x 9 Eşref Apak 73,03 73,00 x 73,03 10 Miloslav Konopka 72,91 x 72,91 x 11 Ihor Tuhay 70,85 70,66 x 70,85 12 Juan Ignacio Cerra 68,44 67,72 68,44 67,50 13 Dorian Çollaku 58,83 58,83 r Sergei Kirmassow ogV x x x DOP Wladyslaw Piskunow für das Finale zugelassen

Gruppe B 6. August 2005, 13:05 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung 1 Szymon Ziółkowski 78,34 75,47 78,34 – 2 Andrij Skwaruk 77,21 75,69 x 77,21 3 Krisztián Pars 76,86 75,62 75,55 76,86 4 Markus Esser 76,45 73,19 71,62 76,45 5 Ilja Konowalow 76,42 71,91 76,42 75,71 6 Libor Charfreitag 76,30 76,30 75,28 75,00 7 Alexandros Papadimitriou 74,99 70,97 74,99 x eigentlich für das Finale qualifiziert 8 Lukáš Melich 74,53 x 74,53 x eigentlich für das Finale qualifiziert 9 Ali Mohamed al-Zankawi 72,28 x x 72,28 10 James Parker 71,95 71,95 x 70,94 11 Mohsen Anani 71,78 71,78 x 68,95 12 Roman Rozna 71,52 71,52 69,30 70,45 13 Nicola Vizzoni 70,77 x 70,77 x 14 Patric Suter 68,54 65,65 68,54 x DOP Iwan Zichan für das Finale zugelassen DOP Andrei Varantsou

Finale 8. August 2005, 18:40 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m) 1 Wadsim Dsewjatouski 82,60 78,11 80,45 82,60 x 80,47 82,19 2 Szymon Ziółkowski 79,35 78,27 76,44 79,35 77,35 78,39 x 3 Markus Esser 79,16 78,57 79,11 76,88 79,16 77,11 x 4 Olli-Pekka Karjalainen 78,77 77,05 x 78,55 77,20 x 78,77 5 Ilja Konowalow 78,59 78,59 76,21 76,60 78,08 78,44 75,36 6 Krisztián Pars 78,03 76,21 x 77,26 78,03 76,85 x 7 Wadim Chersonzew 77,59 76,16 77,59 73,63 76,81 x 72,24 8 Libor Charfreitag 76,05 76,05 75,02 x eigentlich zu drei weiteren Würfen berechtigt 9 Andrij Skwaruk 76,01 74,81 72,69 76,01 nicht im Finale derbesten acht Werfer 10 Holger Klose 74,80 74,41 x 74,80 DOP Iwan Zichan Wladyslaw Piskunow

Video Hammer Throw Mens Final IAAF World Championships 2005 Helsinki, youtube.com, abgerufen am 4. Oktober 2020

Weblinks 10th IAAF World Championships in Athletics (englisch), abgerufen am 4. Oktober 2020 Men Hammer Throw Athletics IX World Championship 2005 Helsinki (FIN) auf todor66.com (englisch), abgerufen am 4. Oktober 2020 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Men Hammer Throw, Helsinki 2005, S. 198 (PDF; 10,3 MB, englisch), abgerufen am 4. Oktober 2020

Einzelnachweise und Anmerkungen

Hammerwurf der Manner Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Helsinki