Der Literaturpreis der A und A Kulturstiftung ist eine von der A und A Kulturstiftung verliehene Auszeichnung für deutschsprachige Autorinnen und Autoren.
Die Stiftung Die im Jahr 2010 in Köln gegründete privatrechtliche A und A Kulturstiftung fördert Kunst und Kultur sowie Wissenschaft und Forschung, vornehmlich im deutschsprachigen Raum. Sie vergibt verschiedene Auszeichnungen und unterstützt Vorhaben, die nicht dem wissenschaftlichen oder künstlerischen Mainstream zuzurechnen sind und daher weniger Chancen haben, anderweitige Förderungen zu erhalten. Einen Schwerpunkt der Stiftungstätigkeit bildet die Förderung der wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Werk Friedrich Hölderlins. So wurden seit 2012 mehrere Kompositionsaufträge zu Hölderlin-Texten erteilt, etwa an Joachim Gies, Greg Cohen und Simon Rummel. Ferner hat die Stiftung den Aufbau einer Website zur textgenetischen Erschließung von Hölderlins Homburger Folioheft gefördert. Die Förderentscheidungen werden eigeninitiativ vom Stiftungsvorstand getroffen, wobei keine Bewerbungen möglich sind.
Der Literaturpreis Die bekannteste der von der Stiftung vergebenen Auszeichnungen ist ihr seit 2017 jährlich verliehener Literaturpreis. Er würdigt unabhängig von aktuellen Trends „herausragende deutschsprachige Werke, wobei Lyrik und Prosa in gleichem Maße berücksichtigt werden“. Der Preis ist nicht an eine Neuerscheinung gebunden, sondern wird für einzelne Arbeiten oder für das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors verliehen. Dabei werden insbesondere solche Autorinnen und Autoren gewürdigt, „deren Arbeiten im Schnittpunkt verschiedener Künste bzw. von Literatur und Wissenschaft stehen“. Der Preis ist seit 2022 mit 15.000 Euro dotiert. Seine Verleihung findet jeweils im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Volksbühne Berlin statt.
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2017: Jochen Winter für sein lyrisches und essayistisches Werk, Laudatio Sebastian Kleinschmidt Sebastian Kleinschmidt: Atem und Aura des nächtlichen Himmels. Laudatio auf Jochen Winter. In: Sinn und Form 4/2017, S. 552–555. (Laudatio am 2. Februar 2017 in Berlin) 2018: Axel Ruoff für seinen Roman „Apatit“, Laudatio Uwe Schütte 2019: Dorothee Elmiger für ihren Roman „Schlafgänger“, Laudatio Christine Lötscher 2020: Daniela Danz für ihr lyrisches Werk, Laudatio Martin Straub 2021: Joshua Groß „für sein bemerkenswert umfangreiches und vielseitiges literarisches Frühwerk“, Laudatio Christine Lubkoll 2022: Birgit Kreipe „für ihr lyrisches Werk“, Laudatio Nico Bleutge 2023: Isabel Fargo Cole für die „beeindruckende Verbindung von sachlicher Genauigkeit und poetischer Sprachmacht“ in ihrem Prosawerk, Laudatio Alexander Cammann 2024: Christian Rosenau für sein lyrisches Werk, das „sich durch eine originelle lyrische Handschrift, einen sorgfältigen Umgang mit Sprache und ein unaufdringliches, durch Präzision gekennzeichnetes Formbewusstsein aus[zeichnet]“, Laudatio Matthias WeicheltMatthias Weichelt: „Wenn das Erinnern anschlägt“. Lobrede auf den Dichter Christian Rosenau. In: Sinn und Form 6/2024, S. 850–853; Christian Rosenau: Im Widerklang. Dankrede zum Literaturpreis der A und A Kulturstiftung. In: Sinn und Form 2/2025, S. 280–283. 2025: Milena Michiko Flašar für ihr Prosawerk, Laudatio Stefan Gmünder 2026: Nadja Küchenmeister für ihr lyrisches Werk, das „sich durch mitreißende Assoziationsketten, starke, rätselhafte Bilder und genaue Beobachtungen zu Themen wie Erinnerung und Abschied aus[zeichnet]“, Laudatio Maren Jäger
Weblinks Website der A und A Kulturstiftung Jochen Winter: Das universale Gedicht. Rede zum Erhalt des Literaturpreises der A und A Kulturstiftung (PDF)
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturpreis (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Literatur (Köln) Kategorie:Erstverleihung 2017