Osibisa ist eine 1969 in London gegründete Musikgruppe. Die drei ghanaischen, drei karibischen und der nigerianische Gründer wollten den afrikanischen Einfluss in der modernen Musik stärken und einem breiten Publikum, vor allem in Europa und Nordamerika, näherbringen.

Geschichte Der Name Osibisa wird von den Bandmitgliedern frei aus dem ghanaischen mit criss cross rhythms that explode with happiness übersetzt. Ihre Verbindung von afrikanischen und karibischen Musikelementen mit Rock, Jazz, Latin und Rhythm and Blues ebnete den Weg von anderen Größen wie Bob Marley. Ab Mitte der 1970er Jahre hatten sie sich einen festen Platz als die Pioniere der Weltmusik erobert.

Die Single Music for Gong Gong war Osibisas erster großer Erfolg in den britischen Charts. Auch die Nachfolgesingles Sunshine Day, Dance the Body Music und Coffee Song erreichten die Top 10. Das Album Woyaya stieg bis auf Platz 11 der damaligen LP-Charts.

In den 1980er Jahren war die Band auf ihrem Höhepunkt. 1983 traten sie am dortigen Nationalfeiertag in Simbabwe auf. Auch auf kommerzieller Ebene war die Band in Europa und Amerika ein großer Erfolg. Das Publikumsinteresse an den Konzerten sank jedoch und auch im Managementbereich gab es größere Probleme. Die britischen Plattenfirmen wollten Osibisa auf die damals florierende Discoschiene drängen, doch die Band widersetzte sich erfolgreich. Nach mehrfachem Labelwechsel unterschrieb die Band schließlich bei Bronze Records.

Die Förderung von im Westen unbekannten afrikanischen Künstlern war ein großes Anliegen der Mitglieder von Osibisa. Aus diesem Grund bauten sie Mitte der 1980er Jahre in Ghana ein eigenes Tonstudio und einen Theaterkomplex. Auch ein eigenes Plattenlabel mit dem Namen Flying Elephant wurde gegründet.

In den späten 1980er Jahren wurde die Band in der westlichen Welt kaum mehr wahrgenommen. 1996 formierte Teddy Osei die Band um und tourte mit ihr nun auch wieder in Europa und Nordamerika. Er starb am 14. Januar 2025 im Alter von 87 Jahren.Osibisa founding member and singer Teddy Osei dead at 88, abgerufen am 27. März 2025 (englisch)

Diskografie 1971 – Osibisa 1971 – Woyaya 1972 – Heads 1973 – Best of Osibisa 1973 – Superfly TNT 1973 – Happy Children 1974 – Osibirock 1975 – Welcome Home 1976 – Ojah Awake 1977 – Black Magic Night (Live) 1980 – Mystic Energy 1981 – African Flight 1983 – Unleashed 1983 – Live at the Marquee 1989 – Movements 1992 – Ayiko Bia 1994 – Celebration: The Best of Osibisa 1994 – The very Best of Osibisa 1995 – Monsore 1997 – Hot Flashback Volume 1 1997 – The Best of Osibisa 1997 – The Best of Osibisa (2 CDs) 1998 – The ultimate Collection 1998 – Live at Croperdy 2000 – Millenium Collection 2000 – Aka Kakra (Akustisch) 2003 – African Dawn, African Flight 2005 – Blue Black Night (Live) (2 CDs) 2009 – Osee Yee

DVD Osibisa – Live (DVD-Plus), 2003, produziert 1983

Literatur Charles Aniagolu: Osibisa – Living In The State Of Happy Vibes And Criss Cross Rhythms. Trafford Publishing, Victoria (CDN) 2004, ISBN 1-4120-2106-5. Brigitte Tast, Hans-Jürgen Tast: be bop – Die Wilhelmshöhe rockt. Disco und Konzerte in der Hölle. Verlag Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-8067-8589-0.

Einzelnachweise

Weblinks

Offizielle Website (englisch)

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