mini|HSD – Gebäude 3 – Fachbereiche Sozial- und Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften mini|HSD-Gebäude 5 und 4 an der Münsterstraße Die Hochschule Düsseldorf (HSD) – bis Mai 2015 Fachhochschule Düsseldorf (FH D) – ist eine staatliche Fachhochschule mit einem neuen Campus in Düsseldorf-Derendorf. Die HSD ging 1971 aus verschiedenen Ausbildungsstätten hervor.
mini|Altes Logo von Helmut Schmidt Rhen, 1978–2015 mini|Ehemalige Großviehhalle (vor Renovierung, Umbau und Umnutzung) am neuen Campus der Hochschule Düsseldorf mini|Ehemalige Großviehhalle (nach Renovierung, Umbau und Umnutzung) mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof (im Vordergrund)
Fachbereiche Die Hochschule Düsseldorf gliedert sich in sieben Fachbereiche: Fachbereich Architektur (Peter Behrens School of Arts), Fachbereich Design (Peter Behrens School of Arts), Fachbereich Elektro- und Informationstechnik, Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Fachbereich Medien, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Architektur (Peter Behrens School of Arts) Der Fachbereich Architektur ist Teil der Peter Behrens School of Arts (PBSA) an der Hochschule Düsseldorf und bietet Bachelor- und Masterstudiengänge an. Ein charakteristisches Merkmal des Bachelor-Studiengangs „Architektur und Innenarchitektur“ ist die gemeinsame Ausbildung von Studierenden mit den Berufszielen Architektur und Innenarchitektur im Rahmen eines integrierten Studiengangs, dem sogenannten "Düsseldorfer Modell".pbsa.hs-duesseldorf.debdia.de
Seit dem Sommersemester 2004 bietet die Peter Behrens School of Arts die Internationale Gastprofessur der PBSA an, die für die Dauer eines Semesters eine Gastprofessur an renommierte Architekten, Innenarchitekten und Künstler aus aller Welt berufen, um den Studierenden mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Herangehensweisen zu bereichern.
Design Am Fachbereich Design werden mit 26 Professoren und rund 60 weiteren Beschäftigten drei Bachelor-Studiengänge (BA) angeboten: BA-Studiengang Kommunikationsdesign, BA-Studiengang New Craft Object Design und BA-Studiengang Retail Design. Darauf aufbauend gibt es zwei konsekutive Master-Studiengänge (MA) und einen Master-Studiengang Exhibition Design, der von den Fachbereichen Architektur und Design gemeinsam durchgeführt wird. Den BA-Studiengang Retail Design gibt es seit dem Wintersemester 2013/14. Er bietet eine interdisziplinäre Ausbildung in den Bereichen Design, Kommunikation und Marketing und ist speziell auf die Bedürfnisse der Einzelhandelsbranche ausgerichtet.
Seit Mai 2015 firmieren die beiden gestalterischen Fachbereiche Architektur und Design unter der Dachmarke Peter Behrens School of Arts (den Namen Peter Behrens School of Architecture trug der Fachbereich Architektur bereits seit 2005), wobei die grundsätzliche organisatorische Eigenständigkeit der Fachbereiche weiterhin bestehen bleibt. Der Name dieser Dachmarke ist eine Reverenz an den Industriedesigner Peter Behrens, der von 1903 bis 1907 an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf gewirkt hatte.
Elektro- und Informationstechnik Am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik gibt es einen Master-Studiengang und drei Bachelor-Studiengänge. Der Master-Studiengang kann in den Vertiefungsrichtungen Automatisierungstechnik, Nachrichten- und Informationstechnik, elektrische Energietechnik und Mikroelektronik studiert werden und wird mit einem Master of Science beendet. Der aktuelle Bachelor wird mit einem Bachelor of Engineering beendet und bietet die Studiengänge Elektro- und Informationstechnik, Elektro- und Informationstechnik Dual und Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik (seit 2009) an. Die Studiengänge Elektro- und Informationstechnik und Elektro- und Informationstechnik Dual enthalten die Fachmodule Automatisierungstechnik, Elektrische Energietechnik, Mikroelektronik, Informationstechnik oder Nachrichtentechnik. Alle Elektrotechnik-Studiengänge sind von der ASIIN (2003) und später von der AQAS (2009) akkreditiert.
Maschinenbau und Verfahrenstechnik Seit dem Sommersemester 2016 gibt es im Fachbereich Maschinenbau & Verfahrenstechnik fünf Bachelor-Studiengänge (Energie- und Umwelttechnik, Produktentwicklung, Produktionstechnik, Umwelt und Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen). Außerdem bietet der Fachbereich drei Master-Studiengänge an: Internationales Wirtschaftsingenieurwesen, Mechanical Engineering und Simulations- und Experimentaltechnik.
Medien Im Fachbereich Medien werden die vier Bachelor-Studiengänge Medieninformatik, Medientechnik, Data Science, AI und Intelligente Systeme (DAISY) und Ton und Bild angeboten. Der Master-Studiengang Medieninformatik wird mit den Schwerpunkten „Virtuelle Umgebungen“ und „Multimediale Systeme und Anwendungen“ angeboten.
Sozial- und Kulturwissenschaften Der größte Fachbereich, Sozial- und Kulturwissenschaften, organisiert zwei Master-Studiengänge zur Kultur, Ästhetik und Medien sowie zu Empowerment Studies und einen Bachelor-Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik sowie einen Bachelor-Studiengang Pädagogik der Kindheit und Familienbildung.Bachelor of Arts "Pädagogik der Kindheit und Familienbildung". Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften bietet vier Bachelor-Studiengänge an: Kommunikations- und MultimediamanagementBachelor of Arts "Kommunikations- und Multimediamanagement", Business Administration sowie International Management und Taxation Dual. Des Weiteren werden Master-Studiengänge in International Management sowie Kommunikations-, Multimedia- und Marktmanagement und Business Analytics angeboten.Studiengänge. Auf Wiwi.HS-Duesseldorf.de. Darüber hinaus gibt es einen weiterbildenden Master-Studiengang Taxation.
Geschichte Die Fachhochschule Düsseldorf entstand wie die übrigen Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland im Zuge der Reformen im Bildungswesen der Bundesrepublik Deutschland, die Ende der 1960er-Jahre einsetzten. 1971 wurden die Staatliche Ingenieurschule Düsseldorf, die Werkgruppe Architektur und Innenarchitektur der Werkkunstschule Krefeld, die Höhere Fachschule für Sozialarbeit, die Peter-Behrens-Werkkunstschule Düsseldorf, die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik und die Außenstelle Düsseldorf der Höheren Wirtschaftsfachschule Mönchengladbach in die Fachhochschule Düsseldorf integriert.
Unter ihrem Gründungsrektor Professor Hans Albert Klüfer nahm die Fachhochschule Düsseldorf mit 120 Professoren und rund 2200 Studierenden den Lehrbetrieb auf. Die sieben Fachbereiche waren noch an verschiedenen Orten untergebracht. Bereits im Jahre 1981 war die Zahl der Fachhochschüler auf 5500 gestiegen und weitere zehn Jahre später überstieg sie erstmals die Zehntausender-Grenze.
Dieses starke Wachstum führte schnell zu räumlichen Engpässen. Deshalb zogen 1976 die Fachbereiche Sozialarbeit und Sozialpädagogik – die Vorgänger des seit 2003 existierenden Fachbereiches Sozial- und Kulturwissenschaften – in einen Neubau auf dem Campus der heutigen Heinrich-Heine-Universität. Ein Jahr später folgte der Fachbereich Wirtschaft dorthin. Die Fachbereiche Architektur und Design konnten erst 1983 angemessen in modern ausgestatteten Räumen untergebracht werden. Mit 1100 Studierenden wurde der Neubau in der Georg-Glock-Straße, der auch mit einer Mensa für 350 Personen und einer Bibliothek im Erdgeschoss ausgestattet ist, bezogen.
Der im Wintersemester 1991/92 eingerichtete Studiengang Mikroelektronik und die Studienrichtung Mikrosystemtechnik wurden zunächst im Berufsbildungszentrum am Hammfelddamm in Neuss untergebracht, aber 2003 in einen Neubau am Kennedydamm (in Nachbarschaft der Georg-Glock-Straße) umgesiedelt.
Ende 2000 wurde der Fachbereich Medien mit dem Studiengang Ton- und Bildtechnik, der aus dem schon früher im Fachbereich Elektrotechnik existierenden Studiengang Tontechnik hervorgegangen ist, und dem Studiengang Medientechnik eingerichtet. Bereits der Studiengang Tontechnik war durch seinen interdisziplinären Aufbau in Kooperation mit der benachbarten Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, der sowohl eine technische als auch eine musikalische Ausbildung gewährleistet, in der Bundesrepublik Deutschland einmalig.
Im Jahr 2008/9 begann die Planung für den neuen Campus Derendorf auf dem alten Areal des Schlachthofs und der Schlösser Brauerei im Stadtteil Derendorf. Der erste Spatenstich dafür fand im Jahr 2012 statt.
Am 30. Juni 2014 fand das Richtfest am Campus Derendorf statt.
Am 1. Mai 2015 wurde die Fachhochschule Düsseldorf in Hochschule Düsseldorf (HSD) umbenannt.Alles bleibt neu – Aus Fachhochschule Düsseldorf wird Hochschule Düsseldorf. 1. Mai 2015, abgerufen am 11. Mai 2015. Im Vorfeld der Umbenennung gab es zahlreiche Diskussionen, die zu insgesamt vier Abstimmungen im Senat führten. Erst die vierte Abstimmung brachte die benötigte 2/3-Mehrheit für die Namensänderung. Die Namensänderung wird begründet mit einer internationalen Anpassung und den Trend zur Standardisierung aller Hochschulen. Sie geht einher mit einem neuen Corporate Design (Umstellung des seit 1978 bestehenden Konzepts von Helmut Schmidt-Rhen auf ein neues Erscheinungsbild mit dem Schrifttyp HSD sans) und einem neuen Webauftritt.Achim Schaffrinna: Aus FH D wird HSD – Neues Corporate Design für Hochschule Düsseldorf. 8. Mai 2015. Auf 'DesignTagebuch.de', abgerufen am 10. Mai 2015.
Ende 2015 bezog die Verwaltung als erstes den neuen Campus Derendorf. Die Fachbereiche folgten in Abständen. Im Sommersemester 2016 zogen die Fachbereiche Medien, Wirtschaft und Sozial- und Kulturwissenschaften ein. Zum Wintersemester 2016/17 folgten Elektro- & Informationstechnik und Maschinenbau & Verfahrenstechnik. Zum Wintersemester 2018/19 zogen mit einiger Verspätung auch die Fachbereiche Architektur & Design ein.
Umzug mini|hochkant|Hand mit Zeichenstift von Klaus Kammerichs an der Münster Straße (2023) Die beiden Standorte sind im Zuge des Hochschulneubaus durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) zusammengelegt worden. Die Abschaffung der Wehrpflicht und Umstellung auf Abitur nach Klasse 12 führten 2013 zu einer erhöhten Nachfrage nach Studienplätzen. Der neue Campus auf dem alten Schlacht- und Viehhof am Haltepunkt Düsseldorf-Derendorf im Stadtteil Derendorf entstand nach Plänen der Nickl & Partner Architekten AG. Hochschulbibliothek und Campus IT sind in historische Bestandsbauten integriert. (PDF). Die Eröffnung war für Sommer 2015 geplant, aufgrund von baulichen Verzögerungen wurde die Eröffnung um einige Monate verschoben. Das Projekt ist durch Ermittlungen über Korruption beim Landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW in die Schlagzeilen gekommen.Düsseldorfer Projekte im BLB-Skandal. In: Städte – Düsseldorf, 18. Juni 2013. Auf RP-online.de, abgerufen am 6. November 2020. Kurz vor einer zunächst geplanten Teileröffnung wurde im Herbst 2014 berichtet, dass der neue Campus, planerisch für rund 7000 Studenten ausgelegt, für die Aufnahme aller 9000 eingeschriebenen Studenten deutlich zu klein ausgefallen ist.Semlha Ünlü: Neue FH zu klein für 9000 Studenten 1. November 2014. Auf RP-online.de, abgerufen am 2. November 2014.
2016 wurden die ersten fünf Gebäude des neuen Campus bezogen. Im Oktober 2018 zogen die Fachbereiche Architektur und Design in Gebäude 6 ein. Der Umzug wurde Ende 2019 fertiggestellt. Die markante Großplastik „Hand mit Zeichenstift“ von Klaus Kammerichs, seit 1985 das Markenzeichen der Fachhochschule in Düsseldorf-Golzheim, zog 2019 mit zum Campus um.Film über die Neu-Aufstellung von Hand mit Zeichenstift. Düsseldorf 2019. YouTube
mini|hochkant|Tafel mit Lageplan der HSD Gebäude 1: Campus IT, Hochschulbibliothek, Erinnerungsort Alter Schlachthof