Milan Mijalkovic (16. Dezember 1982 in Skopje, Jugoslawien) ist ein österreichisch-mazedonischer Architekt, Künstler und Autor. Mijalkovic hat seinen Schaffensschwerpunkt in Wien, Skopje und Belgrad.
Leben und Werk Milan Mijalkovic studierte 2001 in Skopje Architektur, 2002 wechselte er an die TU Wien, wo er sein Architekturstudium 2010 abschloss. Während seines Studiums begann er sich auch zunehmend mit Kunst zu beschäftigen. In seinem Werk nimmt er brennende oder latente Konflikte unter die Lupe, deren Wahrnehmung über verschiedene Medien (Skulptur, Streitrede, Fotografie, Buch, Architektur, Liveperformance) neu interpretiert wird.
In vielen seiner Arbeiten stehen menschliche Einzelschicksale im Mittelpunkt, darunter besonders jenes der Arbeitsmigranten.wien.orf.at: Gastarbeiter als lebendige Skulpturen (5. Juli 2016) Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Wiener Maria, mit der er im August 2018 auf die Situation von Arbeitsmigranten in Wien öffentlichkeitswirksam aufmerksam machte.Roman Gerold: Weibliche Brust als Wasserspender für den Wiener Arbeiterstrich (derstandard.at, 23. August 2018)Mobile Brust auf der Brünner Straße (Die Presse, 22. August 2018) Als „Milan Mijalkovic von Makedonien“ thematisiert er in seiner Performancekunst autobiographisch inspirierte Konfliktsituationen."Milan Mijalkovic spricht *ÜBERDEMOKRATIE*. Vortragsgespräch" (akademie-graz.at, 2017)
Werke (Auswahl) Kunst: Die Botschaft. Die Übernahme der Verantwortung für alle Naturkatastrophen (2013).Nachtquartier: "Ich übernehme die Verantwortung." (Ö1, 18. Juli 2014) Die Demokratisierung der Natur (2015).Mareike Boysen: Mann der großen Gesten. vormagazin 5/2016. The Monument of the Working Man ist das erste in der Reihe der Schwarzarbeiter-Kunstwerke". Mijalkovic möchte eine Maschine bauen, die Luftballons aufbläst und wird beim Kaufen von Baumaterial von einem Schwarzarbeiter angesprochen, der schließlich selbst in der Maschine sitzt und die Luftballons aufbläst. Die Wiener Maria (2018). Ein mobiler Brunnen auf einem Lastwagen mit einer übergroßen weiblichen Brust als „Wasserspender“ für Menschen auf dem Arbeiterstrich.Stefanie Schermann: Die reichen und die armen Sklaven (Wiener Zeitung, 22. August 2018)Die Wiener Maria – Eine Verhandlung der Grundbedürfnisse (kunstinvestor.at, 2018)Dieser mobile Busen "stillt" Schwarzarbeiter. (heute.at, 23. August 2018) Milan Mijalkovic von Makedonien. Neuerscheinungen (2018). 1Blick. Kunst im Vorhaus. Halleinhttps://www.1blick.org/einblick/leise_reise2018/mijalkovic2018.html
Architektur: Baroque Parking Garage, Fassade, SkopjeBaroque Parking Garage (archdaily, 15. September 2013) Bildungszentrum Arbeiterkammer, Wien
Preise 2014: 1 von 129 Gewinnern des A+ Award für die Fassade der „Baroque Parking Garage“, SkopjeGewinner beim A+ Award (baunetz.de, 3. April 2014)
Literatur Milan Mijalkovic, Katharina Urbanek: Skopje. The World’s Bastard: Architecture of the Devided City. Wieser Verlag, 2011. ISBN 978-3851299137 Milan Mijalkovic, Katharina Urbanek: PRE / FABRIC: The Growing Houses of Skopje. Wieser Verlag, 2018. ISBN 978-3990292907
Weblinks Website des Architekts und Künstlers
Einzelnachweise
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