Die Gmina Głuchołazy [] ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt (deutsch: (Bad) Ziegenhals; ) mit etwa 13.750 Einwohnern.

Lage Die Gemeinde liegt in Oberschlesien etwa 60 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln). Sie grenzt im Norden an die Kreisstadt Nysa (Neisse) und im Westen und Süden an die Staatsgrenze von Tschechien.

Der Hauptort liegt am Fuß des Zuckmanteler Berglands (Góry Opawskie). Zu den Fließgewässern gehört die Biała Głuchołaska (Ziegenhalser Biele).

Geschichte Die Gemeinde kam 1950 zur Woiwodschaft Opole, die ihren Zuschnitt bis 1999 mehrfach geändert hat. Der Powiat Nyski wurde 1999 wieder eingerichtet. Durch einen Gebietsaustausch mit der Tschechoslowakei kam 1959 Skowronków (ehemals Skřivánkov bzw. Lerchenfeld) von Zlaté Hory an die Gemeinde, Krasów wurde im Gegenzug abgetreten. Der westliche Teil des bis nach Kolnovice hineinragenden Landzipfels wurde der Gemeinde Kolnovice zugeordnet, die dafür die östlichen Fluren des Ortsteils Vysutá an die Gemeinde Gierałcice abtrat.

Politik Bürgermeister An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Bürgermeister. Dies war seit 2014 Edward Szupryczyński (KO), der 2024 nicht mehr antrat. Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 31. Mai 2024. Roman Sambor (Koalicja Obywatelska) 32,2 % der Stimmen Paweł Szymkowicz (Wahlkomitee Paweł Szymkowicz) 24,4 % der Stimmen Szymon Biliński (Wahlkomitee „Ja! Für die Gemeinde Głuchołazy“) 22,9 % der Stimmen Przemysław Kanarski (Wahlkomitee Przemysław Kanarski) 20,6 % der Stimmen

In der damit notwendig gewordenen Stichwahl setzte sich Szymkowicz, der im ersten Wahlgang noch auf dem zweiten Platz gelegen hatte, mit 56,0 % der Stimmen gegen den KO-Kandidaten Sambor durch und wurde zum neuen Bürgermeister gewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. September 2020. Edward Szupryczyński (Koalicja Obywatelska) 48,0 % der Stimmen Grzegorz Ptak (Kukiz’15) 25,9 % der Stimmen Jerzy Wojnarowski (Prawo i Sprawiedliwość) 17,0 % der Stimmen Ewa Chabasińska (Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem) 9,1 % der Stimmen

In der damit notwendig gewordenen Stichwahl setzte sich Amtsinhaber Szupryczyński mit 57,4 % der Stimmen gegen den Kukiz-Kandidaten Ptak durch und wurde für eine weitere Amtszeit gewählt.

Stadtrat Der Stadtrat besteht aus 21 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung gewählt. Die Stadtratswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 31. Mai 2024. Koalicja Obywatelska (KO) 34,6 % der Stimmen, 10 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 17,2 % der Stimmen, 4 Sitze Wahlkomitee „Ja! Für die Gemeinde Głuchołazy“ 15,3 % der Stimmen, 3 Sitze Wahlkomitee Przemysław Kanarski 14,0 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee Paweł Szymkowicz 12,5 % der Stimmen, 3 Sitze Trzecia Droga (TD) 5,6 % der Stimmen, kein Sitz Übrige 0,8 % der Stimmen, kein Sitz

Die Stadtratswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. September 2020. Koalicja Obywatelska (KO) 28,7 % der Stimmen, 7 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 27,8 % der Stimmen, 7 Sitze Kukiz’15 16,8 % der Stimmen, 4 Sitze Wahlkomitee „Forum Selbstverwaltung 2002“ 10,4 % der Stimmen, 2 Sitze Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) 9,8 % der Stimmen, 1 Sitz Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 6,5 % der Stimmen, kein Sitz

Partnerstädte und -gemeinden Jeseník, Tschechien Mikulovice, Tschechien Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Deutschland Zlaté Hory, Tschechien

Gliederung Die Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Głuchołazy umfasst ein Territorium von 168 km² und hat etwa 24.000 Einwohner. Zu ihr gehören folgende Orte: Głuchołazy (Bad Ziegenhals) Biskupów (Bischofswalde) Bodzanów (Langendorf) Burgrabice (Borkendorf) Charbielin (Ludwigsdorf) Gierałcice (Giersdorf) Jarnołtówek (Arnoldsdorf) Konradów (Dürr Kunzendorf) Markowice (Markersdorf) Nowy Las (Neuwalde) Nowy Świętów (Deutsch Wette) Podlesie (Schönwalde) Pokrzywna (Wildgrund) Stary Las (Altewalde) Sławniowice (Groß Kunzendorf) Sucha Kamienica (Dürr Kamitz, 1936–1945 Dürnstein) Polski Świętów (Alt Wette, bis 1925 Polnisch Wette) Wilamowice Nyskie (Winsdorf)

Weiler und Ortsteile sind: Dłużnica (Waldhof), Gęstwina (Stöckicht), Kletnik (Klettnig), Kolonia Kaszubska (Kolonie Steine), Komorów (Kammerau), Łączki (Lentsch), Przesieki, Rudawa (Rothfest) und Skowronków (Lerchenfeld)

Verkehr Durch den Norden der Gemeinde verläuft die Bahnstrecke Katowice–Legnica mit den Haltepunkten Nowy Las und Nowy Świętów, wo früher die Bahnstrecke Nowy Świętów–Sławniowice Nyskie abzweigte. Auf der Bahnstrecke Nowy Świętów–Głuchołazy verkehren seit 2007 nur an den Wochenenden Reisezüge. Im Bahnhof Głuchołazy halten zudem die tschechischen Korridorzüge der Relation Krnov–Jeseník.

Persönlichkeiten Laurentius Hoheisel OSB (1923–2008), Benediktiner und Abtpräses; geboren in Altewalde Bernhard Kühnel MSC (* 1927), Bischof und Prälat von Caraveli in Peru; geboren in Ludwigsdorf.

Weblinks

Offizielle Webpräsenz von Stadt und Gemeinde

Einzelnachweise